mini|Ostschweizer Fachhochschule, Campus Rapperswil, Gebäude 1 (2021)
Die OST – Ostschweizer Fachhochschule vereint seit dem 1. September 2020 die ehemalige Fachhochschule Ostschweiz mit der FHS St. Gallen Hochschule für Angewandte Wissenschaften, HSR Hochschule für Technik Rapperswil und NTB Interstaatliche Hochschule für Technik Buchs zu einer Fachhochschule in der Ostschweiz. Mit rund 3800 Studierenden und 1500 Dozierenden und Mitarbeitenden in Lehre, Forschung und Administration sowie über 1000 aktuellen Forschungsprojekten bündelt die OST Bildung und Forschung. Für das Jahr 2025 weist der Geschäftsbericht der Regierung des Kantons St. Gallen 3'995 immatrikulierte Studierende aus.
Die Hochschule führt Bachelor- und Masterstudiengänge sowie Weiterbildungen in sechs Departementen. Ihre Forschungsinstitute, Kompetenzzentren und Fachstellen realisieren anwendungsorientierte Forschungsprojekte und unterstützen Unternehmen und Organisationen mit Dienstleistungen.Website der OST – Ostschweizer Fachhochschule. Abgerufen am 31. August 2021.
Organisation Die OST – Ostschweizer Fachhochschule ist eine interstaatliche, selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit. Rechtliche Grundlage bildet die Vereinbarung über die OST – Ostschweizer Fachhochschule vom 15. Februar 2019. Träger der Hochschule sind die Kantone St. Gallen, Schwyz, Glarus, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau sowie das Fürstentum Liechtenstein. Gremium der politischen Zusammenarbeit ist die Trägerkonferenz, in der das jeweils zuständige Regierungsmitglied des Trägerkantons bzw. des Fürstentums Liechtenstein Einsitz nimmt. Der Sitz der Hochschule befindet sich in St. Gallen, der Sitz des Rektorats in Rapperswil-Jona.
Strategisches Führungsorgan ist der Hochschulrat, dessen Mitglieder von den Regierungen der Träger gewählt werden. Operativ wird die OST von der Hochschulleitung geführt. Sie besteht aus dem Rektor, den Leitern der sechs Departemente, dem Verwaltungsdirektor und dem Stabschef. Der Rektor leitet die Hochschule, führt den Vorsitz in der Hochschulleitung und vertritt die OST nach aussen. Der Gründungsrektor der OST ist Daniel Seelhofer.Wir sind die OST. (PDF; 1,8 MB), Kurzportrait, abgerufen am 5. Februar 2022. Präsident des Hochschulrats ist Michael Auer.
Geschichte Bis zu ihrem Zusammenschluss am 1. September 2020 zur OST – Ostschweizer Fachhochschule bzw. zur Eigenständigkeit der Fachhochschule Graubünden traten die vier rechtlich selbständigen Hochschulen FHS St. Gallen, HSR Rapperswil, NTB Buchs und HTW Chur gemeinsam unter der Dachmarke FHO Fachhochschule Ostschweiz auf. Das neue Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetz des Bundes (HFKG) machte schließlich eine Strukturreform der FHO Fachhochschule Ostschweiz notwendig.
Die OST führt alle Hochschulstandorte in St. Gallen, Rapperswil und Buchs mit dem gesamten Leistungsspektrum in Lehre, Forschung und Dienstleistung weiter. Die HTW Chur wird als eigenständige Fachhochschule Graubünden geführt.
Akkreditierungen Per 16. Dezember 2022 wurde die OST vom Schweizerischen Akkreditierungsrat gemäss dem Bundesgesetz über die Förderung der Hochschulen und die Koordination im schweizerischen Hochschulbereich (HFKG) als Fachhochschule bis 2029 institutionell akkreditiert und ist damit auch künftig beitragsberechtigt. (Die Akkreditierung gilt bis zum 15. Dezember 2029.) Die entsprechende Anerkennung als beitragsberechtigte Hochschule bestätigt der Bundesrat am 21. Februar 2024.
Im August 2024 hat das Departement Wirtschaft der OST die Akkreditierung der Association to Advance Collegiate Schools of Business erlangt.
Ebenfalls im August 2024 hat der Schweizerische Akkreditierungsrat die Studiengänge BSc Pflege, MSc Pflegewissenschaft und BSc Physiotherapie der OST bis 2031 akkreditiert.
