mini|St. Maria Magdalena (Althausen) mini|St. Maria Magdalena, Blick auf den Chor Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Maria Magdalena steht im Gemeindeteil Althausen der Stadt Bad Königshofen im Grabfeld im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld, Bayern. Das Turmuntergeschoss des denkmalgeschützten Bauwerks entstand im 14. Jahrhundert. Die Pfarrei gehört zur Pfarreiengemeinschaft Grabfeldbrücke in Bad Königshofen im Grabfeld im Dekanat Bad Neustadt des Bistums Würzburg; Kirchenpatronin ist Maria Magdalena.

Baugeschichte Der Chorturm aus dem 14. Jahrhundert wurde 1611 aufgestockt und mit einem schiefergedeckten Knickhelm versehen, der nahe seiner quadratischen Basis nur flach ansteigt und zur oktogonalen Spitze hin umso steiler verläuft. Das oberste Geschoss beherbergt die Turmuhr und – hinter den Klangarkaden – den Glockenstuhl mit seinen drei Kirchenglocken. 1693–1708 wurde an den Chorturm das mit einem Satteldach bedeckte Langhaus angebaut und in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts westwärts verlängert.

Innenausstattung Überblick Der Hauptaltar, die beiden Nebenaltäre und die Kanzel stammen aus der Zeit des Barock, ebenso die an den Wänden postierten Skulpturen, das Kirchengestühl und die malerische Ausgestaltung des Innenraums. Der fränkische Maler Johann Peter Herrlein schuf das Bildnis Maria Magdalenas, der Schutzpatronin der Kirche, das in einer mit Rocaillen reich dekorierten Kartusche oberhalb des Triumphbogens zu sehen ist, den gerafften, mit Hermelin gefütterten Ehrenvorhang um den Triumphbogen und das Altarblatt des Hochaltars mit einer Darstellung des letzten Abendmahls.

Kanzel Die Kanzel aus Stuckmarmor ist mit vergoldeten Girlanden, Medaillons und Putten mit den Symbolen der drei Christlichen Tugenden dekoriert: Glaube (Kelch), Hoffnung (Anker) und Liebe (Herz). Weitere Putten sitzen auf dem Schalldeckel, und die Figur des Christus als Guter Hirte trägt ein Lamm auf den Schultern.

Deckengemälde Das Deckenfresko, eine Verherrlichung der Ecclesia, stammt ebenfalls von Johann Peter Herrlein und entstand in Zusammenarbeit mit dem Stuckateur Nicolaus Ebner, der die Stuckkartusche geschaffen hat. Das Gemälde, das zu den sogenannten Erdteil-Allegorien Herrleins zählt,Marion Romberg: Johann Peter Herrlein, in: Wolfgang Schmale (Projektleitung): Erdteilallegorien im Barockzeitalter, Wien, abgerufen am 18. Februar 2022 weist am unteren Rand die Signatur Io: Pet: Herrlein auf. In den Ecken der Decke sind die vier Kirchenväter Ambrosius von Mailand, Augustinus von Hippo, Hieronymus und Gregor der Große dargestellt. Putten spielen mit den typischen Attributen der Heiligen, darunter Löwe und Bienenkorb, Tiara, Kardinalshut und Bischofsstab.

Literatur

Roswitha Altrichter, Annette Faber, Reinhold Albert, Hanns Friedrich, Stefan Kritzer: Kirchen im Landkreis Rhön-Grabfeld, 1. Auflage: 1. Oktober 2010, ISBN 978-3-939959-06-9, S. 23f.

Einzelnachweise

Weblinks

, Aktennummer D-6-73-141-84 Pfarrei St. Maria Magdalena Althausen St. Maria Magdalena Althausen Erdteilallegorien, Datenbank der Universität Wien, abgerufen am 18. Februar 2022

Kategorie:Kirchengebäude in Bad Königshofen im Grabfeld Maria Magdalena Kategorie:Pfarrkirche des Bistums Würzburg Kategorie:Maria-Magdalena-Kirche Kategorie:Saalkirche in Bayern Kategorie:Chorturmkirche Kategorie:Erbaut in den 1690er Jahren Kategorie:Kirchengebäude in Europa