Prußgirren, 1932 bis 1945 Preußwalde, ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.
Der nächstliegende bewohnte Ort ist Ignatowo (Gaistauden) einen Kilometer südöstlich, schon im Rajon Neman gelegen.
Geschichte mini|Die Landgemeinde Preußenwalde auf einem Messtischblatt von 1934 Prusgirren, auch Szirwey genannt, war im 18. Jahrhundert ein königliches Bauerndorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 126. Im Jahr 1874 wurde die Landgemeinde Prusgirren dem neu gebildeten Amtsbezirk Budwethen im Kreis Ragnit zugeordnet.Rolf Jehke, Amtsbezirk Altenkirch 1932 wurde Prusgirren in Preußwalde umbenannt.
1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Über eine Wiederbesiedelung des Ortes ist nichts bekannt. Anschluss an einen der umliegenden neu gebildeten russischen Orte bekam er offenbar nicht mehr.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 89 1871 99 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 111 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 76 1910 79 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 62 1939 67
Kirche Prusgirren/Preußwalde gehörte zum evangelischen Kirchspiel Budwethen.
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk Kategorie:Ort in Ostpreußen