Der Bayerische Eissport-Verband (BEV) ist der bayerische Fachverband für die Eissportarten und damit auch Mitglied im Bayerischen Landes-Sportverband und in den jeweiligen Bundesfachsportverbänden. Gegründet wurde der Verband zwischen den beiden Weltkriegen. Er ist unterteilt in die Fachsparten Eishockey, Eiskunstlauf, Curling, Eisstocksport und Eisschnelllauf.

Geschichte 1906 gründete sich in Nürnberg der Bayerischen Eislaufbezirks als Landesvereinigung für Eislaufsport. Die Gründung erfolgte unter anderem unter Beteiligung des Kunsteislaufweltmeister G. Fuchs. Die Gründungsvereine des Verbandes kamen aus Augsburg, Bamberg, Lindau, München und Nürnberg. Die Vorbereitungsarbeiten des Verbandes für die Einführung der Sportarten Eishockey und Eisstockschießen, werden durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 verhindert.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Verband neu aufgestellt und am 10. April 1925 unter dem Namen Bayerischer Eissportverband einer von neun Landeseissportverbänden des Deutschen Eislauf-Verbands. Nach der Aufnahme der Rollsportarten wurde der Verband 1932 in Bayerischer Eis- und Rollsportverband umbenannt. 1934 erfolgte die Umwandlung des Verbandes in den Sportbereich 16 des Fachamts für Eis- und Rollschuhsport im Rahmen der Auflösung der eigenständigen Sportverbände.

Am 15. September 1946 gründete sich der Bayerische Eissport-Verband in München neu.

Präsidenten

1949 bis 1972 Ferdinand Baumer 1972 bis 1988 Ernst Gabriel 1988 bis 2024 Dieter Hillebrand seit 2024 Anton Weitl

Spielbetrieb Eishockey Die Fachsparte Eishockey des Verbandes organisiert den bayerischen Amateurligenspielbetrieb im Eishockey, der sich für den Seniorenbereich und die Nachwuchsaltersklassen von Junioren, Jugend und Schülern in Bayernliga, Landesliga Bayern und Bezirksliga Bayern unterteilt. Als Besonderheit wurden von der Fachsparte noch bis 2006/07 Natureisligen durchgeführt, an deren Jugendspielklasse zuletzt drei Mannschaften aus Thanning, Lenggries und Gaißach teilnahmen.

Aus dem Bereich des BEV sind derzeit 5 Vereine in der DEL, 5 Vereine in der DEL2 und 12 Vereine unter dem Dach des DEB in der Oberliga Süd vertreten.

DEL DEL2Augsburger PantherStarbulls Rosenheim ERC IngolstadtESV KaufbeurenEHC Red Bull MünchenEV LandshutNürnberg Ice TigersEisbären RegensburgStraubing TigersBlue Devils Weiden – – Aktuell Saison 2025/26 Oberliga SüdDeggendorfer SCEHF Passau Black HawksEV FüssenEC PeitingHöchstadt AlligatorsSC RiesserseeEV Lindau Islandersonesto Tigers BayreuthECDC MemmingenTölzer LöwenSelber Wölfe (A) TSV Erding (N)

Statistik Deutscher Eishockey-Meister aus Bayern Aktuell bis Saison 2024/25 Mannschaft Regierungsbezirk Meisterschaft Vizemeister Finalteilnahmen 20px EV Füssen 20px Schwaben (Bayern) 16 6 22 20px SC Riessersee rand|20px Oberbayern 10 15 25 20px EHC Red Bull München rand|20px Oberbayern 4 2 6 20px SB Rosenheim rand|20px Oberbayern 3 3 6 20px EC Bad Tölz rand|20px Oberbayern 2 8 10 20px EV Landshut rand|20px Niederbayern 2 4 6 20px MTV 1879 München rand|20px Oberbayern 1 4 5 ERC Ingolstadt rand|20px Oberbayern 1 2 3 20px München Barons rand|20px Oberbayern 1 1 2 20px EC Hedos München rand|20px Oberbayern 1 – 1 Nürnberg Ice Tigers rand|20px Mittelfranken – 2 2 20px Augsburger Panther rand|20px Schwaben (Bayern) – 1 1 Gesamt 41 48 89 Von den bisher 103 ausgespielten Deutschen Meisterschaften standen 89-mal (86 %) Bayerische Vereine im Finale, von denen 41 (40 %) gewonnen wurden. In der Saison 2019/20 wurden die Meister-Playoffs wegen der COVID-19-Pandemie nicht ausgespielt. Hauptrundensieger war der EHC Red Bull München, der die Runde mit sechs Punkten Vorsprung abschloss. Zweitbestes Bayerisches Team waren die Straubing Tigers, die die Saison als Hauptrundendritter beendeten. 2022/23 gab es nach 88 Jahren wieder ein bayerisches Finale um die „Deutsche Meisterschaft“.

