mini|Kapelle St. Ottilie
Dörrnwasserlos ist ein Gemeindeteil der Stadt Scheßlitz im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Dörrnwasserlos hat eine Fläche von 4,067 km². Sie ist in 511 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7958,26 m² haben.
Geografie Das Dorf liegt auf einer Hochebene der Fränkischen Alb. Die Kreisstraße BA 53/LIF 11 führt nach Stübig zur Staatsstraße 2210 (1,5 km südlich) bzw. nach Krögelhof (2,1 km nördlich).
Ortsname Eine Deutung des ungewöhnlichen Namens bezieht sich auf den geologischen Standort (zur dürren oder dornigen Wasserlöse), eine andere auf den althochdeutschen Begriff losi, losa, der eine auf Nutzung gründende Abgabe oder Steuer bezeichnet.
Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Dörrnwasserlos aus 31 Anwesen und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Scheßlitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Scheßlitz. Grundherren waren das Amt Scheßlitz: 1 Hof, 2 Halbhöfe, 2 Güter, 1 Wirtshaus, 2 Tropfhäuslein; das Domkapitel Bamberg: 1 Hof, 5 Söldengüter, 1 Tropfhaus; das Dompropsteiamt Burgellern: 4 Sölden, 1 Wohnhaus, 2 Tropfhäuslein; die Grafen von Giech zu Buchau: 2 Höfe, 4 Söldengüter, 2 Söldengütlein.W. Weiß: Bamberg, S. 117.
Im Jahre 1802 kam Dörrnwasserlos an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde 1811 der Steuerdistrikt Dörnwasserlos gebildet, zu dem Roßdach und Weichenwasserlos gehörten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Dörnwasserlos ohne weitere Orte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Scheßlitz zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Scheßlitz (1919 in Finanzamt Scheßlitz umbenannt, ab 1928 Finanzamt Bamberg-Land). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 8 Anwesen bis 1848 dem Patrimonialgericht Buchau. Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Bamberg I für die Verwaltung zuständig, mit dessen Auflösung im Jahr 1929 ist es das Bezirksamt Bamberg (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt). Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Scheßlitz (1880 in Amtsgericht Scheßlitz umbenannt, seit 1932 Amtsgericht Bamberg).W. Weiß: Bamberg, S. 238f. 1875 wurde die Schreibweise des Ortes in die heutige Form „Dörrnwasserlos“ geändert. 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 4,063 km².
Am 1. Januar 1972 wurde Dörrnwasserlos im Zuge der Gebietsreform in Bayern zunächst nach Stübig eingemeindet. Zusammen mit Stübig kam der Ort am 1. Mai 1978 zur Stadt Scheßlitz.
Baudenkmäler In Dörrnwasserlos gibt es drei Baudenkmäler: Haus Nr. 5: Wohnstallhaus Haus Nr. 7: Wohnstallhaus Kapelle St. Ottilie
Bodendenkmäler In der Gemarkung Dörrnwasserlos gibt es drei Bodendenkmäler.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900Einwohner 106 129 137 135 134 144 151 144 154 145 141 129 116HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 25 27 26 25 25Quelle
Jahr 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987 2025Einwohner 103 100 96 102 116 110 142 123 109 107 102 79 70Häuser 24 22 22 22 Quelle
Religion Dörrnwasserlos ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Martin (Weichenwasserlos) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Ortsteil von Scheßlitz Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg