Prölsdorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rauhenebrach im unterfränkischen Landkreis Haßberge in Bayern.

Geographie Prölsdorf liegt im Norden des Steigerwaldes im Tal der Rauhen Ebrach, eines linken Zuflusses der Regnitz, auf . Die Staatsstraße 2274 verbindet Prölsdorf mit dem etwa 5,5 Kilometer entfernten Gemeindehauptort Untersteinbach, die Staatsstraße 2279 stellt eine Verbindung zur oberfränkischen Gemeinde Schönbrunn im Steigerwald her. Zudem verläuft die Kreisstraße HAS 24 durch den Ort. Die nächstgelegenen Ortschaften sind Falsbrunn (1,9 km nordwestlich), Halbersdorf (0,8 km südöstlich) und Spielhof (1,4 km nordöstlich).Prölsdorf im BayernAtlas. Sämtliche Entfernungsangaben jeweils Luftlinie.

Geschichte Prölsdorf wurde im Jahr 1116 erstmals urkundlich erwähnt. Der slawisch-deutsche Ortsname geht auf den Personennamen Prel’ub zurück. Vermutlich wurde der Ort im 8. oder 9. Jahrhundert durch slawische Siedler, die an der Rodung am Nordrand des Steigerwaldes beteiligt waren, gegründet. Das zum Hochstift Würzburg gehörende Amt Prölsdorf bestand bis 1802.Alexander Tittmann: Haßfurt: der ehemalige Landkreis – Historischer Atlas von Bayern (HAB). 2002, ISBN 978-3-7696-6851-3, S. 36 f.Alexander Tittmann: Haßfurt: der ehemalige Landkreis – Historischer Atlas von Bayern (HAB). 2002, ISBN 978-3-7696-6851-3, S. 358 f. Im Jahr 1777 wurde Prölsdorf durch Adam Friedrich von Seinsheim das Marktrecht verliehen, damit durften vier Jahrmärkte und zwei Viehmärkte abgehalten werden.„Prölsdorf (7.4.1777)“ (Eintragsnr.: 11803). In: Historisches Unterfranken – Datenbank zu Fränkischen Marktorten. (online verfügbar).

Der Markt Prölsdorf wurde am 1. Mai 1978 im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rauhenebrach eingemeindet.

Religion Die auf einer Anhöhe gelegene Kirche St. Sebastian wurde 1766 im barocken Stil errichtet.Regina Fanderl: Zwölfuhrläuten: Prölsdorf in Unterfranken auf br.de. 26. März 2017, abgerufen am 1. September 2021. Eine Pfarrei besteht in Prölsdorf mindestens seit dem Jahr 1244. Seit 1985 gehört Prölsdorf der Pfarreiengemeinschaft Heilig Geist Rauhenebrach an.Pfarreiengemeinschaft Heilig Geist Rauhenebrach – Pfarreien auf der Website der Pfarreiengemeinschaft Heilig Geist Rauhenebrach. Abgerufen am 1. September 2021.

Kultur Über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt ist der Ort durch das Musikfestival Krach am Bach.Prölsdorf auf der Website der Gemeinde Rauhenebrach. Abgerufen am 1. September 2021. In der Liste der Baudenkmäler in Rauhenebrach sind für Prölsdorf elf Baudenkmäler aufgeführt.

Persönlichkeiten Johann Philipp von Gregel (1750–1841), Geistlicher, Kirchenrechtler und Bibliothekar Nikolaus Aumüller (ca. 1775–1856), Bürgermeister von Prölsdorf und Mitglied der Bayerischen Abgeordnetenkammer

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Haßberge Kategorie:Geographie (Rauhenebrach) Kategorie:Ort an der Rauhen Ebrach Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Haßberge) Kategorie:Ehemaliger Markt in Bayern Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Ersterwähnung 1116