Flischberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Schönthal im Landkreis Cham des Regierungsbezirks Oberpfalz im Freistaat Bayern.
Geografie Flischberg liegt 550 Meter südwestlich der Bundesstraße 22 und 2 Kilometer südlich von Schönthal. Westlich von Flischberg fließt der Oderbach und östlich der Teufelsbach nach Norden der Schwarzach zu. Südlich von Flischberg erstreckt sich in Ost-West-Richtung eine Hügelkette, die von Osten nach Westen vom Lixendöferinger Bierl (), Boden-Holz (), Vogelbierl () und Flischbacher Berg () gebildet wird.
Geschichte 1298 stiftete Albrecht von Stauff zwei Höfe in Flischberg (auch: Flinsperck, Flinsperg, Vlinsperch, Flinspergk) dem Kloster Walderbach.
1317 schenkte Wernherus de Flinspach einen Hof in Flischberg an das Kloster Schönthal. 1334 wurde ein Hof in Flischberg in Zusammenhang mit einem Vergleich der Agnes von Schneeberg mit dem Kloster Schönthal genannt.
Im Verzeichnis der Erträge des Klosters Schönthal von 1429 wurde Flischberg genannt.
1505 wurde Flischberg genannt. 1522 erschien es mit 3 Amtsuntertanen. 1522 gehörten Untertanen in Flischberg zum Kastenamt Rötz. In einem Verzeichnis von 1588 wurden Mannschaften in Flischberg als zur Frais Schwarzenburg gehörig aufgeführt. 1588 hatte Flischberg 3 Höfe, 1 Sölde, 2 Inwohner. 1622 hatte es 4 Mannschaften.
In der Steueranlage von 1630 wurde das Pflegamt Rötz in vier Viertel eingeteilt. Dabei gehörte Flischberg zum 4. Viertel. 1630 hatte Flischberg 2 Höfe.
1808 gab es in Flischberg 4 Anwesen, 1 Hüthaus und 1 Weber.
1808 wurde die Verordnung über das allgemeine Steuerprovisorium erlassen. Mit ihr wurde das Steuerwesen in Bayern neu geordnet und es wurden Steuerdistrikte gebildet. Dabei kam Flischberg zum Steuerdistrikt Flischbach. Der Steuerdistrikt Flischbach bestand aus den Dörfern Flischbach, Flischberg, Gmünd, Grub, Öd, Steegen, Wenzenried und der Einöde Niederpremeischl.
1820 wurden im Landgericht Waldmünchen Ruralgemeinden gebildet. Dabei kam Flischberg zur Ruralgemeinde Flischbach. Die Gemeinde Flischbach bestand aus den beiden Dörfern Flischbach mit 32 Familien und Flischberg mit 9 Familien. Die Gemeinde Steegen bestand 1820 aus Niederpremeischl, Stanglhof, Steegen, Wenzenried. Öd bildete 1820 allein eine Gemeinde.
1837 wurde die Gemeinde Steegen mit der Gemeinde Öd zusammengelegt. Dabei kam außer Öd auch Flischberg zu Steegen.
Die Gemeinde Flischbach bestand von 1861 bis 1939 aus Flischbach, Stanglhof und Wenzenried. Die Gemeinde Steegen bestand 1861 bis 1939 aus Flischberg, Niederpremeischl, Öd, Steegen.
1939 wurde die Gemeinde Flischbach aufgelöst. Dabei kam Flischbach zu Steegen. Die Gemeinde Steegen bestand nun aus Flischbach, Flischberg, Niederpremeischl, Öd, Stanglhof, Steegen, Wenzenried.
1978 wurde die Gemeinde Steegen aufgeteilt. Dabei kamen Stanglhof, Steegen und Wenzenried zur Stadt Rötz und Flischbach, Flischberg, Niederpremeischl und Öd wurden nach Schönthal eingemeindet.
Flischberg gehörte zunächst zur Expositur Grafenkirchen, dann ab 1964 zur Pfarrei Döfering. 1997 hatte Flischberg 42 Katholiken.
Einwohnerentwicklung ab 1820 + 1820–1913 Jahr Einwohner Gebäude 1820 9 Familien k. A. 1838 43 6 1861 38 16 1871 36 22 1885 39 7 1900 18 4 1913 35 4
+ 1925–2011 Jahr Einwohner Gebäude 1925 35 4 1950 33 4 1961 33 4 1970 23 k. A. 1987 38 8 2011 20 k. A.
Tourismus Südlich von Flischberg verläuft der 660 Kilometer lange Goldsteig und der Burgenweg.
Literatur Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3
Einzelnachweise Zensus 2011 bei atlas.zensus2011.de. Abgerufen am 11. März 2022. Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 24 Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 43 Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 47 Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 60 Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 71 Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 72 Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 73 Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 74 Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 145 Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 171 Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 172 Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 176 Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 177 Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 178 Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 188 Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 192 Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 202 Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 205
Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 123 Zensus 2011 bei atlas.zensus2011.de. Abgerufen am 11. März 2022. Flischberg bei Bayernatlas. Abgerufen am 11. Juni 2022. Flischberg bei bavarikon.de. Abgerufen am 11. Juni 2022. Der Goldsteig: Wandern in Ostbayern & Böhmen bei goldsteig-wandern.de. Abgerufen am 29. April 2022. bei bayerischer-wald.de. Abgerufen am 29. April 2022. Burgenweg (Oberpfalz) bei wanderbares-deutschland.de. Abgerufen am 5. Juni 2022.
Kategorie:Geographie (Schönthal, Oberpfalz) Kategorie:Ort im Landkreis Cham Kategorie:Ersterwähnung 1298