Fürstenforst (fränkisch: FoaschdW. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 50. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „fōəšd“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Burghaslach im mittelfränkischen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Bayern. Die Gemarkung Fürstenforst hat eine Fläche von 0,857 km². Sie ist in 196 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4374,24 m² haben.

Geographie Das Dorf bildet mit Burghaslach im Süden eine geschlossene Siedlung und liegt am Südhang einer Anhöhe des Steigerwalds. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2261 (0,3 km südlich) bzw. nach Heuchelheim (3,4 km nordwestlich).

Geschichte Der Ort wurde erstmals im Jahr 1314 erwähnt, als ein Hans von Vestenberg, Landrichter der Burggrafschaft Nürnberg, als Inhaber eines seit „urdenklichen Zeiten“ bestehenden freiadligen Ritterguts genannt wird.Fürstenforst bei www.steigerwaldklub.de Er erhielt Fürstenforst als Lehen von der Burggrafschaft. Als 1687 die Linie Vestenberg zu Burghaslach ausstarb, fiel das Lehen an das Markgraftum Brandenburg-Ansbach als Rechtsnachfolger der Burggrafschaft heim. Das Hochgericht übte bis zum Ende des Alten Reiches die Castell’sche Cent Burghaslach aus.W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 50ff.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 233.

Im Rahmen der bayerischen Gemeindeedikte (frühes 19. Jahrhundert) wurde Fürstenforst dem Steuerdistrikt Burghaslach zugewiesen. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Fürstenforst. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Herrschaftsgericht Burghaslach und in der Finanzverwaltung zunächst dem Rentamt Scheinfeld, nach dessen Auflösung im Jahr 1818 dem Rentamt Iphofen. Nach 1829 kam Fürstenforst an das Landgericht Markt Bibart und Harthof kam von der aufgelösten Gemeinde Buchbach hinzu. Ab 1862 war für die Verwaltung das Bezirksamt Scheinfeld zuständig (1939 in Landkreis Scheinfeld umbenannt) und für die Finanzverwaltung ab 1879 das Rentamt Markt Bibart (1919–1929: Finanzamt Markt Bibart, 1929–1972: Finanzamt Neustadt an der Aisch, seit 1972: Finanzamt Uffenheim). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Markt Bibart, mit dessen Auflösung kam sie 1879 an das Amtsgericht Scheinfeld. Nach 1867 wurde Harthof nach Kirchrimbach umgemeindet. 1964 hatte die Gemeinde Fürstenforst eine Gebietsfläche von 0,870 km². Am 1. Januar 1972 wurde Fürstenforst im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burghaslach eingemeindet.

Baudenkmäler In Fürstenforst gibt es drei Baudenkmäler: Haus Nr. 68: Brunnen Haus Nr. 69: Wohnstallhaus Haus Nr. 70: Schloss Fürstenforst

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987Einwohner 157 177 169 157 147 157 152 143 145 149 146 122 108 108 103 100 97 90 80 123 111 93 87 90 63HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 31 23 26 24 24 24 21 20 19 25Quelle

Religion Fürstenforst ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Ägidius (Burghaslach) gepfarrt. In Fürstenforst gab es im 19. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Burghaslach) Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) Kategorie:Ort im Steigerwald Kategorie:Ersterwähnung 1314 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim