Indiana Jones and His Desktop Adventures ist ein 1996 von LucasArts veröffentlichtes Computerspiel für den PC und den Macintosh. Das Adventure ist eine Kollektion von Minispielen rund um die Abenteuer des berühmten, fiktiven US-Archäologen Indiana Jones.

Ein Jahr später veröffentlichte LucasArts mit Star Wars: Yoda Stories ein ähnliches Spiel für Microsoft-Windows-PCs und den Game Boy Color.Ian Dransfield: 5 terrible Star Wars games from the Dark Side of the Force, digitalspy.com vom 16. November 2015 (abgerufen am 2. April 2022). Beide Titel, die laut ihrem Macher Hal Barwood als Vorläufer von Casual Games gelten, bilden die Desktop-Adventures-Serie von LucasArts.

Handlung Das Spiel beginnt in einem kleinen Dorf in Mexiko. Nach der Absolvierung des ersten Minispiels schließen sich weitere zufällig generierte Spiele, die ebenso in Mittelamerika spielen an. Als spielübergreifender Handlungsbogen dient die Suche nach einer goldenen Gottheit.Andreas Link: Indiana Jones – die frühen Jahre (3), PC Games Hardware vom 6. August 2009 (abgerufen am 29. März 2022). Die Figur am Ende des Spiels ähnelt der Star-Wars-Figur C-3PO.

Spielprinzip und Technik Das Spiel ließ sich mit Maus und Tastatur spielen. Mit der linken Maustaste beispielsweise sammelte man Objekte ein und mit der rechten nutzte Indy seine Waffen. Mit der Shift-Taste konnte man Objekte ziehen. Ein Kreis zeigte die Lebensenergie an. Das Spiel selbst läuft als Fensteranwendung auf der Desktop-Umgebung. Ein Zufallsgenerator erzeugt bei jedem Spielstart eine neue Spielwelt aus vordefinierten Elementen. Gesteuert werden die Spielfiguren aus der Vogelperspektive.

Entwicklung Ursprünglich war geplant, die Handlung in einer postapokalyptischen Zukunft spielen zu lassen. Auf Druck der Marketingabteilung von LucasArts wurde das Spiel umkonzipiert und zum Indy-Lizenztitel. Es war als Konkurrenz für Solitaire gedacht.Carl Wilson: “We’ll always have Iceland, Indy”: Indiana Jones and His Adventures in Video Games, in: Randy Laist (Hrsg.): Excavating Indiana Jones – Essays on the Films and Franchise, Jefferson (NC): McFarland & Company, S. 178–191 (hier: S. 184). .

Veröffentlichung Funsoft vertrieb das Spiel in Deutschland. Es gab eine deutsche Sprachfassung.

Rezeption

Die Zeitschrift PC Joker urteilte, dass das Spiel „auf unterstem Shareware-Niveau“ sei.Indiana Jones – Jäger des verlorenen Spielwitzes, in: PC Joker 07–08/1996, S. 88. jokerarchiv.spokintosh.org Heinrich Lenhardt schrieb in der PC Player, dass das Spiel „ein billiger Hack-Verschnitt sei“ und „kein Vergleich mit der hervorragenden Spielbarkeit von Nintendos Zelda-Reihe“ besitze. In der PC Games hieß es, dass Indiana Jones and His Desktop Adventures „ordentlich schlecht“ sei.Felix Schütz: Indiana Jones and the Fate of Atlantis wird 25 Jahre alt: Warum der LucasArts-Klassiker selbst heute noch ein Hit ist – Retro-Special!, pcgames.de vom 5. Juni 2017 (abgerufen am 29. März 2022). Gamezone schrieb im Jahr 2012, dass das Spiel „nicht gelungen“ sei., gamezone.de vom 31. Dezember 2012 (abgerufen am 28. März 2022). Das Spiel verkaufte sich in den USA nicht gut.

Retrospektiv sah Entwickler Hal Barwood das Spiel als Casual Game an und meinte, dass es solche Spiele damals noch nicht gab. Weil „das Feld noch nicht bestellt war“, gab es damals auch großen Widerstand innerhalb von LucasArts.Dennis Pellegrom: Hal Barwood, starwarsinterviews.com vom August 2010 (abgerufen am 2. April 2022).

Einzelnachweise

Weblinks

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