Bayerische Meisterschaften Ab 1912/13 nahmen bayerische Mannschaften an der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft teil. Von 1919 bis 1948 wurde der Bayerische Eishockeymeister in Form von Endrunden ausgespielt und qualifizierte sich damit auch zur Teilnahme an der deutschen Meisterschaft. Von 1949 bis 1968 wurde der Bayerische Meister im Spielbetrieb der Bayerischen Landesliga ermittelt, die in der Zeit als II. bis IV. Liga eingestuft war. Seit der 1968 eingeführten Eishockey-Bayernliga ist der Meister der Liga auch Bayerischer Meister. Aktuell ist die Bayernliga als vierthöchste Spielklasse im Deutschen Ligensystem geführt.

Saisonstatistik seit 1968 Zur Saison 1968/69 wurde die Eishockey-Bayernliga (BYL) eingeführt, deren Meister als Bayerischer Meister bezeichnet wird. Bayernliga Saison Bayerischer Meister Vizemeister Klasse Endrundeninfo  2025/26 EHC Königsbrunn ERV Schweinfurt I V Beide Finalisten verzichten auf ihr Aufstiegsrecht. 2024/25 TSV Erding EHC Königsbrunn I V Aufsteiger OL: TSV Erding 2023/24 EHC Königsbrunn TSV Peißenberg I V Der EHC Königsbrunn ist sportlich für die Oberliga qualifiziert. (Aufstiegsverzicht) 2022/23 EHC Königsbrunn TEV Miesbach I V Der EHC Königsbrunn ist sportlich für die Oberliga qualifiziert. (Aufstiegsverzicht) 2021/22 EHC Klostersee TEV Miesbach I V Aufsteiger OL: EHC Klostersee 2020/21 – – I V Nach neun Spieltagen Saisonabbruch wegen COVID-19-Pandemie 2019/20 TEV Miesbach EHF Passau I V Aufsteiger OL: EHF Passau, HC Landsberg 2018/19 EV Füssen TEV Miesbach I V Aufsteiger OL: EV Füssen 2017/18 Höchstadter EC ESC Dorfen I V Aufsteiger OL: Höchstadt 2016/17 ECDC Memmingen TSV Erding I V. Aufsteiger OL: Memmingen, Miesbach 2015/16 EHC Waldkraiburg Höchstadter EC I V. Aufsteiger OL: Waldkraiburg, Höchstadt, Lindau 2014/15 EV Lindau Höchstadt EC I V. Kein Aufsteiger 2013/14 ERC Sonthofen ECDC Memmingen I V. Aufsteiger OL: ERC Sonthofen 2012/13 EHC Bayreuth ERC Sonthofen I V. Aufsteiger OL: Bayreuth 2011/12 ERV Schweinfurt EV Weiden I V. Aufsteiger OL: Schweinfurt, Weiden 2010/11 ERC Sonthofen TSV Erding I V. Aufsteiger OL: TSV Erding 2009/10 TEV Miesbach VER Selb I V. Aufsteiger OL: Selb 2008/09 ERV Schweinfurt TSV Peißenberg I V. Kein Aufsteiger 2007/08 EHC Waldkraiburg EC Pfaffenhofen I V. Kein Aufsteiger 2006/07 EHF Passau Deggendorfer SC I V. Aufsteiger OL: Passau, Deggendorf 2005/06 Höchstadter EC EHC Waldkraiburg I V. Kein Aufsteiger 2004/05 EV Landsberg 2000 EC Pfaffenhofen I V. Aufsteiger OL: EV Landsberg 2000 2003/04 Starbulls Rosenheim EV Landsberg 2000 I V. Aufsteiger OL: Starbulls Rosenheim 2002/03 EHC München 98 EV Landsberg 2000 I V. Aufsteiger in die Oberliga: EHC München 98 2001/02 EA Schongau ESV Königsbrunn V. RL-Bayernliga wird viertklassig. 