mini|Chorfenster Stiftskirche Zofingen AG, Schweiz mini|Wappenscheibe im Kloster St. Georgen (Stein am Rhein) Ludwig Stillhart († um 1536/37) war ein Konstanzer Glasmaler.

Leben und Wirken Ludwig Stillhart war einer von zwei Söhnen (Hans und Ludwig) des Glasmalers Hans Stillhart († 1522), der 1483 aus Thann im Elsass nach Konstanz eingewandert warWalther Bremen: Die Alten Glasgemälde und Hohlgläser der Sammlung Bremen in Krefeld, Böhlau Graz 1967, S. 39, und dessen Frau Anna Fryg. Ludwig wird ab 1506 als Glasmaler in Diensten der Stadt Konstanz erwähnt. Er lebte im Haus und der Werkstatt seines Vaters am Konstanzer Fischmarkt.Eintrag Hans Stillhart auf vitrosearch.ch, abgerufen am 15. Juni 2022Eintrag Ludwig Stillhart auf vitrosearch.ch, abgerufen am 15. Juni 2022 Caspar Stillhart, ebenfalls Glasmaler, war ein Stiefbruder von Ludwig.Eintrag Caspar Stillhart auf vitrosearch.ch, abgerufen am 15. Juni 2022

Die Werke der Stillhart-Werkstatt stellen „den künstlerischen Höhepunkt während der Frührenaissance am Bodensee dar“.Hans Rott: Die Konstanzer Glasmalerfamilie der Spengler. In: „Badische Heimat“ 13 (1926), S. 78–90.

Er kennzeichnete seine Arbeiten mit dem Monogramm „LST“.Weltkunst, 1991, Band 61, S. 1465

Werke 1511 Stadtscheibe Frauenfeld (verschollen) 1516 Wappenscheiben im Kloster St. Georgen, Stein am Rhein 1518 Chorfenster mit Wappenscheiben in der Stadtkirche ZofingenGlasmalerei Stadtkirche Zofingen auf ref-kirchen-ag.ch, abgerufen am 15. Juni 2022 1521 vierteiliger Zyklus im Rathaus Ermatingen um 1525 Allianzscheibe Diesbach/Klingenberg 1526 Schützenscheibe Konstanz (Rosgartenmuseum, Konstanz) 1526 Wappenscheibe des Ulrich VII. von Hohensax und der Helene von SchwarzenbergEintrag Germanisches Nationalmuseum auf objektkatalog.gnm.de, abgerufen am 15. Juni 2022 1527 Wappenscheibe des Melcher Gisler 1528 Wappenscheibe Bernhausen und von Reinach 1528 Wappenscheibe der Stadt ÜberlingenWalther Bremen: Die beiden Wappensdieiben im Rathaus zu Meersburg auf badische-heimat.de, abgerufen am 15. Juni 2022 (pdf) um 1530 Scheiben im Benediktinerkloster Rheinau (verschollen) 1531 Wappenscheibe des Markus von Knöringen, Kloster Reichenau

Die Stiftung Welterbe Klosterinsel Reichenau erwarb 2012 die Wappenscheibe des Markus von Knöringen, Abt der Reichenau, aus Privatbesitz. Die 40 mal 32 Zentimeter große Scheibe aus dem Jahre 1531 besteht aus bemaltem Glas und zeigt neben dem Wappenschild die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind und einen Löwen, das Symbol des Evangelisten Markus, beide auch Patrone des Münsters St. Maria und Markus in Mittelzell auf der Insel Reichenau.„Erinnerung an den Abt“, St. Galler Tagblatt vom 11. Mai 2012, abgerufen am 15. Juni 2022

Literatur Bruno Lauer: Alte Konstanzer Glasmaler, Konstanz 1922 Hans Rott: Beiträge zur Geschichte der oberrheinisch-schwäbischen Glasmalerei, In: Oberrheinische Kunst, Teil I (1925/26), S. 21–32 und Teil II (1926/27), S. 123–139. Hans Rott: Die Konstanzer Glasmalerfamilie der Spengler. In: „Badische Heimat“ 13 (1926), S. 78–90. Hans Rott: Quellen und Forschungen zur südwestdeutschen und schweizerischen Kunstgeschichte im XV. und XVI. Jahrhundert. Bodenseegebiet Bd.1 (Quellen)., Stuttgart 1933 Paul Boesch: Aristoteles und Phyllis auf Glasgemälden, In: Zeitschrift für schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte 9 (1947), S. 26, siehe auch Jenny Schneider: Glasgemälde, Katalog der Sammlung des Schweizerischen Landesmuseums Zürich (1971). 2 Bde., Stäfa o. J.: Th. Gut & Co. Margrit Früh: Glasmalereien im Umkreis der Bischöfe von Konstanz, In: Die Bischöfe von Konstanz Tl. 2 S. 143–162, Friedrichshafen 1988

Siehe auch Jeronimus Spengler

Einzelnachweise

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