Departemente Die OST führt sechs Departemente:
Departement Architektur, Bau, Landschaft, Raum Departement Technik Departement Informatik School of Management Departement Soziale Arbeit Departement Gesundheit Daneben besteht die Fachabteilung Interdisziplinäre Querschnittsthemen, der Institute und Kompetenzzentren departementübergreifend zugeordnet sind. Zu den interdisziplinären Schwerpunkten der OST zählen ≪Angewandte Künstliche Intelligenz», ≪Gesund leben und altern» sowie Klima und Energie.
Studiengänge (Quelle: ) Studiengänge im Departement Architektur, Bau, Landschaft, Raum
Bachelor of Arts in Architektur Bachelor of Science in Bauingenieurwesen Bachelor of Science in Landschaftsarchitektur Bachelor of Science in Stadt-, Verkehrs- und Raumplanung Master of Arts in Architektur Master of Science in Engineering (MSE) Civil Engineering Master of Science in Engineering (MSE) Raumentwicklung und Landschaftsarchitektur
Studiengänge im Departement Technik
Bachelor of Science in Elektrotechnik Bachelor of Science in Erneuerbare Energien und Umwelttechnik Bachelor of Science in Health Innovation Technology (ab Herbst 2027) Bachelor of Science in Industrial Artificial Intelligence (ab Herbst 2027) Bachelor of Science in Maschinentechnik Bachelor of Science in Mechatronik Bachelor of Science in Wirtschaftsingenieurwesen Master of Science in Engineering (MSE) mit 8 Vertiefungsrichtungen
Studiengänge im Departement Informatik
Bachelor of Science in Informatik Bachelor of Science in Digital DesignBachelor Digital Design | OST Website der OST. Abgerufen am 12. Februar 2024 Master of Science in Engineering (MSE) Data Science Master of Science in Engineering (MSE) Computer Science
Studiengänge im Departement Wirtschaft
Bachelor of Science in Betriebsökonomie Bachelor of Science in Wirtschaftsinformatik Bachelor of Science in Management und Recht Master of Science in Business Administration, Corporate/Business Development Master of Science in Management und Recht (ab Herbst 2027) Master of Science in Wirtschaftsinformatik
Studiengänge im Departement Soziale Arbeit
Bachelor of Science in Soziale Arbeit Master of Science in Soziale Arbeit
Studiengänge im Departement Gesundheit
Bachelor of Science in Ergotherapie Bachelor of Science in Pflege Bachelor of Science in Physiotherapie Master of Science in Physiotherapie (ab Herbst 2027) Master of Science in Pflegewissenschaft
Weiterbildungen Zusätzlich werden Weiterbildungen (Zertifikatslehrgänge, Masterstudiengänge und Seminare) in allen Departementen angeboten. Zu den Weiterbildungsformaten zählen unter anderem Certificate of Advanced Studies (CAS), Diploma of Advanced Studies (DAS), Maser of Advanced Studies (MAS) sowie Executive-MBA-Programme. Nach eigenen Angaben bot die Hochschule im Juli 2026 über 350 berufsbegleitende Weiterbildungen an.
Institute
Departement Architektur, Bau, Landschaft, Raum IFA Institut für Architektur IBU Institut für Bau und Umwelt ILF Institut für Landschaft und Freiraum IRAP Institut für Raumentwicklung
Departement Technik
Elektrotechnik ICOM Institut für Kommunikationssysteme IMES Institut für Mikroelektronik, Embedded Systems und Sensorik
Erneuerbare Energien und Umwelttechnik IET Institut für Energietechnik SPF Institut für Solartechnik UMTEC Institut für Umwelt- und Verfahrenstechnik WERZ Institut für Wissen, Energie und Rohstoffe Zug
Maschinentechnik ILT Institut für Laborautomation und Mechatronik IPEK Institut für Produktdesign, Entwicklung und Konstruktion IWK Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung
Systemtechnik
EMS Institut für die Entwicklung Mechatronischer Systeme
ESA Institut für Elektronik, Sensorik und Aktorik
ICE Institut für Computational Engineering
IES Institut für Energiesysteme
IMP Institut für Mikrotechnik und Photonik
Wirtschaftsingenieurwesen
IDEE Institut für Innovation, Design und Engineering
IMS Institut für Modellbildung und Simulation
Departement Informatik
IFS Institut für Software
I3 Institut für Interaktive Informatik INS Institut für Netzwerke und Sicherheit
Departement Wirtschaft
IFL Institut für Finace und Law IOL Institut für Organisation und Leadership IPM Institut für Informations- und Prozessmanagement
ISM Institut für Strategie und Marketing
Departement Soziale Arbeit
IFSAR Institut für Soziale Arbeit und Räume ISAL Institut für Soziale Arbeit im Lebensverlauf
Department Gesundheit IPW Institut für Angewandte Pflegewissenschaft
Interdisziplinär
IAF Institut für Altersforschung IGD Institut für Gender und Diversity
IKIK Institut für Kommunikation und interkulturelle Kompetenz
ICAI Interdisciplinary Center for Artificial Intelligence ZHB Zentrum für Hochschulbildung HR-Panel New Work
Standorte Die OST bietet das gesamte Leistungsspektrum in Lehre, Forschung und Dienstleistungen an ihren drei Hochschulstandorten in St. Gallen, Rapperswil-Jona und Buchs an. Daneben unterhält die OST Aussenstandorte in Zug und in Tänikon im Kanton Thurgau. Am Standort Tänikon eröffnete die OST im November 2024 das Institut für Intelligente Systeme und Smart Farming.
