Josef Peil (* 23. Februar 1949 in Pleizenhausen) ist ein deutscher Pädagoge, Schriftsteller, Autor und Mundartdichter.
Leben Nach seinem Abitur 1968 in Simmern folgte das Pädagogikstudium mit den Fächern Deutsch und Geschichte in Koblenz. Ab 1974 bekam er eine Anstellung als Grund- und Hauptschullehrer in Blankenrath. Von 2003 bis zu seiner Pensionierung 2013 war Josef Peil Schulleiter der Grundschule Strimmiger Berg in Mittelstrimmig.
2014 initiierte Josef Peil in Zusammenarbeit mit dem Hunsrück-Museum Simmern das Dokumentationsprojekt O–Ton Hunsrück. Dieses Projekt hat das Ziel die aktuelle Alltagssprache (Hunsrückisch) im Hunsrück zu erhalten. Die Initiative versteht Mundart nicht nur als Sprache von gestern, sie will ihre Bedeutung auch in der Gegenwart bewahren und ihre Verwendung im Alltag fördern.
Josef Peil ist verheiratet und wohnt seit 1974 in Mastershausen.
Werke In Zeitungen, Periodika und Anthologien:
Hunsrücker Mundart heute – Neue Texte aus Rheinland-Pfalz, 1981 Literatur aus Rheinland-Pfalz – Band III Mundart, 1986 Das rheinische Platt, Mundartdokumentation des Landschaftsverbandes Rheinland, 1989 Su schwätze mir, Mundartanthologie der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, 1992 Das rheinische Mundartbuch, Gruppe Rheinischer Mundartschriftsteller Krefeld, 1996 Mein Weihnachtsgedicht, Rheinzeitung, 1997 Stimmen der Landschaft, Gruppe Rheinischer Mundartschriftsteller, 2002 und 2003 Beiträge im Rhein-Hunsrück-Kalender
Eigenständige Veröffentlichungen:
Herausgabe der ersten Anthologie der Autorengruppe Hunsrück Unter dem Schieferdach; Pandion Verlag Bad Kreuznach, 1983 Mitautor und -redakteur bei Mastershausen – Geschichte einer Gemeinde; Gemeinde Mastershausen, 1984 Fotodokumentation Unser Dorf und ein Jahrhundert; Gemeinde Mastershausen, 1989 Außen rum und inne drin – Ein Lesebuch aus dem Hunsrück; Rhein-Mosel-Verlag, 1991 Mitherausgeber von Albert Bauer: Der verlorene Grund Roman aus dem Hunsrück; Rhein-Mosel-Verlag, 1992 ders. Hagen von Troneck; Rhein-Mosel-Verlag, 1995 Streiflichter – Zeugnisse aus dem Leben der Stadt Kastellaun und ihrer Bewohner; Band 4 der Stadtchronik Kastellaun, 1996 Knutschels Erich (Pseudonym): Nähliche Sprüch; Pandion Verlag, 2000 Initiative zu und Mitwirkung bei Augenblicke – Von Kestilun nach Kastellaun; Band 8 der Stadtchronik Kastellaun, 2008 Eich kann Pl@tt – Vun A wie Arwet bis Z wie zwerich; Buch + CD Eigenverlag, 2011 Eich kann Pl@tt – Das hom-mer gere; Buch + CD Eigenverlag, 2013 Herrgotts Routeplaner Die 10 Gebote uff Hunsrücker Platt; Medienverband der Evangelischen Kirche im Rheinland, 2013 Hunsrücker Nawwi; Tintenfass-Verlag, 2016 Vater unser uff Hunsrücker Platt; mit Horst Hörpel, Willi Müller-Schulte und Thomas Werner, Illustrationen von Margot Seibert. Kirchenkreis Simmern-Trarbach, 2017 De klä Prinz; Tintenfass-Verlag, 2018 Es ware moh. Märcher uff Hunsrücker Platt; Rhein-Mosel-Verlag, 2018 So lewe se noch hout. Märcher uff Hunsrücker Platt; Bd. II, Rhein-Mosel-Verlag, 2019 Die ersten 1000 Wörter in Hunsrücker Mundart Ein Wimmelbilderbuch; Tintenfass-Verlag, 2019 Änfach frei laafe geloss; Rhein-Mosel-Verlag, 2020 Wenn eich’s der sahn, das kannst de glaawe. Katechismus uff Hunsrücker Platt; mit Horst Hörpel, Willi Müller-Schulte, Thomas Werner und Katharina Dolinger. Illustrationen von Gerhard Mester. Kirchenkreis Simmern-Trarbach; 2021 Ida Conrath. De Hunsrick is mei Welt, Ihre schönsten Gedichte und Erzählungen; mit Wilfried Theiß. Rhein-Mosel-Verlag
Textübertragungen in Hunsrücker Mundart:
Aus dem Schwäbischen: Der Vogel lässt das Singen nicht; Theaterstück von Alfred Weitnauer. Aus dem Bayrischen: Weihnachtsgeschichte; von Ludwig Thoma. Knecht Ruprecht und anderen ausgewählten Bibeltexten.
Mitwirkungen In verschiedenen Medien:
Mitwirkung in der Fernsehserie Heimat als Dorfschullehrer in Schabbach Mundartdokumentation des Landschaftsverbandes Rheinland Die Stroß erop, die Stroß eraf; WDR, 1989 SW3 Filmbericht Mir wolle eich ebbes verzehle; 1990 SWR4, Morgenläuten in Mastershausen; 1995 Vorstellung im Rundfunkinterview: SWR 1994 und 2013, Saarländischer Rundfunk 1996, 2012 und 2013 Live-Interview in der SWR-Landesschau 2012, 2013, 2014 und 2017 Beitrag für die SWR-Landesschau Sendung Hierzuland aus Mastershausen am 21. Februar 2014 Mundartszenen beim Fernsehen SW3 mit Eva Maria Schneider 1995 Seit 1996 regelmäßige Beiträge in Literamus-Trier Mehrere Beiträge in paraple; Literaturzeitschrift in Francais, Deutsch, Platt, Bouzonville Teilnehmer beim 21. Mundartsymposium des Saarländischen Rundfunks und des Landkreises St. Wendel, 2013 In der SWR Reihe Fahr mal hin; Mir schwätze Platt, 2015
Initiativen Initiator der Autorengruppe Hunsrück Mitglied im Kulturbeirat des Rhein-Hunsrück-Kreises; 1989–1993 Organisation der Mundartlesung bei den Kreiskulturtagen in Kastellaun; 1993 Mitglied der Gruppe rheinischer Mundartschriftsteller; 1996–2005
Preise Preisträger beim Traben-Trarbacher Pegasus 1988, 1991 und 1995. Ehrenpreis beim Wettbewerb um den Bad Kreuznacher Schambes-Klappergässer – Preis für heimische Mundart des Öffentlichen Anzeigers, 1991
Weblink Eich kann Pl@tt
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Heimatliteratur Kategorie:Heimatdichtung Kategorie:Person (Hunsrück) Kategorie:Person (Rhein-Hunsrück-Kreis) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1949 Kategorie:Mann