mini|Dorfkirche Görlsdorf (2015). mini|Ostwand des Altarraumes (2013). Die Dorfkirche Görlsdorf ist das Kirchengebäude im Ortsteil Görlsdorf der Stadt Luckau im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg. Es gehört der Kirchengemeinde Frankendorf-Görlsdorf im Pfarrsprengel Görlsdorf des Kirchenkreises Niederlausitz der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Das Gebäude ist als Baudenkmal in der Denkmalliste des Landes Brandenburg erfasst.
Architektur und Geschichte Der Kern der Dorfkirche Görlsdorf wurde im 14. Jahrhundert errichtet. In den Jahren 1782 und 1783 wurde der Altarraum nach Osten erweitert, der Anbau weist eine geringere Wandstärke als das Kirchenschiff auf. Um 1891 wurden im Norden und Süden querhausartige Logen angebaut, die der Kirche einen kreuzförmigen Grundriss geben. Der Dachturm wurde 1932 auf dem westlichen Teil des Langhauses aufgesetzt und hat eine Schweifhaube und einen Spitzhelm. Im Jahr 1997 wurde die Kirche saniert und der Turm neu verbrettert.Siehe Literatur: Georg Dehio-Nachfolge/Dehio-Vereinigung e.V. (Hrsg.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Brandenburg. 2. Auflage, Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2012, ISBN 978-3-422-03123-4, S. 387.
mini|Spitzbogenportal in der Westwand (2015). Mit zwei Epitaphe. Die Kirche ist ein einfacher Saalbau aus Feldsteinmauerwerk.Dorfkirche Görlsdorf bei Luckau. Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg, Abruf am 19. März 2022. Sie wurde ursprünglich im gotischen Stil errichtet und verfügt über eine spätklassizistische Putzgliederung mit seitlichen Lisenen und Gesimsen. An der Westwand ist das gotische Eingangsportal erhalten, der heutige Haupteingang erfolgt über die südliche Vorhalle. Die sonstigen Öffnungen sind korbbogig mit hervorgehobenen Gewänden und Schlusssteinen. Der Innenraum hat eine flache Putzdecke und eine gekürzte Hufeisenempore.Kirche Görlsdorf., In: Pfarramt Langengrassau, Abruf am 19. März 2022.
Ausstattung In der Dorfkirche Görlsdorf steht ein Kanzelaltar aus dem Jahr 1785 mit einer steilen Ädikula mit Strahlensonne, neben dem Altar befindet sich ein Pfarrstuhl. Das Taufbecken aus der Zeit um 1900 ist mit Schnitzornamenten versehen. An den Wänden befinden sich Epitaphe aus Sandstein für den mehrfachen Gutsbesitzer,Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel. 1914. Jahrgang 15, Justus Perthes, Gotha 1913, S. 783 f., Abruf am 2. September 2026. Kirchenpatron und Oberst der Leibgarde Hans Adam von Stammer (* 1677; † 1753) und dessen Ehefrau Johanna Eleonora Sophia von Pflugk († 1755) als Vitentafeln mit Rokokorahmen und Ovalgemälden der Verstorbenen. Neben dem Spitzbogenportal an der Außenwand hängen zwei figürliche Kindergrabsteine aus dem 17. Jahrhundert, diese sind stark beschädigt.
Das Geläut wurde 1933 und 1956 bei der Firma Franz Schilling & Söhne in Apolda gegossen. Die Orgel aus dem Jahr 1683 hat einen neugotischen Prospekt; sie ist sanierungsbedürftig und nicht spielbar.
Literatur Gerhard Vinken, Barbara Rimpel, u. v. a.: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Brandenburg. 2. Auflage, Hrsg. Georg-Dehio-Nachfolge/Dehio-Vereinigung e.V. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2012, ISBN 978-3-422-03123-4, S. 387. Wilhelm Jung, Willy Spatz: Die Kunstdenkmäler des Kreises Luckau. In: Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg. Band 5, Teil 1, Schriftleitung: Theodor Goecke, Hrsg. Brandenburgischer Provinzialverband, Vossische Buchhandlung, Berlin 1917, S. 223.
Weblinks
Förderkreis Alte Kirchen der Luckauer Niederlausitz e.V./Annegret Gehrmann-Langengrassau/Heideblick: Epitaph d. Eheleute v. Stammer
Einzelnachweise
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