NunaGreen (bis 2022 Nunaoil) ist das staatliche grönländische Energiewirtschaftsunternehmen. Bis 2022 war es das staatliche Mineralölunternehmen.

Geschichte Nunaoil wurde Anfang 1985 gegründet, um von dänisch-grönländischer Seite an der von der Atlantic Richfield Company durchgeführten Erschließung von Ölvorkommen in Nunap Qeqqa (Jameson Land) teilnehmen zu können. Das Unternehmen gehörte anfangs zu 50 % der grönländischen Regierung und zu 50 % dem dänischen Staat. Nunaoil erhielt 25 % Lizenzanteil in Nunap Qeqqa. Ab 1987 beteiligte sich Nunaoil auch an der Suche nach anderen mineralischen Rohstoffen in Grönland. In den 1990er Jahren führte ein von Nunaoil geleitetes Projekt großflächige Untersuchungen in Nordwest- und Nordostgrönland durch. 1998 wurde die Suche nach anderen mineralischen Rohstoffen ausgelagert, sodass Nunaoil sich fortan wieder ausschließlich mit der Suche nach Öl und Gas beschäftigte. Im selben Jahr verkaufte der dänische Staat seinen Aktienanteil an das Unternehmen DONG Energy. 2000 wurde erstmals eine Testbohrung durchgeführt. 2003 wurde beschlossen, dass Nunaoil zu 12,5 % an allen Ölprojekten in Grönland beteiligt sein sollte. 2006 ging der Aktienanteil von DONG Energy wieder an den dänischen Staat über. 2008 war Nunaoil an 13 Lizenzen in Grönland beteiligt. 2009 kaufte die grönländische Regierung den dänischen Anteil des Unternehmens, womit Nunaoil fortan zu 100 % ein grönländisches Staatsunternehmen war. 2010 wurden drei weitere Testbohrungen durchgeführt. 2011 hatte Nunaoil bereits Beteiligungen an 20 Lizenzen in Grönland mit einer Fläche von 202.000 km² (etwa der doppelten Fläche Islands). 2014 wurde beschlossen, dass der Lizenzanteil von Nunaoil fortan auf 6,25 % reduziert wird. Anschließend ging das Interesse an der Erschließung von Ölvorkommen in Grönland zurück. 2016 wurden alle Lizenzen vor der westgrönländischen Küste zurückgegeben und 2018 wurden auch die drei Lizenzen vor der ostgrönländischen Küste zurückgegeben, womit Nunaoil nur noch an zwei Lizenzen in Nunap Qeqqa beteiligt ist. Bereits 2017 waren Büroflächen und Mitarbeiterwohnungen verkauft und der Großteil der Mitarbeiter entlassen worden.Vores historie. Nunaoil.

2021 beschloss die grönländische Regierung, dass die Suche nach Öl in Grönland im Zuge des Klimawandels vollständig beendet werden soll.Andreas Lindqvist: Grønland dropper al fremtidig olieefterforskning. Ingeniøren (15. Juli 2021). Im Dezember 2022 wurde die rechtliche Grundlage für das Staatsunternehmen geändert; es wurde in NunaGreen umbenannt, um sich zukünftig der Arbeit mit erneuerbaren Energien zu widmen.Anders Rytoft: Fra Nunaoil til Nunagreen: Ledelsen styrkes med nye bestyrelsesmedlemmer. Sermitsiaq.AG (16. Dezember 2022).

Leitung Quelle:NunaGreen A/S. CVR (Dänisches Handelsregister).

Direktoren 1985–1998: Ole Strandgaard 1999–2000: Hans Duus Jørgensen 2001–2005: Arne Rosenkrands Larsen 2005–2018: Hans Kristian Olsen 2018–2020: Signe Ulfeldt Hede 2020–2022: Søren Mortensen 2022–2023: Thomas Varming 2023–2024: Hans-Ulrik Skifte 2024: Karen Anne Arleth seit 2024: Aviaaja Karlshøj Knudsen

Aufsichtsratsvorsitzende 1985–1994: Jørgen Peder Hansen 1994–1996: Einar Nicolaisen Møller 1996–1998: Ove Rosing Olsen 1998–2001: Kaj Kleist 2001–2003: Kaare Hagemann 2003–2004: Søren Gath Hansen 2004–2008: Kaare Hagemann 2008–2009: Hans Jørgen Rasmusen 2009–2013: Kaare Hagemann 2013–2014: Frank Dinhoff Pedersen 2014–2015: Lars Dencker 2015–2024: Stine Bosse seit 2024: Line Frederiksen

Weblinks Flemming G. Christiansen, Ove W. Dietrich: Nunaoil A/S (Nuna Green). Danmarks Nationalleksikon.

Einzelnachweise

Kategorie:Unternehmen (Nuuk) Kategorie:Energieunternehmen (Grönland) Kategorie:Mineralölunternehmen Kategorie:Unternehmensgründung 1985