Korobowo (, ) ist ein aufgegebener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.

Es sind dort noch einige Gebäude vorhanden (Stand 2021), etwaige Bewohner sind vermutlich dem zwei Kilometer südwestlich gelegenen Ort Sorokino (Groß Skaiskirren/Großschirren) zuzuordnen.

Geschichte Kar(r)ohnen war im 18. Jahrhundert ein königliches Dorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 65. Im Jahr 1874 wurde die Landgemeinde Karohnen dem neu gebildeten Amtsbezirk Rautenberg im Kreis Ragnit zugeordnet.Rolf Jehke, Amtsbezirk Rautenberg 1928, inzwischen im Kreis Tilsit-Ragnit, wurde der Gutsbezirk Groß Skaisgirren an die Landgemeinde Karohnen angeschlossen.

In Folge des Zweiten Weltkrieges kam der Ort mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1947 bekam das ursprüngliche Karohnen den russischen Namen Korobowo und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Tolstowski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte des Gebiets Kaliningrad" vom 17. November 1947) Später gelangte der Ort in den Wesnowski selski Sowet. Auf einer Karte von 1984 wurde Korobowo als unbewohnt bezeichnetSowjetische Topographische Karte 100k--n34-045 und vor 1988 aus dem Ortsregister gestrichen.In der Административно-территориальное деление Калининградской области 1989 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1989 (mit Stand von 1988), herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf soldat.ru (rar-Datei) taucht er nicht mehr auf.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 43 1871 64 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 79 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 72 1910 77 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 161 Mit dem eingemeindeten Groß Skaisgirren 1939 175

Kirche Karohnen gehörte zum evangelischen Kirchspiel Rautenberg.

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk