mini|St. Maria in Kleinweisach Die evangelische, denkmalgeschützte Pfarrkirche St. Maria steht in Kleinweisach, einem Gemeindeteil des Marktes Vestenbergsgreuth im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Die Pfarrei gehört zum Evangelisch-Lutherischen Dekanat Markt Einersheim im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Das Bauwerk ist als Baudenkmal in der Bayerischen Denkmalliste eingetragen.
Architektur Der Chorturm der Saalkirche stammt im Kern aus dem 13. Jahrhundert. Er wurde 1725 um ein Geschoss aus Holzfachwerk aufgestockt, in das Turmuhr und Glockenstuhl eingebaut sind, und mit einem achtseitigen Knickhelm bedeckt. Das mit einem Satteldach bedeckte Langhaus wurde erst im 18. Jahrhundert angefügt. mini|Innenansicht Sein Innenraum ist mit einer Flachdecke überspannt und hat umlaufende Emporen. Der Chor, d. h. das Erdgeschoss des Chorturms, ist mit einem Kreuzrippengewölbe überspannt.
Ausstattung
Marienaltar mini|MarienaltarBedeutendstes Ausstattungsstück ist der noch in vorreformatorischer Zeit um 1510 entstandene spätgotische Marienaltar. Es ist ein spätgotischer Flügelaltar. In der Mitte des Hauptschreins steht die Madonna, die Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm, das nach einem Apfel greifen will, den die Mutter in der rechten Hand hält. Zwei über der Madonna schwebende kleine Engel setzen ihr die Krone als Königin des Himmels auf. Links von Maria steht die heilige Katharina von Alexandrien und rechts die heilige Barbara von Nikomedien, beide ebenfalls mit Krone. Auf den Flügeln des Altars sind links oben die die Verkündigung der Geburt Jesu an Maria und rechts oben die Begegnung Marias mit ihrer Verwandten Elisabet () dargestellt, links unten die Geburt Jesu und rechts die Anbetung der Könige. Die Bilder in der Predella zeigen die Darstellung Jesu im Tempel (), Marias Aufnahme und Krönung im Himmel, und Marias Tod. Im Gesprenge des Altars steht eine Statue des auferstandenen Jesus als Welterlöser. 1902 wurden auf die Rückseite des Altars Szenen der Passion Christi aufgemalt.
Skulptur An der Südseite der Kirche ist die 1990 von Michael Graßl geschaffene Skulptur Der Erhöhte angebracht: Jesus mit ausgebreiteten Armen nicht ans Kreuz genagelt, sondern als Auferstandener vor dem Kreuz schwebend, aber halb noch in die Grabtücher gehüllt. Die Skulptur ist farbig, zum Teil in Gold gefasst. Die Botschaft soll sein: „Er hat den Tod überwunden.“
Orgel mini|Orgel Auf der Westempore steht die 1908 von dem Nürnberger Orgelbauer Johannes Strebel als Opus 155 gebaute Orgel. Sie hat neun Register auf zwei Manualen und Pedal. Der fünfteilige Prospekt wurde wahrscheinlich von der Vorgängerorgel übernommen.
Die Disposition lautet:Orgeldatenbank Bayern v5 (2009) (online), abgerufen am 16. September 2026. I Manual C–f3 Prinzipal 8′ Viola da Gamba 8′ Tibia 8′ Oktave 4′ Mixtur ′ II Manual C–f3 Salicional 8′ Lieblich Gedeckt 8′ Spitzflöte 4′ Pedal C–d1 Subbaß 16′
Koppeln: II/I, I/P, II/P Spielhilfen: Mezzoforte, Forte, Auslöser Bemerkungen: Taschenlade, pneumatische Spiel- und Registertraktur, freistehender Spieltisch
Literatur
Weblinks
Kirchengemeinden Kleinweisach, Altershausen und Pretzdorf
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Erlangen-Höchstadt Maria Kategorie:Marienkirche Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Saalkirche in Bayern Kategorie:Chorturmkirche Maria Kategorie:Disposition einer Orgel