mini|Abteikirche Königsmünster (1956) mini|Grab auf dem Melaten-Friedhof (Oktober 2018) mini|St.Stephanus Münster (1963–1965) mini|Mutterhaus der Franziskanerinnen Olpe (1966) mini|St. Alexander Schmallenberg (2004) mini|Maternus-Haus Köln, Rückseite mit Maternus-Saal mini|St. Michael (Lantenbach) mini|Friedenskirche Fort Fusternberg (1958) mini|Christus König Oberhausen-Buschhausen (1962) mini|St. Marien Essen-Karnap (1963) mini|St. Paulus Harsewinkel (1967) mini|St. Michael (Dormagen) 5 mini|St. Franziskus Mainz-Lerchenberg (1982–1984) mini|St. Bonifatius Paderborn (1981) mini|St. Laurentius Düsseldorf-Holthausen (1975–1977) mini|Wohn- und Geschäftshaus Vor Sankt Martin 12 mini|Wohn- und Geschäftshaus Em Hanen (1958–1959) mini|Neumarkt-Passage (1985) Hans Schilling (* 4. April 1921 in Köln; † 19. Februar 2009 ebenda) war ein deutscher Architekt.

Leben Hans Schilling wurde am 4. April 1921 mit seiner Zwillingsschwester Gretel geboren. Seine schulische Laufbahn begann auf der Volksschule in Köln-Nippes. Anschließend besuchte er das Kölner Hansa-Gymnasium und die Mittlere Knabenschule in Köln-Nippes. Der junge Schulabgänger absolvierte eine Bauzeichnerlehre im Büro des Kölner Architekten Karl Band. Nach zwei Jahren Ausbildung konnte er vorzeitig die Lehre beenden und arbeitete anschließend noch eineinhalb Jahre bei seinem Ausbilder.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete Hans Schilling mit seinem Neffen ein Architekturbüro in Paderborn. Doch schon bald zog es ihn nach Köln zurück, und er entwarf viele Projekte in seiner Heimatstadt.

Im Alter von 34 Jahren ließ er sich als freier Architekt nieder. Im Jahr 1980 schloss sich Hans Schilling mit Peter Kulka zusammen. Trotz beruflicher Erfolge trennten sich beide bald wieder und gingen ihre eigenen Wege.

Neben einigen bedeutenden Kirchenbauten gehören auch folgende Kölner Bauten zu seinen Werken: die Handwerkskammer, das Kolpinghaus, der Wiederaufbau des Gürzenich (1952–1955) zusammen mit Karl Band, J. Bernard und Rudolf Schwarz sowie das Maternushaus (1978–1983) mit Peter Kulka, außerdem zahlreiche Geschäfts- und Wohnhäuser und das Fleischhauer-Haus am Hohenzollernring.

Hans Schilling war Mitglied im Bund Deutscher Architekten, im Architektur Forum Rheinland e. V. sowie Ehrenmitglied im Deutschen Werkbund NW e. V. und im Trägerverein des Hauses der Architektur Köln. Der Kölner Architekt und Professor für Architektur an der MSA Münster, Johannes Schilling ist sein Sohn.

Seine Grabstätte befindet sich auf dem Kölner Melaten-Friedhof (Flur 35).

Werk Zu seinen bedeutendsten Kirchenbauten zählen die Abteikirche Königsmünster in Meschede, die Friedenskirche „Zu den Heiligen Engeln“ in Wesel sowie Neu St. Alban in Köln.

Charakteristisch für Schillings Kirchenbauten ist oftmals der Fünfeckgrundriss, bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil mit lang herausgezogenem parabolischen Chorhaus, später ohne. Mit der Parabelform ist der „heilige Wurf“ des berühmten Kirchenbaumeisters Rudolf Schwarz aufgegriffen worden. Viele Kirchen von Hans Schilling zeigen Einflüsse von Le Corbusier und dessen berühmter Wallfahrtskapelle Notre Dame du Haut in Ronchamp, so beispielsweise die kleine Filialkirche „Zur Heiligen Familie“ in Reichshof-Feld mit ihren gekrümmten Außenwänden. Typisch für die Bauwerke von Hans Schilling sind auch die plastischen Aus- und Einbauten (oftmals Taufkapellen, Treppenhäuser, Sakramentskapellen).

