Wiesenfeld, bis 1929 Eszerninken und Kummutschen, ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.
Geographische Lage Wiesenfeld bestand aus zwei Ortsteilen. Der Ortsteil Kummutschen/Kummenhof lag direkt an der Inster an deren Nordufer. Die Ortsstelle ist vom fünf Kilometer östlich gelegenen Tolstowo (Löbegallen/Löbenau) zu erreichen. Eszerninken/Eschingen lag zwei Kilometer nordwestlich, drei Kilometer östlich von Kaschtanowka (Eigarren/Kernhall), das schon zum Rajon Neman gehört.
Geschichte Eszerninken
Eszernin(g)ken war im 18. Jahrhundert ein Erbfreidorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 35. Im Jahr 1874 wurde die Landgemeinde Landgemeinde dem neu gebildeten Amtsbezirk Waszeningken im Kreis Ragnit zugeordnet.Rolf Jehke, Amtsbezirk Waschingen 1929 wurde sie mit der Landgemeinde Kummutschen zur neuen Landgemeinde Wiesenfeld zusammengelegt.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 35 1871 38 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 33 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 51 1910 48
Kummutschen
Kum(m)utschen war im 18. Jahrhundert ein königliches Bauerndorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 79. Auch die Landgemeinde Kummutschen wurde 1874 dem Amtsbezirk Waszeningken zugeordnet. 1929 wurde sie mit der Landgemeinde Eszerninken zur neuen Landgemeinde Wiesenfeld zusammengelegt.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867 33 1871 32 1885 32 1905 30 1910 26
Wiesenfeld Im Jahr 1929 wurden die beiden Landgemeinden Eszerninken und Kummutschen, nun im Kreis Tilsit-Ragnit gelegen, zur neuen Landgemeinde Wiesenfeld zusammengeschlossen. Die beiden Ortsteile wurden 1938 in Eschingen bzw. Kummenhof umbenannt.
1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Weder Wiesenfeld noch seine Ortsteile wurden noch mit einem russischen Namen bedacht.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1933 73 1939 75
Kirche Wiesenfeld, wie auch vorher Eszerninken und Kummutschen, gehörte zum evangelischen Kirchspiel Budwethen.
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk