mini|Die Villa Strauß in Augsburg (2010) Die Villa Strauß befindet sich in der Nibelungenstraße (Hausnummer 17) im Augsburger Stadtjägerviertel und ist als Baudenkmal in der Bayerischen Denkmalliste eingetragen., Denkmalnummer D-7-61-000-1229

Beschreibung Bei der Villa aus dem Jahre 1930 handelt es sich um einen zweigeschossigen, kubischen Flachdachbau mit schlichter, weißer Fassade im Stil der Neuen Sachlichkeit. Der Entwurf stammt von dem jüdischen Architekten Fritz Landauer. Für seinen Bauherrn, den Augsburger Rechtsanwalt Eugen Strauß (1879–1965), entwarf er ein Gebäude, das einen radikalen Bruch zur sonst vorherrschenden, historisch geprägten Bautradition des Neubarocks und des Heimatstils darstellte.Broschüre zum Tag des offenen Denkmals 2019, abgerufen am 28. September 2021. Strauß verkaufte die Villa kurz vor seiner Auswanderung nach England im Jahre 1939. Wenige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges bestätigte Strauß, dass der Verkauf ohne Zwang und ordnungsgemäß erfolgt war.Florian Schwinger: Schicksale jüdischer Rechtsanwälte in Bayerisch-Schwaben zur Zeit des Nationalsozialismus. LIT Verlag, Münster, 2021, ISBN 978-3-643-14885-8, S. 245.

Die Fassade blieb über die Jahrzehnte unverändert erhalten und wurde nach der Jahrtausendwende saniert.Projekte des Architekturbüros Und Mang, abgerufen am 28. September 2021. Neben dem äußeren Erscheinungsbild stammt auch die Innenausstattung noch aus der Erbauungszeit. Dazu zählen beispielsweise versenkbare Fensterelemente, Treppenhandläufe und die Küche.Broschüre zum Augsburger Fassadenpreis 2005, abgerufen am 28. September 2021.

Literatur

Sabine Klotz: Fritz Landauer (1883–1968) – Leben und Werk eines jüdischen Architekten. 2001, ISBN 978-3-496-01247-4.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Baudenkmal in Augsburg Kategorie:Erbaut 1930 Strauss