300px|Kirche St. Martini|miniatur Herrnschwende ist ein Ortsteil der Stadt Weißensee im Landkreis Sömmerda in Thüringen.
Geografie Herrnschwende liegt im Thüringer Becken, östlich von Greußen an der Schwarzburgischen Helbe, wie auch das benachbarte Dörfchen Nausiß, das seit 1951 zu Herrnschwende gehört.
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1253 erstmals innerhalb einer Urkunde erwähnt.
Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Weißensee. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam er zu Preußen und wurde 1816 dem Landkreis Weißensee im Regierungsbezirk Erfurt der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem er bis 1944 gehörte.
Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Nausiß eingegliedert.
Am 1. Januar 2019 wurde die Gemeinde Herrnschwende in die Stadt Weißensee eingegliedert. Zuvor gehörte sie der Verwaltungsgemeinschaft Kindelbrück an.
Politik Gemeinderat
Der Gemeinderat aus Herrnschwende setzte sich aus sechs Ratsfrauen und Ratsherren zusammen. Landschaftspflegeverein vier Sitze FWV zwei Sitze (Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)Kommunalwahlen in Thüringen 2014 S. 229 bei statistik.thueringen.de, abgerufen am 3. Februar 2023.
Bürgermeister Am 5. Juni 2016 wurde Sebastian Schröter zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt.Herrnschwende moechte in die Stadt Weissensee eingegliedert werden bei thueringer-allgemeine.de, abgerufen am 3. Februar 2023.
Tourismus Durch Nausiß führt der Radweg Nr. 3, nach Norden über Frömmstedt nach Bilzingsleben, nach Süden über Weißensee und Schallenburg nach Alperstedt.
Kulturdenkmale Herrnschwende hat insgesamt 5 in der Liste der Kulturdenkmale in Weißensee (Thüringen) eingetragene Kulturdenkmale. Darunter befindet sich die Kirche St. Martini. Sie wurde in den Jahren 1749/50 erbaut und 1950 umgebaut, wie aus einer steinernen Tafel über dem Kircheneingang hervorgeht.
Sonstiges Während des Zweiten Weltkrieges mussten acht Arbeitskräfte aus Polen in der Landwirtschaft Zwangsarbeit verrichten.Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Band 8: Thüringen. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 280.
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Geographie (Weißensee, Thüringen) Kategorie:Ort im Landkreis Sömmerda Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Sömmerda) Kategorie:Ersterwähnung 1253 Kategorie:Gemeindeauflösung 2019