Sakralbauten (Auswahl)

1956: Abteikirche der Abtei Königsmünster in Meschede 1966: Mutterhaus der Franziskanerinnen in Olpe Umbau der Dominikanerkirche St. Albert in Walberberg 1958: Friedenskirche zu den Heiligen Engeln in Fusternberg St. Maria Königin in Bergneustadt-Pernze-Wiedenest 1958–1959: Neu St. Alban in Köln-Neustadt-Nord 1956–1957: Kapelle Zur Heiligen Familie in Feld (Reichshof) St. Franziskus in Köln-Bilderstöckchen St. Michael in Lantenbach 1962–1963: St. Marien in Essen-Karnap (abrißgefährdet)WAZ: St.-Marien-Kirche in Karnap: Das Aus kommt womöglich früher 1962: Christus König in Oberhausen-Buschhausen St. Barbara in Katzwinkel (Sieg) St. Michael in Wermelskirchen 1966: St. Peter am See in Meinerzhagen-Hunswinkel 1966: St. Georg in Duisburg-Hamborn 1963–1965: St. Stephanus in Münster St. Martin in Meinerzhagen 1965–1966: St. Markus in Recklinghausen 1967–1969: St. Mariä Namen in Köln-Esch 1970: Heilig Geist in Remscheid-Klausen (2000 abgerissen) remscheid.de 1967–1968: St. Victor in Köln-Vogelsang 1966–1967: St. Paulus in Harsewinkel St. Bartholomäus in Polsum Vom Frieden Christi in Altena-Tiergarten 1970: St. Michael (Dormagen) St. Maximilian Kolbe in Köln-Finkenberg St. Ludgerus in Herten-Scherlebeck 1974–1977: Frieden Christi in Bonn-HeiderhofFrieden Christi 1975–1977: St. Laurentius (Düsseldorf) (nach 2014 profaniert) Hl. Johannes XXIII. (ehemals St. Johannes in der Neuen Stadt) in Köln-Chorweiler 1981: St. Bonifatius in Paderborn 1982–1984: St. Franziskus, Mainz-Lerchenberg (mit Peter Kulka) 1985–1986: St. Marien (Heessen) (mit Peter Kulka) 2004: Neuer Kirchturm der St.-Alexander-Kirche in Schmallenberg

Profanbauten in Köln 1949–1952: Siedlung Volkspark 1951: Wohnhaus van Husen in Köln-Hahnwald 1952–1954: Haus Schilling („Haus in der Stadtmauer“)Haus Schilling – „Haus in der Stadtmauer“. Kölnarchitektur. 1955: Haus Douglas 1955: Haus Flach 1955–1956: Wohnhäuser Wohn- und Geschäftshaus Vor Sankt Martin 12 1958: Häuser Zimmermann 1958: Haus Karl Hugo Schmölz und Walde Huth in Köln-Marienburg 1958: Haus Victor Calles 1957: Rheinpark Restaurant 1958–1959: Haus „Em Hanen“, Alter Markt 24, (mit Hans Spiertz) 1958: Haus Lappe (mit Stefan Wewerka) 1956–1960: Handwerkskammer (westlicher Teil) am Heumarkt 1960–1962: Stadthaus 1960: Ringhof 1965: Geschäftshaus Wittkamp 1965: Haus Stodden 1965: Haus Hirtz 1965–1968: Kolpinghaus 1966–1967: Umbau Fürstenhof 1969: Wohn und Geschäftshaus Paar 1970: Wohnhaus und Pfarrsaal St. Gereon 1978–1983: Maternushaus (mit Peter Kulka) 1985: Neumarkt Passage 1992: Wohnhaus Niehler Straße

Zitat

Literatur

Der Trümmerbaumeister. In: FAZ, 4. April 2001. Andreas Rossmann: Trümmerherr / Der Kirchenbaumeister Hans Schilling ist gestorben. In: FAZ, 26. Februar 2009.

Weblinks

Zum Tod von Hans Schilling von Rainer Schützeichel

Einzelnachweise

Kategorie:Architekt (Nordrhein-Westfalen) Kategorie:Architekt (Köln) Kategorie:Kirchenbaumeister Kategorie:Ehrenmitglied des Deutschen Werkbundes Kategorie:Mitglied des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1921 Kategorie:Gestorben 2009 Kategorie:Mann