Carl Franz Forbriger (* 13. August 1810 in Reichenbach im Vogtland; † 21. Februar 1887 ebendaErzgebirgischer Volksfreund mit Schwarzenberger Tageblatt vom 25. Februar 1887, S. 4.) war ein deutscher Lehrer, Kantor und Autor. Bekannt wurde er vor allem durch seine beiden frühen Reiseführer durch das sächsische, böhmischeOttův slovník naučný. Illustrovaná encyklopædie obecných [...]. 1902, S. 883., bayerische und thüringische Vogtland unter besonderer Berücksichtigung seiner neuentstandenen Eisenbahnlinien, die zur Hebung des Tourismus in dieser Grenzregion beitrugen.

Leben und Wirken Er war der Sohn von Carl Friedrich Forbriger aus Reichenbach. Nach dem Schulbesuch und einer pädagogischen Ausbildung wurde Forbriger 1836 Substitut des Kirchschullehrers in Neumark (Vogtland). Im darauffolgenden Jahr 1837 übernahm er das Amt des Kirchschullehrers und Kantors in Neumark hauptamtlich. Seine ersten poetischen Versuche gab Forbriger 1856 in Druck, ihm folgten einige weitere Werke, von denen seine 1864 erstmals erschienene historisch-topographisch-statistische Skizze vom Vogtland nachhaltige Bedeutung erlangte und 1887 in 2., durchgesehener und von seinem Sohn Bruno Forbriger (1847–1895) vermehrten Auflage als Wegweiser. Das Vogtland in größerer Auflage und vorwiegend für Eisenbahnreisende erschien.Leipziger Tageblatt und Anzeiger. Amtsblatt des Königlichen Amts- und Landgerichtes Leipzig und des Rathes und Polizeiamtes der Stadt Leipzig vom 8. Mai 1887, S. 28.

Forbriger war außerdem Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisvereins Reichenbach i. V. in Neumark mit rund 70 Mitgliedern.

1856 starb seine Ehefrau, so dass er seine sechs unmündigen Kindern allein versorgen musste. 1865 heiratete er erneut.

Mindestens ab 1869 war er auch Hauptgeschworener im Gerichtsbezirk Zwickau des Schwurgerichtshofs Zwickau.Beilage zu Nr. 123 des Erzgebirgischen Volksfreundes vom 1. Juni 1869. Nach seiner Emeritierung zog er von Neumark in seinen Geburtsort Reichenbach zurück, wo er 1887 starb.

Ehrungen

Der König von Sachsen verlieh ihm für seine Verdienste um die Förderung des Tourismus im Vogtland im Mai 1874 die Goldene Medaille vom Albrechtsorden.Dresdner Journal vom 19. Mai 1874, S. 1.

Publikationen Feldblumen. Poetische Versuche in Ernst und Scherz. Selbstverlag, Zwickau, 1856. Das Voigtland. Eine historisch-topographisch-statistische Skizze. Reichenbach, 1864 (Digitalisat). (Mitautor): Gelegenheitsgedichte für Schule und Haus, Langensalza, 1873. Wegweiser. Das Vogtland. Eine historisch-topographische Skizze mit einer Karte und Profilzeichnungen unter besonderer Berücksichtigung seiner Eisenbahnen. [2. Aufl.] Haun & Sohn, Reichenbach (Digitalisat).

Literatur Wilhelm Haan: Kirchlich-statistisches Handbuch für das Königreich Sachsen. 1845, S. 230. Ramming's Kirchlich-statistisches Handbuch für das Königreich Sachsen. 1859, S. 231. Handbuch der Kirchen-Statistik für das Königreich Sachsen. 1868, S. 261.

Elisabeth Friedrichs: Literarische Lokalgrössen 1700–1900. Verzeichnis der in lokalen Lexika und Sammelwerken aufgeführten Schriftsteller. 1967, S. 92. Wilhelm Kosch: Deutsches Literatur-Lexikon, Bd. 10, 1968, S. 345. De Gruyter Allgemeines Künstlerlexikon. 2006, S. 63.

Weblinks Eintrag von Franz Forbriger im Kalliope-Verbund Eintrag von Franz Forbriger beim Goethe-Schiller-Archiv in Weimar

Einzelnachweise

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