Der Göttinger Friedenspreis der Göttinger Friedenspreis Stiftung Dr. Roland Röhlhttps://www.goettinger-friedenspreis.de/ ist ein seit 1999 jährlich verliehener Preis zur Förderung der Konflikt- und Friedensforschung.
Geschichte
Die Stiftung wurde von dem Wissenschaftsjournalisten Roland Röhl initiiert, der 1997 an Krebs starb. Verliehen wird der Preis von der „Stiftung Dr. Roland Röhl“, die Röhl testamentarisch verfügt hatte.
Der Preis ist mit einer Geldprämie dotiert, seit 2022 mit 10.000 Euro.
Preisträger 1999: Dieter Senghaas 2000: Gruppe IANUS (Egbert Kankeleit) 2001: Elisabeth Niemann 2002: Hans Küng 2003: Gesellschaft für bedrohte Völker 2004: Benedikt Lindemann 2005: Forum Ziviler Friedensdienst 2006: Internationale Gärten Göttingen und Stiftung Interkultur 2007: Bürgerinitiative Freie Heide 2008: Egon Bahr 2009: Andreas Zumach 2010: Pro Asyl 2011: Ohne Rüstung Leben und Fachgruppe Rüstungsexporte der GKKE 2012: Wilhelm Heitmeyer 2013: Andreas Buro 2014: Institut für Friedenspädagogik Tübingen 2015: Irmela Mensah-Schramm 2016: Rockmusik für Demokratie und Toleranz, Jamel und Freie Theatergruppe „boat people projekt“, Göttingen 2017: Reporter ohne Grenzen und Saiedet Souria 2018: Konstantin Wecker und die Redaktion der Zeitschrift Wissenschaft & Frieden2018 | Konstantin Wecker und die Redaktion der Zeitschrift Wissenschaft & Frieden In: Webseite Göttinger FriedenspreisFriedenspreis Göttingen: Konstantin Wecker und „Wissenschaft und Frieden“ gewinnen In: hna.de, 11. März 2018, abgerufen am 7. Februar 2019. 2019: Verein Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost (Von Rolf-Georg Köhler wurde empfohlen, den Preis zunächst auszusetzenJüdische Allgemeine: Zentralrat der Juden protestiert gegen Ehrung, 14. Februar 2019.) 2020: Verein AMICA, Freiburg 2021: Mechthild Thürmer, Thomas Spies und das Bündnis SeebrückeGöttinger Friedenspreis Würdigt diesmal die Flüchtlingsarbeit, 23. November 2020, abgerufen am 23. November 2020. 2022: Musik für den Frieden – Музыка ради Mира 2023: Hanne-Margret Birckenbach 2024: Angela Kane 2025: Frank von Hippel 2026: Leon Weintraub, zusammen mit der Initiative »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage«
Kontroverse Preisverleihungen Die Juryentscheidung für die Preisträger 2019 wurde öffentlich teils stark kritisiert und auch innerhalb der Stiftung unterschiedlich bewertet. Da die Stiftungsleitung zu der Wahl ihrer Jury stand, nahmen die institutionellen Mitglieder an der Preisverleihungsfeier nicht teil. Die Preisverleihung fand trotzdem statt und erreichte eine für den Preis ungewöhnlich hohe Medienaufmerksamkeit.
Die Preisverleihung 2022 fand am 11. September in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche statt. Wegen der Aussetzung der Preisverleihungsfeier in Göttingen erklärten am 19. Juni 2022 die für die Preisverleihung bestellten Jurymitglieder ihren Rücktritt.
Weblinks Website des Göttinger Friedenspreises
Einzelnachweise
Kategorie:Friedenspreis Kategorie:Auszeichnung (Göttingen) Kategorie:Erstverleihung 1999