Breaking the Ice (Arbeitstitel Wenn wir die Regeln brechen) ist ein österreichischer Spielfilm von Clara Stern aus dem Jahr 2022 mit Alina Schaller, Judith Altenberger, Tobias Resch, Wolfgang Böck und Pia Hierzegger. Premiere des Filmdramas war am 11. Juni 2022 beim Tribeca Film Festival.

Handlung Mira Fink ist Kapitänin einer Eishockeymannschaft. Neben ihrer sportlichen Karriere arbeitet sie im elterlichen Weinbaubetrieb, den sie gemeinsam mit ihrer Mutter führt, da ihr Großvater unter fortschreitender Demenz leidet. Die Tätigkeiten unter einen Hut zu bringen erfordert viel Disziplin, Mira fühlt sich für ihren Opa, den Betrieb und das Team verantwortlich.

Eine neue Spielerin, die Rezeptionistin Theresa, bringt in ihrer Unbekümmertheit und Offenheit Mira aus dem Konzept. Nachdem Miras verschwundener Bruder Paul wieder auftaucht, verlieren sich Mira, Theresa und Paul im nächtlichen Wien. Weil Mira wegen einer Alkoholisierung nicht spielfähig ist, wird Steffi anstelle von Mira von der Trainerin zur Kapitänin ernannt. Bei einer nächtlichen Tour erzählt Theresa Mira, dass sie als Spielerin in die USA möchte.

Weil Mira ihren Opa einsperrt, kommt es zum Streit zwischen ihr und ihrer Mutter. Diese wirft ihr vor, ihr nicht beigebracht zu haben, Leute einzusperren. Mira entgegnet, dass sie im Gegenteil Menschen wie ihren Vater und Paul vertreibe. Zwischen Mira und Theresa entwickelt sich eine Liebesbeziehung. Weil beim Finalspiel ein Talentscout beim Spiel anwesend sein soll, der an Theresa interessiert ist, kommt es zwischen Mira und Theresa zum Streit. Dabei wird Theresa verletzt, Mira droht der Ausschluss aus dem Team. Die Mehrheit der Teammitglieder stimmt jedoch dafür, Mira noch eine Chance zu geben. Und auch Mira und Theresa versöhnen sich wieder. Theresa wird zum Tryout eingeladen.

Produktion und Hintergrund Die Dreharbeiten fanden an 32 Drehtagen vom 12. April bis zum 21. Mai 2021 in Wien und Niederösterreich statt. Gedreht wurde unter anderem im Eissportzentrum Klenk Dome in St. Pölten. Weitere Drehorte waren Göttlesbrunn und Höflein. Die Eishalle der Erste Bank Arena und die Wiener Innenstadt dienten ebenfalls als Drehorte.

Produziert wurde der Film von der österreichischen Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion (Produzenten Michael Kitzberger, Wolfgang Widerhofer, Markus Glaser und Nikolaus Geyrhalter), den Verleih übernahm Filmladen. Unterstützt wurde die Produktion vom Österreichischen Filminstitut, von FISA Filmstandort Austria und vom Filmfonds Wien, beteiligt war der Österreichische Rundfunk.

Die Kamera führte Johannes Hoss, die Montage verantwortete Matthias Writze. Für den Ton zeichnete Nora Czamler verantwortlich, für das Kostümbild Carola Pizzini, für das Szenenbild Christine Dosch und Julia Oberndorfinger, für die Maske Regina Breitfellner und für das Casting Lisa Oláh.

Regisseurin und Drehbuchautorin Clara Stern, die mit dem Österreichischen Filmpreis 2018 für ihren Kurzfilm MATHIAS ausgezeichnet wurde, gab mit diesem Film ihr Lang-Spielfilm-Debüt. Mit dabei waren unter anderem auch Spielerinnen des österreichischen Damen-Eishockey-Nationalteams und der Vienna Sabres.

Veröffentlichung Premiere war am 11. Juni 2022 beim Tribeca Film Festival. In Österreich kam der Film am 25. November 2022 in die Kinos.

In Deutschland wurde der Film Anfang Mai 2023 im Spielfilmwettbewerb des Filmkunstfests Mecklenburg-Vorpommern gezeigt.

Auf ORF 1 wurde der Film am 18. Jänner 2026 erstmals ausgestrahlt.

Rezeption Valerie Dirk meinte auf DerStandard.at, dass Clara Stern mit diesem Film ein sehenswertes Langfilmdebüt geschaffen habe. Auch wenn die Dialoge häufig hölzern holperten und die Metaphern ab und zu schwer wiegen, glänze der Film in den bewegten Momenten. Der Umgang mit Queerness und Geschlechterrollen bliebe spielerisch, ohne sich festlegen zu wollen. Und die Besetzung sei eine feine Mischung aus Newcomern und bekannten Gesichtern.

Susanne Gottlieb befand in der Kleinen Zeitung, dass es Stern gelinge, den Sport nicht nur stilvoll und elegant in Szene zu setzen, sie schaffe auch ein Plädoyer für dessen emanzipatorische Kraft. Außerdem verbiete sie es sich, in ihrem Drehbuch einfache Lösungen anzubieten und alles in stimmigen Wohlgefallen aufzulösen.

Auszeichnungen und Nominierungen Carl-Mayer-Drehbuchpreis (Clara Stern)

Filmfestival Max Ophüls Preis 2023 Nominierung für den Wettbewerb Spielfilm Fritz-Raff-Drehbuchpreis Preis für den gesellschaftlich relevanten Film Preis der Jugendjury

Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern 2023 Förderpreis der DEFA-Stiftung

Romyverleihung 2023 Nominierung in der Kategorie Beste Kamera Kino (Johannes Hoss)

Weblinks

Breaking the Ice auf der Website der Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion

Einzelnachweise

Kategorie:Österreichischer Film Kategorie:Filmtitel 2022 Kategorie:Filmdrama Kategorie:Eishockeyfilm