Gustav Johannes Herbert Lehmann (* 26. Mai 1890 in Plauen bei DresdenStadtarchiv Dresden, Standesamt Plauen (70), Geburtenregister 1890, Nr. 134.; † 16. September 1945 in BautzenDatenbank Speziallager Bautzen 1945–1956) war ein deutscher Maler.

Leben und Werk Lehmann studierte von 1910 bis 1914 bei Eugen Bracht und Oskar Zwintscher an der Kunstakademie Dresden. 1914 unternahm er eine Reise nach Italien. Danach arbeitete er, unterbrochen durch die Teilnahme am Ersten Weltkrieg, als freier Künstler in Dresden. Dort hatte er von 1939 bis 1945 ein Atelier im Künstlerhaus Dresden-Loschwitz, Pillnitzer Landstraße 59.u. a. Adressbuch Dresden etc. 1943/1944

In der Zeit des Nationalsozialismus war Lehmann u. a. Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste und ab 1940 des Deutschen Künstlerverbands Dresden. Für den Zeitraum 1933 bis 1943 ist die Beteiligung an acht Ausstellungen belegt, darunter 1942 die Große Deutsche Kunstausstellung in München, 1941 und 1943 die Große Dresdner Kunstausstellung und 1943 die Kunstausstellung Gau Sachsen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Lehmann 1945, offenbar wegen seiner Nähe zum Nazi-Regime, in das Speziallager Bautzen der Sowjetischen Militäradministration verbracht, wo er unter unbekannten Umständen zu Tode kam.

Werke (Auswahl)

Bauern beim Kartenspiel (vor 1930, Öl) Königskerzen (Zeichnung; 1942 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung)

Weitere Ausstellungen

1916: Dresden, Galerie Ernst Arnold („Zweite Ausstellung Dresdner Künstler die im Heeresdienst stehen“) 1924 und 1926: Berlin, Große Berliner Kunstausstellung 1930: Dresden, Brühlsche Terrasse („Dresdner Kunst 1930“)

Literatur

Künstler am Dresdner Elbhang. 2. Band, Elbhang-Kurier Verlag; Dresden, 2007, S. 269.

Weblinks https://kunsthandel-koskull.de/kunst-1900-1945/herbert-lehmann/

Einzelnachweise

Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1890 Kategorie:Gestorben 1945 Kategorie:Mann Kategorie:Maler (Deutschland)