Flavio Cobolli (* 6. Mai 2002 in Florenz) ist ein italienischer Tennisspieler.

Persönliches Flavio Cobolli wird von seinem Vater Stefano Cobolli trainiert, der 2003 Platz 236 der Tennisweltrangliste erreichte.

Karriere Cobolli spielte bis 2020 auf der ITF Junior Tour. Dort konnte er mit Rang 8 seine höchste Notierung in der Jugend-Rangliste erreichen. Sein erstes Junior-Grand-Slam-Turnier spielte er 2019 bei den French Open 2019, als er das Viertelfinale erreichte – das blieb auch sein bestes Abschneiden im Einzel. Im Doppel stand er mit seinem Partner Dominic Stricker beim selben Turnier im Doppel-Finale, das die Paarung in zwei Sätzen verlor. Ein Jahr später trat er mit Stricker abermals an und diesmal gewannen sie das Turnier.

Bei den Profis spielte Cobolli ab 2019. Im ersten Jahr gelang ihm auf der untersten Turnierreihe, der ITF Future Tour im Einzel bereits ein Finaleinzug. Zudem spielte er sein erstes Match auf der ATP Challenger Tour in Rom. In der verkürzten Saison 2020 war er vor allem im Doppel erfolgreich. Bei den Challengers in Todi und Triest, bei denen er nur dank einer Wildcard starten durfte, spielte er sich jeweils ins Halbfinale. Im Einzel gewann er oberhalb von Futures zunächst keine Matches. In der Weltrangliste war er im Einzel in die Top 900 geklettert, während er im Doppel um 1000 Plätze bis auf Rang 525 kletterte.

Im Jahr 2021 gewann Cobolli seinen ersten Future-Titel im Einzel. Beim Challenger in Rom erreichte er das Endspiel, nachdem er zuvor nie weiter als in die zweite Runde gekommen war, ohne einen Satzverlust. Dort verlor er gegen den Argentinier Juan Manuel Cerúndolo in drei Sätzen. Das Finale ließ ihn aber in die Top 450 einziehen. In Parma erhielt Cobolli erstmals eine Wildcard für ein Turnier der ATP Tour und konnte sein Debüt dort mit einem Sieg gegen die Nummer 82 der Welt, Marcos Giron, erfolgreich gestalten. In der zweiten Runde verlor er gegen Jan-Lennard Struff. Bis Jahresende spielte er nur noch Challengers und schied dort sechsmal erst im Viertelfinale, in Murcia und Neapel im Halbfinale sowie in Barletta im Finale aus. Damit schloss er das Jahr auf Platz 205 im Einzel ab. Bei den Next Generation ATP Finals war er dritter Ersatzspieler, kam aber nicht zum Einsatz. Im Doppel gewann er in Murcia zudem seinen ersten Challenger-Titel und stand Ende des Jahres kurz vor dem Einzug in die Top 400. Anfang 2022 spielte er die Qualifikation für die Australian Open, bei der er in der dritten und letzten Runde Tomás Martín Etcheverry unterlag und somit das Hauptfeld verpasste. Erfolg hatte er weiterhin auf der Challenger Tour, wo er in Roseto ein weiteres Halbfinale erreichte. Den ersten Challenger-Titel im Einzel in seinem dritten Finale errang er in Zadar. Mit Platz 147 sprang er so abermals auf sein Karrierehoch, das er in derselben Woche mit Rang 391 ebenfalls im Doppel erreichte.

Erfolge Legende (Anzahl der Siege) Grand Slam ATP Finals ATP Tour Masters 1000 ATP Tour 500 (2) ATP Tour 250 (1) ATP Challenger Tour (4) ATP-Titel nach Belag Hartplatz (1) Sand (2) Rasen (0)

Einzel Turniersiege ATP Tour Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis 1. 6. April 2025 Sand 6:4, 6:4 2. 24. Mai 2025 Sand 6:2, 6:4 3. 1. März 2026 Hartplatz 7:64, 6:4

Challenger Tour Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis 1. 27. März 2022 Sand 6:4, 6:2 2. 8. Oktober 2023 Sand 7:5, 7:5

Finalteilnahmen Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis 1. 4. August 2024 Hartplatz 6:4, 2:6, 0:6 2. 19. April 2026 Sand 2:6, 5:7 3. 7. Juni 2026 Sand 1:6, 6:4, 4:6, 7:65, 1:6

Doppel Turniersiege Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis 1. 2. Oktober 2021 Sand 6:3, 7:64 2. 8. April 2023 Sand 1:6, 7:5, [10:6]

Mixed Finalteilnahmen Nr. Datum Turnier Belag Partnerin Finalgegner Ergebnis 1. 28. August 2026 Hartplatz 3:6, 6:1, [6:10]

Leistungsbilanz

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Davis-Cup-Spieler (Italien) Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 2002 Kategorie:Mann