Rosalija Iwanowna Kotowitsch (, verh.: Kotowitsch-Kadotschnikowa ; geb. 17. September 1913; gest. 18. Dezember 2001 in Sankt Petersburg) war eine sowjetische bzw. russische Theater- und Film-Schauspielerin.

Biografie Rosalija Kotowitsch entstammte einer jüdischen Familie, ihr Vater war in Białystok als Geiger beschäftigt. Sie studierte am Leningrader Jugendtheater unter dem Regisseur Boris Wylfowitsch Son und, nach der Zusammenlegung der Institute, am Technikum für darstellende Kunst. 1935 beendete die junge Frau ihre Ausbildung, als Abschlussprüfung diente Alexander Ostrowskis Bearbeitung des Snegurotschka-Motivs. Im Anschluss trat Kotowitsch an ihrer Lehrstätte zehn Jahre als Darstellerin auf, wobei Son weiterhin als Vorgesetzter fungierte.

Während des Studiums lernte sie Pawel Kadotschnikow kennen. Im Rahmen der Proben zu Snegurotschka entwickelte sich eine Liebesbeziehung, 1934 heirateten beide.Biografie Kotowitschs auf stuki-druki.com (russisch), abgerufen am 14. November 2021 Aufgrund der schwierigen finanziellen Lage lebten sie anfangs getrennt und anschließend in der Wohnung von Kadotschnikows Eltern.Kurzbiografie Kadotschnikows auf zen.yandex.ru (russisch), abgerufen am 14. November 2021 1944 kam der gemeinsame Sohn Pjotr und 1969 dessen Tochter Natalja zur Welt. Kotowitsch verzichtete zugunsten der Familie auf eine weitere Schauspiellaufbahn, während ihr Mann ein gefeierter Darsteller wurde.

Im fortgesetzten Alter war sie 1969 in Snegurotschka, einer erneuten Adaption des Märchenstoffes, erstmals auf der Leinwand zu sehen. Es sollte bis 1983 auch das einzige Engagement der dunkelhaarigen Mimin vor der Kamera bleiben. Danach nahm sie bis Mitte der 1990er Jahre noch sechs weitere kleine Rollen an.Filmografie Kotowitschs auf kino-teatr.ru (russisch), abgerufen am 13. November 2021

Pjotr Kadotschnikow, der seinen Eltern beruflich nachfolgte, starb 1981 bei einem Unfall in der Nähe von Sniečkus. 1999 wurde Kotowitsch Witwe. Sie verschied 88-jährig und wurde auf dem Serafimowskoje-Friedhof neben ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn beigesetzt.

Natalja Kadotschnikowa arbeitet ebenfalls als Schauspielerin und leitet außerdem die Produktionsfirma „Dinastija Pawla Kadotschnikowa“.

Theaterarbeit 1935: Snegurotschka – von Alexander Ostrowski 1936: Продолжение следует (Prodolschenije sledujet) – von Aleksandra Brusztein 1936: Голубое и розовое (Goluboje i rosowoje) – von Aleksandra Brusztein 1937: Сказки Пушкина (Skaski Puschkina) – nach Alexander Puschkins Zar Saltan 1939: Die Schneekönigin (Sneschnaja korolewa) – von Jewgeni Schwarz 1941: День живых (Den schibych) – von Aleksandra Brusztein 1943: Der Unsterbliche (Bessmertny) – von Alexei Arbusow und Alexander Konstantinowitsch Gladkow

Filmografie 1969: Snegurotschka 1983: Я тебя никогда не забуду (Ja tebja nikgda ne sabudu) 1984: Блистающий мир (Blistajuschtschi mir) 1985: Картина (Kartina) (Fernsehdreiteiler) 1988: Серебряные струны (Serebrjanyje struny) 1991: Анна Карамазофф (Anna Karamazoff) 1992: Билет в красный театр, или Смерть гробокопателя (Bilet w krasnych teatr, ili Smert grobokopatelja) 1994: Das Jahr des Hundes (God sobaki)

Weblinks

Foto des Grabes auf spb-tombs-walkeru.narod.ru

Einzelnachweise

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