Die Hopfner HS 10, auch Hirtenberg HS 10, war ein österreichisches Sport- und Reiseflugzeug.
Geschichte Sie wurde von Árpád Lampich aus dem zweisitzigen Schulflugzeug HS 9 entwickelt, war im Gegensatz zu diesem aber mit einer geschlossenen Kabine für die Beförderung von Fluggästen ausgestattet. Der Erstflug erfolgte in der zweiten Jahreshälfte 1932. Es wurden vier Exemplare mit den Luftfahrzeugkennzeichen A–130 (OE–DGL), A–131, A–132 (OE–DIS) und A–143 gebaut, die unterschiedlich motorisiert waren und als HS 10/32 oder HS 10/33 bzw. HS 10/35 bezeichnet wurden. Die A–143 (HS 10/33) wurde 1935 vom Bundesheer übernommen und flog dort als OE–TKO.Reinhard Keimel: Luftfahrzeugbau in Österreich. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Aviatic, Oberhaching 2003, ISBN 3-925505-78-4, S. 210.
Konstruktion Die HS 10 war ein abgestrebter Schulterdecker in Gemischtbauweise mit einem Rumpfgerüst aus stoffbespannten, verschweißten Stahlrohren, rechteckigem Querschnitt und in eine senkrechte Schneide auslaufend. Die Tragflächen waren in zweiholmiger Holzbauweise mit Innenverspannung und Stoffbespannung ausgeführt und durch Anschlüsse mit dem Rumpf verbunden. In ihnen befanden sich zwei Kraftstoffbehälter mit je 85 l Inhalt. An der Hinterkante waren Spaltquerruder über die gesamte Spannweite angebracht. Das Leitwerk bestand aus der zum Rumpf hin abgestützten hölzernen Höhenflosse sowie der Seitenflosse und den Rudern aus Stahlrohr mit Stoffbespannung. Das Fahrwerk war starr ohne durchgehende Achse mit Öl-Luft-Federstielen und druckgummigefederten Hecksporn ausgeführt. Im Winter war der Anbau von Skiern statt der aerodynamisch verkleideten Haupträder möglich.
Technische Daten mini|HS 10/32 mit Sh-14A-Motor mini|HS 10/33 mit Skifahrwerk
Kenngröße Daten (HS 10/32) Besatzung 1 Passagiere 1 Spannweite 11,0 m Länge 8,0 m Höhe 2,4 m Flügelfläche 18,0 m² Flügelstreckung 6,7 Flächenbelastung 55,6 kg/m² Leistungsbelastung 6,7 kg/PS Flächenleistung 8,3 PS/m² Rüstmasse 640 kg Startmasse 1000 kg Antrieb ein luftgekühlter 7-Zylinder-Sternmotor Typ Siemens Sh 14A StartleistungNennleistung Kraftstoffvolumen 170 l Höchstgeschwindigkeit 190 km/h Reisegeschwindigkeit 175 km/h Landegeschwindigkeit 80 km/h Steigzeit 6,0 min auf 1000 m Höhe Gipfelhöhe 4500 m Reichweite 840 km
Literatur Richard Schulz, G.W. Feuchter, Werner von Langsdorff: Handbuch der Luftfahrt. Jahrgang 1936. J.F. Lehmann, München 1936, S. 340. Reinhard Keimel: Luftfahrzeugbau in Österreich. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Aviatic, Oberhaching 2003, ISBN 3-925505-78-4, S. 210.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Einmotoriges Flugzeug mit Kolbenmotor Kategorie:Ziviler Flugzeugtyp Kategorie:Erstflug 1932