Trachelospermum jasminoides, auch Falscher Jasmin oder Chinesischer Sternjasmin genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Sternjasmin (Trachelospermum) in der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae).
mini|links|Mit Blüten mini|Blüten mini|Früchte und Samen mini|Trachelospermum jasminoides als Hecke Beschreibung Trachelospermum jasminoides ist ein immergrüner, verholzender Kletterstrauch, der 7 bis 10 Meter lang werden kann. Er enthält in allen Geweben Milchsaft.
Die einfachen, ledrigen, gegenständigen, kurz gestielten und ganzrandigen, unterseits helleren, bespitzten bis zugespitzten Laubblätter sind eiförmig bis lanzettlich, elliptisch oder verkehrt-eiförmig, sie sind oberseits glänzend und jung unterseits behaart.
Die Blütezeit ist März bis August. Es werden zymöse und mehr oder weniger behaarte Blütenstände gebildet. Die zwittrigen und gestielten, fünfzähligen Blüten mit doppelter Blütenhülle duften ähnlich wie der Echte Jasmin (Jasminum officinale). Die kurzen Kelchzipfel sind zurückgelegt. Die weiße Blütenkrone der 5 verwachsenen Blütenblätter hat einen Durchmesser von 1,5 bis 2,5 Zentimeter. Die Basis der Krone ist röhrig verwachsen und oberseits geweitet. Der Schlund ist mehr oder weniger behaart. Die propellerartigen Kronzipfel sind ausgebreitet und nach rechts gedreht, am Rand gewellt und einseitig zurückgeschlagen. Die zwei fast freien, oberständigen, einkammerigen Stempel besitzen an der Basis Nektarien und sind an der Spitzen in einem großen Griffelkopf verwachsen. Die kurzen und eingeschlossenen Staubblätter oben in der Kronröhre liegen dem Griffelkopf an.
Die Früchte sind ein Paar von bis zu 15–20 Zentimeter langen, länglichen und vielsamigen, kahlen Balgfrüchten mit beständigem Kelch. Die bis zu 1,5–2 Zentimeter langen Samen tragen einen langen, seidigen Haarschopf.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20.
Vorkommen Trachelospermum jasminoides kommt ursprünglich in China, Japan, Korea, Vietnam, Tibet, Taiwan und Hainan vor. Sie wird im Mittelmeerraum und in Nordamerika als Zierstrauch kultiviert.
Taxonomie Trachelospermum jasminoides wurde 1846 von John Lindley als Rhyncospermum jasminoides in Journal of the Horticultural Society of London Band 1 Seite 74 erstbeschrieben. Die Art wurde 1851 von Charles Lemaire in Jardin Fleuriste; Journal Général des Progrès et des Interets Horticoles et Botaniques Band 1: Tafel 61 (1851) als Trachelospermum jasminoides in die von ihm selbst neu aufgestellte Gattung Trachelospermum gestellt. Synonyme der Art sind: Nerium divaricatum , Parechites adnascens , Parechites thunbergii und Trachelospermum divaricatum .
Literatur The European Garden Flora. Volume VI, Cambridge Univ. Press, 2000, ISBN 0-521-42097-0, S. 43 f. Marilena Idžojtić: Dendrology. Academic Press, 2019, ISBN 978-0-12-819644-1, S. 704 f. Trachelospermum jasminoides in der Flora of China, Vol. 16. Zhenghao Xu, Le Chang: Identification and Control of Common Weeds. Volume 3, Springer, 2017, ISBN 978-981-10-5402-0, S. 87–90.
Weblinks
Thomas Meyer, Michael Hassler: Mittelmeer- und Alpenflora. Trachelospermum jasminoides bei Useful Tropical Plants.
Einzelnachweise Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die neue Kosmos-Mittelmeerflora. Franckh-Kosmos-Verlag Stuttgart 2008. ISBN 978-3-440-10742-3. S. 416.
Datenblatt Trachelospermum jasminoides bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.
Kategorie:Hundsgiftgewächse Kategorie:Kletterpflanze Kategorie:Apocynaceae Kategorie:Zierpflanze