Hermann Wein (* 20. Mai 1912 in München; † 3. November 1981) war ein deutscher Philosoph.
Leben Wein, Sohn eines von Helene Wein, geborener Deiglmayr, und des Juristen und Bankiers Hermann Wein aus München, studierte in Berlin, Wien und Heidelberg und wurde 1936 bei Nicolai Hartmann zum Dr. phil promoviert. Er trat 1937 in die NSDAP ein. Nach der Habilitation 1942 in Berlin erfolgte dort 1943 die Ernennung zum Philosophiedozenten und der Beginn seiner Lehrtätigkeit. Ab 1947 war er in Göttingen wieder Dozent und von 1950 bis zu seinem Ruhestand 1971 außerplanmäßiger Professor. 1950 fungierte er als Sekretär beim Deutschen Philosophischen Kongress, 1951 bis 1952 war er Research Fellow der Rockefeller Foundation und an der Harvard University in Cambridge. 1964/1965 hielt er sich als Gastprofessor der Queen’s University im kanadischen Kingston auf, 1969 an der Pennsylvania State University.
Hermann Wein war katholisch, verheiratet mit Dorothea Wein, geborener Bär, lebte in München und hatte ein Kind.
Schriften (Auswahl) Untersuchungen über das Problembewußtsein (= Beiheft für die Mitglieder der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie. Beiheft 33). Verlag für Staatswissenschaften und Geschichte, Berlin 1937. Das Problem des Relativismus. Philosophie im Übergang zur Anthropologie. Berlin 1950, . Zugang zur philosophischen Kosmologie. Überlegungen über das philosophische Thema der Ordnung in nach-kantischer Sicht. Verlag Oldenbourg, München 1954. Philosophie als Erfahrungswissenschaft. Aufsätze zur philosophischen Anthropologie und Sprachphilosophie. Den Haag 1965, . Realdidaktik. Von Hegelscher Dialektik zur dialektischen Anthropologie. 2. Auflage. 1964. Positives Antichristentum. Nietzsches Christusbild. 2. Auflage. 1964. Sprachphilosophie der Gegenwart. 2. Auflage. 1967. Philosophische Anthropologie, Metapolitik und Politische Bildung. 1965. Kentaurische Philosophie. Vorträge und Abhandlungen. München 1968, . Nietzsche sin Zarathustra. 1972 (spanisch). Dokumentationen und Notationen zum späteren Hartmann aus der Sicht von heute. In: Alois Joh. Buch (Hrsg.): Nicolai Hartmann 1882–1982. 1982, S. 306–325. Anticartesianische Meditationen. Was war und ist Meditieren? Ein Fragment. Bonn 1983, ISBN 3-416-01720-X.
Literatur Jan M. Broekman, Jan Knopf (Hrsg.): Konkrete Reflexion. Festschrift für Hermann Wein zum 60. Geburtstag. Den Haag 1975, ISBN 90-247-1679-9. Wein, Hermann. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1318. Nebil Reyhani: Hermann Weins Auseinandersetzung mit Nicolai Hartmann als sein Weg von der Ontologie zu einer philosophischen Kosmologie. 2001.
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