Pınar Karabulut (geboren 1987 in Mönchengladbach) ist eine deutsche Theater- und Opernregisseurin.
Berufsweg Pınar Karabulut studierte Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Neue deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach Assistenzen an den Münchener Kammerspielen und dem Zürcher Neumarkt Theater war sie von 2013 bis 2016 Regieassistentin am Schauspiel Köln. Ab 2014 inszenierte sie an verschiedenen deutschsprachigen Bühnen, u. a. am Schauspiel Köln, der Volksbühne Berlin, dem Maxim-Gorki-Theater Berlin, dem Münchner Volkstheater, dem Volkstheater Wien und dem Theater Basel.
Pınar Karabulut gehörte von 2020 bis 2023 zum künstlerischen Leitungsteam der Münchner Kammerspiele. In der Saison 2025/26 übernahm Karabulut zusammen mit Rafael Sanchez für vorerst fünf Jahre die Intendanz am Schauspielhaus Zürich.
Inszenierungen (Auswahl) 2014: Invasion! von Jonas Hassen Khemiri, Schauspiel Köln 2015: Furcht und Ekel. Das Privatleben glücklicher Leute. Szenen aus Deutschland von Dirk Laucke, Schauspiel Köln 2016: Karnickel von Dirk Laucke, Schauspiel Köln 2016: Gott wartet an der Haltestelle von Maya Arad Yasur, Staatsschauspiel Dresden 2017: Nothing left to destroy von Gerasimos Bekas, Maxim-Gorki-Theater Berlin im Rahmen des Festivals „Theater ist endlich ist Theater“ 2017: Romeo und Julia von William Shakespeare, Schauspiel Köln 2018: Heimwärts von Ibrahim Amir, Volkstheater Wien 2018: The great tragedy of female power von William Shakespeare, Lady Gaga, Pınar Karabulut und Anika Steinhoff, Theater Neumarkt Zürich 2018: In den Straßen keine Blumen von Charlotte Roos, Münchner Volkstheater 2018: Drei Schwestern von Anton Tschechow, Schauspiel Köln 2019: Endstation Sehnsucht von Tennessee Williams, Volkstheater Wien 2019: Die Hand ist ein einsamer Jäger von Katja Brunner, Volksbühne Berlin 2019: Attentat oder frische Blumen für Carl Ludwig von Mehdi Moradpour, Theater Bremen 2020: Mamma Medea von Tom Lanoye, Volksbühne Berlin 2020: Mourning becomes Electra von Eugene O’Neill, Volksbühne Berlin 2021: Der Sprung vom Elfenbeinturm nach Gisela Elsner, Münchner Kammerspiele 2021: Like Lovers Do (Memoirs of Medusa) von Sivan Ben Yishai, Münchner Kammerspiele 2022: Der Spieler nach Fjordor Dostojewskij, Theater Basel 2022: Richard Drei. Mitteilungen der Ministerin der Hölle von Katja Brunner nach William Shakespeare, Schauspiel Köln 2022: Das Erbe. Uraufführung Münchener Kammerspiele 2024: Le Grand Macabre von György Ligeti am Staatstheater Wiesbaden 2024: Der Zähmung Widerspenstigkeit, Überschreibung von Katja Brunner frei nach William Shakespeare, Deutsches Theater BerlinJakob Hayner: Sprung übers Jungfernhäutchen Der Zähmung Widerspenstigkeit - Deutsches Theater Berlin, Rezension auf nachtkritik.de vom 20. Dezember 2024, abgerufen am 1. Dezember 2025 2025: Il Gattopardo von Giuseppe Tomasi di Lampedusa, Bühnenfassung Pınar Karabulut und Hannah Schünemann, Schiffbau-Halle am Schauspielhaus ZürichTobias Gerosa: Alles muss sich ändern: Il Gattopardo - Schauspielhaus Zürich, Rezension auf nachtkritik.de vom 30. November 2025, abgerufen am 1. Dezember 2025 2026: Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare, aus dem Englischen von Angela Schanelec, Regie & Choreografie, Schauspielhaus ZürichValeria Heintges: Die Kleider bleiben an: Ein Sommernachtstraum - Schauspielhaus Zürich, Rezension auf nachtkritik.de, erschienen und abgerufen am 15. März 2026
Preise und Auszeichnungen Sie erhielt 2016 für ihre Regiearbeit Furcht und Ekel. Das Privatleben glücklicher Leute. den NachSpielPreis des Heidelberger Stückemarktes. Ihre Inszenierung Endstation Sehnsucht am Volkstheater Wien war 2019 für den Nestroy-Preis nominiert. 2021 wurde sie mit dem Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler des Landes Nordrhein-Westfalen in der Sparte Darstellende Kunst ausgezeichnet. Ihre Inszenierung Like Lovers Do (Memoirs of Medusa) wurde zum Theatertreffen 2022 eingeladen.
Weblinks Webpräsenz von Pınar Karabulut
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1987 Kategorie:Frau