Theodor Stipek (nach 1917 Theodor von Stipek; * 19. September 1863 in Podebrad, Königreich Böhmen, Kaisertum Österreich; † 11. November 1930 in Brașov, Siebenbürgen, Königreich Rumänien) war ein General der österreichisch-ungarischen Armee.

Leben Herkunft und Ausbildung Der Vater war wahrscheinlich der tschechische Gutsverwalter Dionis Štípek auf Schloss Podebrad, eine Schwester die Lexikographin Sophie Pataky. Theodor Stipek begann eine militärische Laufbahn und absolvierte außerdem ein Studium zum Ingenieur.Antonio Schmidt-Brentano: Die k.k. bzw. k.u.k. Generalität 1816–1918. Österreichisches Staatsarchiv, Wien 2007, S. 279 (), nennt den Titel Ing. (Ingenieur). Er war nicht identisch mit einem Theodor Stipek aus Podebrad, der 1908 an der Technischen Hochschule München ein Ingenieurstudium absolvierte, vgl. zu diesem: Personalstand der Königlich Bayerischen Technischen Hochschule in München. Wintersemester 1908/1909. München 1908, S. 96. (PDF), mit der Wohnadresse Göthestraße 11

Militärische Laufbahn Seit November 1905 war er Geniedirektor in Brixen als Oberstleutnant und Mitglied des Geniestabes (der für technische Angelegenheiten zuständig war).Schematismus für das kaiserlich und königliche Heer, 1906, S. 121. Im Oktober 1907 wurde er zum Infanterie-Regiment „Pucherna“ Nr. 31 nach Hermannstadt versetzt. Seit 1909 war er als Oberst Kommandeur des Infanterie-Regiments „Alexander I. Kaiser von Rußland“ Nr. 2.Schematismus für das kaiserliche und königliche Heer, 1912, S. 189.

Am 1. Mai 1914 wurde Theodor Stipek zum Generalmajor befördert.Antonio Schmidt-Brentano: Die k.k. bzw. k.u.k. Generalität 1816–1918. Österreichisches Staatsarchiv, Wien 2007, S. 279, , mit militärischen Beförderungen Er war zu dieser Zeit Brigadekommandant der der k.u.k. 8. Infanterietruppendivision unterstehenden 15. Infanteriebrigade in Bozen. Am 8. September 1918 wurde er zum Titular-Feldmarschalleutnant ernannt.

Letzte Jahre Am 1. Januar 1919 wurde Theodor Stipek in den Ruhestand versetzt. Kurz vor dem Ende der Donaumonarchie war Stipek noch in den Adelsstand erhoben worden.1918 wurde er im Hof- und Staats-Handbuch' noch als Theodor Stipek bezeichnet, 1930 starb er als Theodor von Stipek. Da Adelsverleihungen in Österreich-Ungarn nur bis 1918 erfolgten, bleiben der Zeitpunkt und Ort der Erhebung unklar. 1930 starb er im deutschsprachigen Kronstadt, das seit 1919 zu Rumänien gehörte.

Auszeichnungen Theodor Stipek erhielt die Auszeichnungen: Militärverdienstkreuz (III. Klasse), 1907/08Ranglisten des kaiserlichen und königlichen Heeres 1918. k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1918, S. 51. (Digitalisat) Orden der Eisernen Krone (Ritter III. Klasse), 1913Hof- und Staats-Handbuch der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, 1918, S. 105, mittlere Spalte unten

Literatur Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder. Band IV, 5. München 2015. S. 390

Einzelnachweise

Kategorie:Generalmajor (Österreich-Ungarn) Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn) Kategorie:Träger des Ordens der Eisernen Krone (III. Klasse) Kategorie:Träger des Österreichischen Militärverdienstkreuzes III. Klasse Kategorie:Nobilitierter Kategorie:Tscheche Kategorie:Geboren 1863 Kategorie:Gestorben 1930 Kategorie:Mann