Sulfonamidharze zählen zur Gruppe der synthetisch hergestellten Harze, auch Kunstharze genannt. Sie stellen unterkühlte Schmelzen von trimeren N-Methylenarylsulfonsäureamiden im Gemisch mit nicht umgesetztem Sulfonamid dar.Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 1365. Sie bestehen also nicht aus Makromolekülen polymerer N-Methylarylsulfonsäureamide.Hans-Dieter Jakubke, Ruth Karcher (Koordinatoren): Lexikon der Chemie in drei Bänden, Spektrum Verlag, Heidelberg, Band 3, 1999, ISBN 3-8274-0381-2, S. 298.

Herstellung Die Kondensation von Sulfonamiden (z. B. 4-Toluolsulfonamid und Sulfonamidphenolether) mit Aldehyden – meist Formaldehyd (H2C=O) – liefert Sulfonamidharze. Bei dieser unter Wasserabspaltung verlaufenden Kondensation werden ggf. weitere Komponenten zugesetzt, die eine Härtung bewirken.

Verwendung Im Gemisch mit anderen Lackrohstoffen (z. B. Celluloseacetat und Polyvinylacetat) benutzt man Sulfonamidharze als Lacküberzüge mit hervorragender Lichtechtheit. Einzelnachweise

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