Schirokopolje (, ) ist ein verlassener Ort im Rajon Gussew der russischen Oblast Kaliningrad.

Die Ortsstelle befindet sich drei Kilometer südöstlich von Meschduretschje (Kauschen).

Geschichte mini|Die Gemeinde Stimbern auf zwei Messtischblättern von 1936

Stimbern war im 18. Jahrhundert ein Schatulldorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 157. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde für den Ort der Name Groß Stimbern üblich, zur Unterscheidung von einer am Rande des Tzullkinner Forsts (heute Maisko-Krasnopoljanski sakasnik) gelegenen Försterei, die mit Klein Stimbern bezeichnet wurde ().

1874 wurde die Landgemeinde Groß Stimbern dem neu gebildeten Amtsbezirk Stimbern im Kreis Pillkallen zugeordnet.Rolf Jehke, Amtsbezirk Stimbern Das Groß wurde in der Folge allerdings oft auch weggelassen. 1929 wurde die Försterei Klein Stimbern aus dem Gutsbezirk Stimbern, Forst ausgegliedert und an die Landgemeinde Groß Stimbern angeschlossen. 1935 wurde die Landgemeinde Groß Stimbern offiziell (wieder) in Stimbern umbenannt.

1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1947 erhielt er den russischen Namen Schirokopolje (zu deutsch etwa Breites Feld) und wurde gleichzeitig dem neu gebildeten Dorfsowjet Maiski selski Sowet im Rajon Gussew zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Der Ort wurde vor 1975 aus dem Ortsregister gestrichen.In der Административно-территориальное деление Калининградской области 1975 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1975, herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf soldat.ru (rar-Datei) taucht er nicht mehr auf. Ob er nach 1945 überhaupt wiederbesiedelt wurde, ist allerdings unbekannt.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 94 1871 89 In Klein Stimbern zusätzlich 8 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 104 In Klein Stimbern zusätzlich 4 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 71 In Klein Stimbern zusätzlich 5 1910 66 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 48 Mit Klein Stimbern 1939 57

Amtsbezirk Stimbern 1874–1945 Der Amtsbezirk Stimbern wurde 1874 im Kreis Pillkallen eingerichtet. Er bestand zunächst aus zehn Landgemeinden (LG) und drei Gutsbezirken (GB).

Name Änderungsnamevon 1938 Russischer Namenach 1945 Bemerkungen Birkenfelde (LG) Beresino 1928 zur LG Katharinenhof Dubinnen (GB) 1928 zur LG Naujeningken (Groß) Stimbern (LG) Schirokopolje Katharinenhof (GB) seit 1928 LG Klein Pillkallen (LG) Kleinschloßberg Löbtuballen (LG) Löbaugrund Schukowskoje Naujeningken (LG) Nauningen Chutorskoje Papreadupchen (LG) 1909 auf die LGn Löbtuballen, Sassupönen und Smailen aufgeteilt Quetschlauken (LG) 1928 zur LG Katharinenhof Sassupönen (LG) Sassenbach Smailen (LG) Kleinsorge Alexandrowka zunächst auch Smeilen geschrieben Stimbern, Forst (GB) Wurde zunächst auch mit Tzullkinnen, Oberförsterei, Anteil Kreis Pillkallen bezeichnet. Hieß seit 1929 Eichwald, Anteil Kreis Pillkallen. Dazu gehörte die Försterei Klein Stimbern, die 1929 in die LG Groß Stimbern eingemeindet wurde. Stirnlaugken (LG) Stirnen

1935 wurden die Landgemeinden in Gemeinden umbenannt. Im Oktober 1944 umfasste der Amtsbezirk Stimbern noch die acht Gemeinden Katharinenhof, Kleinschloßberg, Löbaugrund, Nauningen, Sassenbach, Smailen, Stimbern und Stirnen und den Gutsbezirk Eichwald, Anteil Kreis Schloßberg (Ostpr.). Die ehemaligen Gemeinden sind alle verlassen.

Kirche Stimbern gehörte zum evangelischen Kirchspiel Mallwischken.

Einzelnachweise und Anmerkungen

Kategorie:Wüstung in der Oblast Kaliningrad