Campus St. Gallen An drei Standorten in der Stadt St. Gallen führt die OST Bachelor- und Master-Studiengänge sowie ein umfangreiches Weiterbildungsprogramm in den fünf Departementen Gesundheit, Soziale Arbeit, Wirtschaft, Informatik sowie Architektur, Bau, Landschaft, Raum. Jährlich absolvieren rund 1'700 Bachelor- und Masterstudierende ein Studium in St. Gallen. Im Weiterbildungszentrum schliessen jährlich über 1'800 Personen ein Weiterbildungsstudium, einen Lehrgang oder ein Seminar ab. 15 Institute realisieren Forschungsprojekte und bieten Dienstleistungen an.
Geschichte Die ehemalige FHS St. Gallen Hochschule für Angewandte Wissenschaften entstand 2001 aus dem Zusammenschluss dreier ehemals unabhängiger Schulen: der Höheren Wirtschafts- und Verwaltungsschule (HWV), der Interkantonalen Ingenieurschule (ISG) und der Höheren Fachschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (HFS). 2006 kam der Fachbereich Gesundheit dazu. Träger waren die Kantone St. Gallen, Thurgau, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden. Die Geschichte der Bildungsinstitution im Überblick:
1955 Gründung des Abendtechnikums St. Gallen, der späteren Ingenieurschule St. Gallen (ISG)
1964 Gründung der Ostschweizer Schule für Sozialarbeit (OSSA)
1969 Gründung der Ostschweizer Schule für Sozialpädagogik (OSSP)
1970 Gründung der Höheren Wirtschafts- und Verwaltungsschule (HWV)
1996 Fusion von OSSA und OSSP zur Höheren Fachschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (HFS)
2001 Fusion von HFS, ISG und HWV zur FHS St. Gallen Hochschule für Angewandte Wissenschaften (FHS)
2020 Auflösung der FHS St. Gallen und Eingliederung in die Ostschweizer Fachhochschule (OST)
Campus Rapperswil-Jona An zwei Standorten in Rapperswil-Jona führt die OST Bachelor- und Master-Studiengänge sowie Weiterbildungsangebote in den vier Departementen Architektur, Bau, Landschaft, Raum, Informatik, Technik sowie Wirtschaft. Der Campus Rapperswil-Jona umfasst rund 1'600 Studierende. 16 Institute realisieren Forschungsprojekte und bieten Dienstleistungen an.
Geschichte Die Hochschule für Technik in Rapperswil wurde 1972 als Interkantonales Technikum Rapperswil (ITR) von den Kantonen Zürich, St. Gallen, Schwyz und Glarus gegründet. 1998 erhielt das ITR rückwirkend auf 1997 den Status einer Fachhochschule. Danach wurde sie in HSR Hochschule für Technik Rapperswil umbenannt. Aufgrund einer Neustrukturierung der kantonalen Hochschullandschaft trat 2008 der Kanton Zürich aus dem Träger-Konkordat aus. Per 1. September 2020 wurde die HSR Rapperswil aufgelöst und in die OST – Ostschweizer Fachhochschule eingegliedert.
1972 HSR startet als ITR Interkantonales Technikum Rapperswil mit fünf Studiengängen, getragen von den vier Kantonen Zürich, St. Gallen, Glarus und Schwyz.
1973 Bezug der Gebäude 1, 2, 3 und 4. Die Bauten werden später als schützenswerte Objekte inventarisiert.