2000/01 Höchstadter EC ERC Sonthofen V. Aufsteiger RL (4. Liga): Höchstadt 1999/00 ERV Schweinfurt Augsburger EV V. Aufsteiger RL (4. Liga): Schweinfurt, Augsburger EV 1998/99 EHC Memmingen EA Kempten V. Aufsteiger in die RL (4. Liga): Memmingen, Kempten 1997/98 ESC München EHC Bad Aibling IV. Aufsteiger in die 2. Liga: München, Bad Aibling 1996/97 ESV Bayreuth EC Pfaffenhofen IV. Aufsteiger in die 2. Liga: Bayreuth, Pfaffenhofen 1995/96 ESC Dorfen EA Kempten IV. Aufsteiger in die 2. Liga: Dorfen, Kempten 1994/95 Wanderers Germering ERC Haßfurt IV. Aufsteiger in die 2. Liga: Haßfurt 1993/94 ESC Dorfen ERC Haßfurt V. Bayernliga wird viertklassig 1992/93 EC Pfaffenhofen EV Regensburg V. Aufsteiger RL: Regensburg 1991/92 ETC Crimmitschau ERC Haßfurt V. Aufsteiger RL: Crimmitschau, Eishockey in EC Ulm/Neu-Ulm, Haßfurt 1990/91 EV Bad Wörishofen EV Moosburg V. Aufsteiger RL: Bad Wörishofen, SV Gendorf, ERC Ingolstadt, Moosburg, ESV Bad Bayersoien 1989/90 ERV Schweinfurt ERSC Amberg V. Aufsteiger RL: Schweinfurt, Weiden, Amberg, ERC Lechbruck 1988/89 EHC Bad Reichenhall EC Pfaffenhofen V. Aufsteiger RL: Bad Reichenhall, Wörishofen, Selb 1987/88 VFL Waldkraiburg Kulmbacher EC V. Aufsteiger RL: Waldkraiburg, Kulmbacher EC, Germering 1986/87 EV Pegnitz EC Bad Reichenhall V. Aufsteiger RL: Pegnitz, Bad Reichenhall 1985/86 EV Bad Wörishofen TSV Schliersee V. Aufsteiger RL: Bad Wörishofen, Oberstdorf, Schliersee, Dorfen, Lechbruck 1984/85 EC Hedos München TSV Königsbrunn V Aufsteiger RL: München, Königsbrunn, Schweinfurt, Erding 1983/84 EV Dingolfing EHC Straubing V Aufsteiger RL: Dingolfing, Straubing, Moosburg, Berchtesgaden, TSV Trostberg, Deggendorf, 1982/83 ESV Burgau EV Berchtesgaden V Aufsteiger RL: Burgau, Mittenwald, Dorfen, Memmingen 1981/82 ERSC Amberg ESV Buchloe V Aufsteiger RL: Amberg, Buchloe, Pegnitz, EHC 80 Nürnberg 1980/81 SC Reichersbeuern SV Gendorf V Aufsteiger RL: Reichersbeuern, Gendorf, Waldkraiburg, TSV Marktoberdorf 1979/80 SV Bayreuth EC Geisenhausen V Aufsteiger RL: Bayreuth 1978/79 EA Schongau EV Kempten V Aufsteiger RL: Schongau, Kempten, ESV Burgau, TSV Trostberg 1977/78 TSV Farchant EC Bad Reichenhall V Aufsteiger RL: Farchant, Bad Reichenhall, ERC Ingolstadt, SC Gaißach 1976/77 TSV Königsbrunn EV Fürstenfeldbruck V Aufsteiger RL (4. Liga): Königsbrunn, Fürstenfeldbruck 1975/76 EV Pegnitz V Aufsteiger RL (4. Liga): Pegnitz, Deggendorf, Waldkraiburg 1974/75 SC Reichersbeuern (?) V Aufsteiger in die RL (4. Liga): Reichersbeuern, Wörishofen, SV Hohenfurch, Lechbruck 1973/74 SV HohenfurchSüddeutsche Zeitung, Druckausgabe 16. November 1974, eingesehen über den Benutzerzugang der Bayerischen Staatsbibliothek I V Aufsteiger in neue RL (I V. Liga): ERC Sonthofen, EC Oberstdorf, TSV Schliersee, EV Berchtesgaden, TuS Geretsried (BLL-Meister) 1972/73 EHC 70 München I V Aufsteiger in die Oberliga: EHC 70 und SG Moosburg 1971/72Chronik EC Peiting (Saison 1971/72, am 15.2.2018 aufgerufen) SC Reichersbeuern SV Hohenfurch I V Aufsteiger in die RL (3. Liga): Münchener EV und EC Peiting 1970/71 TSV Peißenberg I V Aufsteiger in die RL (3. Liga): Peißenberg, Selb (BLL-Meister) 1969/70 EHC Klostersee I V Aufsteiger in die RL (3. Liga): Klostersee, TSV Straubing, Inzell, EV Fürstenfeldbruck, Augsburger EV 1b 1968/69 EV Landshut 1b TSV Straubing I V Aufsteiger in die Regionalliga (3. Liga): EV Landshut 1b

Saisonstatistik 1948 bis 1968

1948 wurde die Bayerische Landesliga eingeführt. Der Landesligameister wurde bis 1968 auch als Bayerischer Meister bezeichnet.