mini|Villa Nora, 2019, Ansicht von der Kortumstraße Die Villa Nora ist eine ehemalige Unternehmervilla an der Kortumstraße 156 im Stadtparkviertel in Bochum.Baukunst NRW: Villa Nora. Sie wurde 1897 bis 1899 für Heinrich Koehler, Generaldirektor der westfälischen Stahlwerke, errichtet. Den Namen erhielt sie durch den Kosenamen von Koehlers Frau Amélie. Heute befindet sich die Villa im Besitz einer Stiftung der Sparkasse Bochum und wird unter anderem für das gegenüberliegende Kunstmuseum Bochum genutzt.

Das repräsentative Etagenwohnhaus im neogotischen Stil mit einer asymmetrischen Straßenfassade mit zweigeschossigem Erker, dessen oberer Teil in Holz ausgeführt ist, und einem übergiebelten Seitenrisalit verfügte über circa 40 Zimmer, einen Herrschafts- und einen getrennten Dienstboteneingang. Die bogenförmige Dachkonstruktion hat einen kleineren Giebel über einer offenen Loggia.

Seit 1989 steht die Villa unter Denkmalschutz. Die komplex gestaltete Villa wird dort wie folgt beschrieben:

Vor dem Beginn des Ersten Weltkriegs übernahm Hans Balcke die Villa, Gründer der nach ihm benannten MAG Balke. Im Mai 1926 konnte hier die Städtische Gemäldegalerie, der Vorläufer des Kunstmuseums Bochum, durch Anmietung im Mai 1926 in die Villa Nora, Kaiser-Wilhelm-Straße 24, schräg gegenüber der heutigen Museumsvilla, einziehen. Hier fand auch der Kunstverein, zur Unterstützung der Gemäldegalerie gegründet, seine Unterkunft.Verwaltungsbericht der Stadt Bochum 1925 und 1926, S. 152. Die Galerie blieb hier bis zu starker Zerstörung im Zweiten Weltkrieg.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erwarb die Stadt die Villa und nutzte sie für verschiedene Zwecke u. a. als Verwaltungsgebäude für die Stadtwerke Bochum, als Schulräume für die benachbarte Goethe-Schule und für die Fachhochschule Bochum. 2006 erwarb dann die Stiftung der Sparkasse Bochum zur Förderung von Kultur und Wissenschaft das Gebäude und ließ ab 2008 durch die Architekten Kemper-Steiner & Partner eine umfassende Sanierung und Renovierungen durchführen.Sparkasse Bochum: Villa Nora am Stadtpark Auf der Rückseite entstand ein neuer quaderförmiger Eingang aus einer Stahl- und Glaskonstruktion. Heute beherbergt die Villa im ersten Stock die Verwaltung des Kunstmuseum Bochum und im Erdgeschoss repräsentative Räume der Stiftung.

Weblinks Architektur Bildarchiv: Villa Nora, Stadtparkviertel Bochum Beschreibung dieses Ortes als Teil der Route der Industriekultur in

Einzelnachweise

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