Nöda ist eine Gemeinde im Landkreis Sömmerda in Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Gramme-Vippach an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Schloßvippach hat.

mini|Dorfkirche im Ort

Geografie Nöda liegt im südöstlichen Teil des Thüringer Beckens. Mit 192 m ist die Nödaer Warthe die höchste Erhebung des Dorfes. Die Gemeinde hat eine Gesamtfläche von 640 Hektar, davon sind ca. 80 Hektar Wasserfläche, die hauptsächlich durch den Kiesabbau entstanden ist. An Nöda grenzen die Gemeinden Riethnordhausen, Alperstedt und die Landeshauptstadt Erfurt.

Geschichte Im Jahre 1308 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung im Kirchenbuch von "Sankt Severi" in Erfurt. Um das Jahr 1500 wurde die heute evangelische Sankt-Marien-Kirche im spätgotischen Stil erbaut. Der Ort gehörte bis 1815 als Exklave zum kursächsischen Amt Weißensee. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam er zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach und wurde 1816 dem Amt GroßrudestedtGeographische Übersicht der Sachsen-Ernestinischen, Schwarzburgischen, Reussischen und der anliegenden Lande. Perthes, Gotha 1826, S. 54. zugeteilt. Mit der Auflösung des Amts kam der Ort 1850 zum Verwaltungsbezirk Weimar, zu dem er bis 1920 gehörte.

Bei Beginn der Zeit des Nationalsozialismus fand in Nöda eine Straßenschlacht zwischen SA-Leuten und Kommunisten statt, bei der eine Person verletzt wurde. Im Rahmen des „Euthanasie“-Mordprogramms der Aktion T4 wurden vier Einwohner getötet.Gudrun Braune: Erinnerungen an die Zeit zwischen 1930 und 1947 (= Quellen zur Geschichte Thüringens. (1)). Landeszentrale für Politische Bildung Thüringen, Erfurt 1996, ISBN 3-931426-10-6, S. 30. Während des Zweiten Weltkrieges mussten 51 Frauen und Männer aus Polen, Russland, Jugoslawien und Italien in der Landwirtschaft Zwangsarbeit verrichten.Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Band 8: Thüringen. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 280.

Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl:

1994 - 601 1995 - 632 1996 - 729 1997 - 811 1998 - 817 1999 - 857 2000 - 869 2001 - 845 2002 - 837 2003 - 841 2004 - 848 2005 - 841 2006 - 831 2007 - 842 2008 - 851 2009 - 834 2010 - 821 2011 - 828 2012 - 820 2013 - 817 2014 - 827 2015 - 834 2016 - 823 2017 - 830 2018 - 815 2019 - 805 2020 - 795 2021 - 809 2022 - 792 2023 - 795 2024 - 789

Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat aus Nöda setzt sich aus fünf Mitgliedern der CDU und 3 Mitgliedern der Wählergemeinschaft Nöda zusammen (Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014).

Bürgermeister Seit 2016 ist Stefan Berth (CDU) der ehrenamtliche Bürgermeister von Nöda. Er wurde zuletzt 2022 im Amt bestätigt.

Sport In der Gemeinde Nöda befindet sich der Alperstedter See (ca. 66 Hektar Wasserfläche). An diesen angrenzend wurde ein Wassersportzentrum errichtet, welches vielfältige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und Erholung bietet.

Einzelnachweise

Weblinks

Kategorie:Ort im Landkreis Sömmerda Kategorie:Ersterwähnung 1308