Ippingen ist ein Ortsteil der Gemeinde Immendingen im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg (Deutschland).

Geographie Geographische Lage Ippingen liegt in der Ostbaar unterhalb des Lindenberges (948 m), des Himmelberges (940 m) und des Osterberges (921 m) im Weisenbachtal. Der Ort selber liegt etwa 800 m über dem Meeresspiegel und besitzt eine Gemarkungsfläche von 10,64 km². Davon sind 10,30 km² Wald.

Geschichte Der Ort gilt durch seine erste urkundliche Erwähnung im Jahre 880 als ältester Ort in der Gemeinde Immendingen. Die Endung „-ingen“ weist auf eine alemannische Gründung hin. Bei Ippingen befinden sich die Reste der Heidenburg, einer Wallburg.

Am 1. Januar 1973 wurde anlässlich der baden-württembergischen Kreisreform der Landkreis Donaueschingen aufgelöst. Ippingen gelangte dadurch zum vergrößerten Landkreis Tuttlingen.

Am 1. Dezember 1974 wurde Ippingen in die Gemeinde Immendingen eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1825 309 1833 346, davon 159 m und 187 w Volkszählung 1846 393 Volkszählung 1875 379 1890 351, davon 163 m und 188 w Volkszählung 1910 344 Volkszählung 1925 319 1939 303 1946 288, davon 133 m und 155 w 1961 318, davon 152 m und 166 w Volkszählung 1970 367 Volkszählung 1974 382, davon 212 m und 180 w 2004 450 2016 424 2020 433

Politik Wappen

Kultur und Sehenswürdigkeiten Bauwerke mini|St. Priska Das Ippinger Pfarrhaus wurde von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum „Denkmal des Monats August/September 2007“ ernannt. Kirche St. Priska, Fertigstellung 1614 Ippinger Mühle, abgebrannt 1929 und als Sägewerk ohne Mühle wieder aufgebaut Ippinger Zehntscheuer, erbaut ca. 1625, genannt der „Riese der Baar“

Persönlichkeiten Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Josef Keller (1910–2000), katholischer Theologe, Historiker, Linguist, Philologe und Heimatforscher. Weitere Fachkenntnisse hatte er als Paläontologe, Geologe und Botaniker. Er war von 1946 bis 1997 Seelsorger in Ippingen und wurde 1983 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet und zum Ehrenbürger von Immendingen ernannt.

Einzelnachweise

Literatur Wilhelm Butschle: Ippingen. Das Dorf, seine Häuser und seine Bewohner. Butschle, Immendingen-Ippingen 2006, ISBN 3-00-020009-6; erhältlich beim Autor oder der Gemeinde Immendingen Monika Loddenkemper: Abbruchkandidat wird Gemeindezentrum. Das ehemalige Pfarrhaus in Immendingen-Ippingen (Kreis Tuttlingen, Regierungsbezirk Freiburg). In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 36. Jg. 2007, Heft 4, S. 246–249 (PDF; 5,06 MB) Christoph Morrissey, Dieter Müller: Die Wallanlagen bei Ippingen und Zimmern (Gemeinde Immendingen, Landkreis Tuttlingen). (= Vor- und frühgeschichtliche Befestigungen, Band 9, Atlas archäologischer Geländedenkmäler in Baden-Württemberg hrsg. v. Landesdenkmalamt Baden-Württemberg). Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-8062-1472-7 Fritz Vögele, Franz Dreyer: Der „steinreiche“ Pfarrer Josef Keller und seine Gemeinde. Festausgabe anlässlich des 80. Geburtstages und Ernennung zum Ehrenbürger der Gemeinde Immendingen. Herausgegeben von der Gemeinde Immendingen. Thorbecke, Sigmaringen 1990

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