Joe „Bo“ Pack (* 10. April 1978 in Eugene, Oregon) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Freestyle-Skier. Er war auf die Disziplin Aerials (Springen) spezialisiert. Joe Pack gewann die Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen 2002 sowie zwei Bronzemedaillen bei Weltmeisterschaften und drei Einzelwettkämpfe im Weltcup.
Biografie Joe Pack wuchs in New Hampshire auf und begann im Kindesalter mit dem Skispringen. Während er auf der Normalschanze von Lake Placid trainierte, war er Mitglied der Boy Scouts of America und brachte es bis zum Eagle Scout. Als er zwölf Jahre alt war, zog seine Familie nach Park City, Utah, und er wandte sich dem Freestyle-Skiing, genauer gesagt, der Sprungdisziplin Aerials, zu.
Pack gab im Dezember 1994 im Alter von 16 Jahren sein Debüt im Nor-Am Cup und gehörte auf Anhieb zu den besten Springern. Ende der Saison startete er in Lillehammer erstmals auch im Freestyle-Skiing-Weltcup. Zu Beginn der folgenden Saison kürte er sich am Mount Buller zum Juniorenweltmeister. Nach weiteren Erfolgen auf Nor-Am-Ebene, darunter der Gewinn der Aerials-Disziplinenwertung, feierte er im Januar 1997 in Breckenridge seinen ersten Weltcupsieg. Bei seinen ersten Weltmeisterschaften in Iizuna Kōgen belegte er Rang sieben. Während der Saisonvorbereitung auf den Olympia-Winter erlitt er einen Kreuzbandriss.
Sein Comeback lief erfolgreich. Mit einem zweiten Platz in Heavenly qualifizierte er sich für die Weltmeisterschaften in Meiringen-Hasliberg und gewann die Bronzemedaille. Außerdem sicherte er sich seinen ersten von zwei US-Meistertiteln in seiner Paradedisziplin. Im Winter 1999/00 klassierte sich Pack dank seines zweiten Weltcupsieges erstmals unter den besten drei der Disziplinenwertung. Im Jahr darauf holte er bei den Weltmeisterschaften in Whistler erneut Bronze, in der Weltcup-Wertung musste er sich als Zweiter nur seinem Landsmann Eric Bergoust geschlagen geben. Sein größter Karriereerfolg gelang ihm im Februar 2002 im Rahmen der Olympischen Spiele in seinem Heimatort, als er hinter Aleš Valenta die Silbermedaille gewann. In den folgenden Jahren konnte er noch einige Podestplätze verbuchen, aber insgesamt nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen. Bei seinen letzten beiden WM-Teilnahmen kam er über die Ränge 15 und 14 nicht hinaus. Nach den Olympischen Spielen von Turin, wo er Platz 15 belegte, beendete er seine aktive Laufbahn.
Joe Pack studierte an der University of Utah. Nach dem Ende seiner Skikarriere wanderte er nach Oʻahu aus, wo er als Golfdirektor in einem Resort arbeitet.
Erfolge Olympische Spiele Salt Lake City 2002: 2. Aerials Turin 2006: 15. Aerials
Weltmeisterschaften Nagano 1997: 7. Aerials Meiringen-Hasliberg 1999: 3. Aerials Whistler 2001: 3. Aerials Deer Valley 2003: 15. Aerials Ruka 2005: 14. Aerials
Weltcupwertungen Saison Gesamt Aerials Platz Punkte Platz Punkte 1994/95 110. 6 39. 44 1995/96 101. 7 38. 64 1996/97 34. 59 10. 528 1997/98 verletzungsbedingt keine Ergebnisse 1998/99 11. 76 6. 228 1999/00 4. 91 3. 456 2000/01 3. 90 2. 452 2001/02 25. 57 13. 228 2002/03 11. 81 4. 488 2003/04 25. 32 5. 388 2004/05 21. 31 9. 373 2005/06 34. 22 13. 241
Weltcupsiege Pack errang im Weltcup 16 Podestplätze, davon 3 Siege:
Datum Ort Land Disziplin 25. Januar 1997 Breckenridge USA Aerials 9. Januar 2000 Deer Valley USA Aerials 2. Dezember 2000 Blackcomb Kanada Aerials
Nor-Am Cup Saison 1994/95: 8. Gesamtwertung, 2. Aerials-Wertung Saison 1995/96: 5. Gesamtwertung, 1. Aerials-Wertung Saison 2002/03: 9. Aerials-Wertung 6 Podestplätze, davon 5 Siege:
Datum Ort Land Disziplin 11. Februar 1995 Lake Placid USA Aerials 19. Februar 1996 Fortress Mountain Kanada Aerials 15. Dezember 1996 Deer Valley USA Aerials 21. Dezember 1996 Deer Valley USA Aerials 15. Dezember 2001 Fortress Mountain Kanada Aerials
Weitere Erfolge 2 US-amerikanische Meistertitel (Aerials 1999, 2001) Juniorenweltmeister im Aerials 1995
Auszeichnungen 2000 und 2001: U.S. Freestyle Skier of the Year (Ski Racing Magazine) 2000, 2003 und 2004: The Meeker Award2019 U.S. Ski & Snowboard Awards Manual. US Ski & Snowboard. Online-PDF, abgerufen am 14. Dezember 2021 (englisch). 2011: Aufnahme in die U.S. Ski and Snowboard Hall of Fame
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Freestyle-Skier (Vereinigte Staaten) Kategorie:US-amerikanischer Meister (Freestyle-Skiing) Kategorie:Olympiateilnehmer (Vereinigte Staaten) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2002 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2006 Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1978 Kategorie:Mann