mini|Radoniq-See mit dem Hügel Suka e Cërmjanit links hinten Das Kastell von Cërmjan, auch Festung Suka e Cërmjanit genannt, befindet sich im Westen des Kosovo, genauer im nördlichen Teil des namensgebenden Dorfes Cërmjan () nördlich von Gjakova. Die bewohnte Festung liegt auf einem Hügel, der rund erreicht, nach anderen Quellen sogar Përzhita, Hoxha (2006), Karte auf S. 226.

Die Mauern der Anlage folgen dem felsigen Terrain. Sie umfassen ein Gebiet von 1,3 Hektar. In der Spätantike wurde sie zu einer Wehrsiedlung ausgebaut. Die Ursprünge reichen hingegen bis in die Eisenzeit zurück. Die Festung wurde bis ins Frühmittelalter ununterbrochen genutzt.

Die Festung war so positioniert, dass sie weite Teile von Metochien (Rrafsh i Dukagjinit) überwachen kann. Sie steht in Sichtkontakt zu benachbarten Burgen: Richtung Norden waren dies die Festungen Dollc und Jerina bei Klina, dann nordwestwärts Radavc und Jabllanica bei Peja, südwestwärts nach Gjakova sowie südostwärts nach Zatriq (Rahovec). Schließlich überblickte man südwärts die Hügel und Felder zu Füßen des fast 2000 m hohen Pashtrik.

Heute befindet sich auf dem Hügel eine Türbe. 1975 und 1981 wurden Grabungen durchgeführt.

Literatur Milot Berisha: Archaeological Guide of Kosovo, Kosovo Archaeological Institute and Ministry of Culture, Youth and Sports, Prishtinë 2012, S. 88. (academia.edu)

Einzelnachweise

Kategorie:Kulturdenkmal (Kosovo) Cermjan Kategorie:Justinian I. Kategorie:Archäologischer Fundplatz im Kosovo Cermjan Kategorie:Archäologischer Fundplatz (Mittelalter) Cermjan Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa Kategorie:Bauwerk in der Gemeinde Gjakova