Der Gelbkehl-Tropfenvogel (Nicator vireo) ist eine von drei Arten der Tropfenvögel.

Der Vogel kommt vom Süden Kameruns bis Gabun, vom Norden Angolas bis zum äußersten Westen Ugandas vor. mini|Verbreitung des Gelbkehl-Tropfenvogels

Der Lebensraum umfasst afrikanischen tropischen Regenwald, Primärwald und alten Sekundärwald, auch verlassene Kulturlandschaft sowie Waldreste in Kaffeeplantagen bis 870 m in der Demokratischen Republik Kongo und bis 900 m Höhe in Uganda.L. Fishpool und J. A. Tobias: Yellow-throated Nicator (Nicator vireo), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World, 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Nicator vireo

Der Artzusatz kommt von wegen der Schnabelform und Kopfzeichnung.Jean Louis Cabanis (1876), S. 333–334.J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.

Merkmale Rein äußerlich sind sich alle drei Tropfenvogelarten ziemlich ähnlich (siehe gemeinsame Merkmale aller Tropfenvögel). Der Gelbkehl-Tropfenvogel unterscheidet sich aber von den beiden anderen Arten durch die geringere Größe, einen gelben Kehlfleck, einen deutlichen gelben Überaugenstreif und eine insgesamt gelbere Grundtönung, z. B. in den allen Tropfenvögeln gemeinsamen relativ großen hellen Flecken, die bei den anderen Tropfenvögeln eher cremefarben wirken.

Stimme Der Gesang des Gelbkehl-Tropfenvogel ist stärker wiederholend als der des Braunkopf-Tropfenvogels, aber ebenfalls melodiös und insgesamt etwas weniger stark aus unterbrochenen Einzellauten zusammengesetzt.ebird bietet zahlreiche Beispiele für Lautäußerungen des Gelbkehl-Tropfenvogels

Unterarten Die Art wird als monotypisch betrachtet.IOC World bird list Nicators, Bearded Reedling, larks Nicator vireo tando , 1952William Serle (1952), S. 95–96. und Nicator vireo excelsior 1958Wilhelm Meise (1958), S. 77–79. werden heute als Synonym zur Nominatform betrachtet.

Bestand Der Bestand gilt als „nicht gefährdet“ (least Concern).

Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung des Gelbkehl-Tropfenvogels erfolgte 1876 durch Jean Louis Cabanis unter dem wissenschaftlichen Namen Nicobar Vireo. Bereits 1870 führte Otto Finsch und Gustav Hartlaub die für die Wissenschaft neue Gattung Nicobar ein.Otto Finsch u. a. (1870), S. 359.Finsch und Hartlaub stellten den Graukehl-Tropfenvogel (Nicator chloris (, 1826)) und den Braunkopf-Tropfenvogel (Nicator gularis & , 1870) in die neue Gattung.

Literatur

Einzelnachweise

Weblinks

Oiseaux.net Macaulay Library Multimedia

Anmerkungen

Kategorie:Sperlingsvögel