Alfred Bamberger (* 10. Juni 1957 in Wintershof, heute Eichstätt) ist ein deutscher Politiker (AfD). Er war von 2022 bis 2026 Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg.
Ausbildung und Beruf Bamberger ist Reserveoffizier der Bundeswehr. Nach einem Studium an der TU München erlangte er einen Abschluss als Dipl.-Informatiker. Er arbeitete drei Jahre lang als Hardwareentwickler in München, anschließend in verschiedenen Funktionen im Bereich der Softwareentwicklung, zuletzt als selbständiger Softwareentwickler.
Politik Bamberger trat 2013 in die AfD ein und wurde deren erster Kreissprecher im Enzkreis. Er gehörte 2015 zu den Unterzeichnern der „Erfurter Resolution“, dem Gründungsmanifest des rechtsextremen Flügels innerhalb der AfD. Seit 2019 ist er Mitglied des Gemeinderats der Stadt Pforzheim. Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2021 kandidierte er als Ersatzbewerber von Bernd Grimmer im Landtagswahlkreis Pforzheim. Nach dessen Tod rückte er am 5. Januar 2022 für ihn in den Landtag nach. Bei der Landtagswahl 2026 kandidierte Bamberger nicht erneut.
Kontroversen Bamberger löste im Jahr 2015 einen Skandal durch ein Posting auf der Internetplattform Facebook aus. Mit Blick auf die Flüchtlingskrise in Deutschland 2015/2016 schrieb er:
Der Post löste allgemeines Entsetzen aus. Der Fraktionschef von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag von Baden-Württemberg Andreas Schwarz äußerte hierzu, wer „zynische Witze auf brennende Flüchtlingsheime“ mache, habe „im Landtag nichts verloren“. Einem „Botschafter von Gewalt, Rassismus und Hetze“ müsse die AfD-Fraktion die Mitgliedschaft verweigern. Auch die Fraktionschefs von CDU, SPD und FDP/DVP schlossen sich der Forderung an die AfD an, Bamberger nicht in die Fraktion aufzunehmen.
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