Hinterwildalpen ist ein Ort in der Gemeinde Wildalpen im Bezirk Liezen in der Steiermark.
Geographie mini|links|Das Becken von Hinterwildalpen von Süden. Im Mittelgrund Großer und Kleiner Torstein, dahinter verläuft die Salza, ganz hinten das Hochkar. Der Ort liegt auf etwa in einem Becken im nördlichen Teil der Hochschwabgruppe, das im Norden durch einen West-Ost verlaufenden Geländerücken (Gipfel u. a. Eibl, ; Ameismauer, ; Hochschlag, ; Hegenstein, ) vom Tal der Salza getrennt wird. Südlich parallel zu diesem Rücken fließt der Hinterwildalpenbach, der das Becken nach Osten zur Salza entwässert. Eine parallel zu diesem Bach laufende, circa 6 Kilometer lange Straße durch die Schreiereng verbindet Hinterwildalpen mit dem Hauptort Wildalpen. Diese Straße bildet die einzige automobiltaugliche Anbindung der Ortschaft. Historisch bedeutend waren Saumpfade bzw. Altstraßen nach Süden (über die Eisenerzer Höhe, s. u. Geschichte) und Westen (über die Goss Richtung Gams bei Hieflau), die auch die Almen der Gegegend erschlossen.
Die höchsten Gipfel im Bergpanorama südlich der Ortschaft sind der Geiger () im Südwesten und der Grasberg () im Süden.
Geschichte
Hinterwildalpen war ein Talort der in den 1550er-Jahren aufwändig ausgebauten Straße über die Eisenerzer Höhe. Grund für den Bau war die Versorgung der Knappen und Gewerke rund um den Erzberg mit Holzkohle und landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Der in frühen Berichten über die Straße auftauchende Ortsname Wildalben dürfte Hinterwildalpen bezeichnen, die heutige Ortschaft Wildalpen wird erst um 1590 in schriftlichen Nennungen fassbar.
Nachbarorte
Kultur und öffentliche Einrichtungen mini|Innenraum der Allerheiligenkirche Die kleine Allerheiligenkirche (manchmal auch Allerheiligenkapelle) steht etwas erhöht im Westen der Ortschaft. Sie ersetzte eine hölzerne, den Aposteln Petrus und Paulus geweihte Kapelle, der zugehörige Friedhof wurde aufgelassen. Der heutige, von Josef Lackner geplante, nach Südwesten ausgerichtete Bau mit markantem Glasfenster über dem Altar wurde 1970 geweiht. Zu seiner Ausstattung gehören Hinterglasmalereien aus dem Stift Schlierbach sowie seitlich angeordnete Kreuzwegbilder. Das Kirchlein steht unter Denkmalschutz. Unter Denkmalschutz stehen auch das kleine Bauernhaus mit der Adresse Hinterwildalpen 65 und das alte Elektrizitätswerk in der Schreiereng, siehe auch Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wildalpen. Waldbad: Von Mitte Juni bis Mitte September bei freiem Eintritt benützbares Freibad. Freiwillige Feuerwehr Hinterwildalpen: Die Ortsfeuerwehr verfügt über ein eigenes Rüsthaus und etwa 20 aktive Kameraden. Das Gasthaus zum Krug und einige weitere private Anbieter vermieten Zimmer an Touristen.
Literatur
Weblinks
Hinterwildalpen und Umgebung in der Verwaltungsgrundkarte via basemap.at (Permalink)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Bezirk Liezen Kategorie:Geographie (Wildalpen)