mini|Dezső Garas, 1961 Dezső Garas [] (* 9. Dezember 1934 in Budapest als Dezső Grósz; † 30. Dezember 2011 ebenda) war ein ungarischer Schauspieler. Er wirkte in über 145 Filmen mit und war einer der bekanntesten Schauspieler seines Landes.

Leben miniatur|Gedenktafel an seinem Geburtshaus Garas wurde als Kind eines jüdischen Vaters im VII. Budapester Bezirk (Elisabethstadt) geboren. Im Zweiten Weltkrieg musste er sich aufgrund seiner Herkunft verstecken, wurde aber getauft und trat zum Christentum über. Im Alter von zehn Jahren überlebte er nur knapp eine Operation seiner Struma, bei der wegen Sauerstoffmangels ein Luftröhrenschnitt durchgeführt werden musste. Da in der Eile auch ein Stimmband verletzt wurde, veränderte sich seine Stimme etwas. Dies wurde später zu seinem Markenzeichen.

Von 1953 bis 1957 besuchte er die Theater- und Schauspielschule in Budapest. Er wirkte zunächst am Nationaltheater und später am Madách-Theater (1965–1976). Von 1976 bis 1980 arbeitete er bei den Mafilm-Studios, und danach wieder für zehn Jahre am Nationaltheater. 1995 wurde ihm der Verdienstorden der Republik Ungarn verliehen.

Garas starb nach einer langen Nierenerkrankung in Budapest. Er ist auf dem Farkasréti temető beerdigt.

Filmografie (Auswahl)

1961: Zwei Halbzeiten in der Hölle 1962: Die lieben Mitmenschen 1974: Jakob der Lügner 1976: Erinnerungen an Herkulesbad 1978: Anton der Zauberer 1979: Der Falke mit den goldenen Flügeln 1983: Automärchen 1989: Eh’ die Fledermaus ihren Flug beendet 2002: Im Schatten der Brücke

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Ehrenbürger von Budapest Kategorie:Träger des Verdienstordens der Republik Ungarn (Komtur) Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden Kategorie:Ungar Kategorie:Geboren 1934 Kategorie:Gestorben 2011 Kategorie:Mann