Nuria Dorothea Nono-Schoenberg (* 7. Mai 1932 in Barcelona) ist eine österreichisch-US-amerikanische Musikwissenschafterin, Tochter des Komponisten Arnold Schönberg, Witwe des Komponisten Luigi Nono und Biographin ihres Vaters.

Leben und Wirken Nuria Schoenberg wurde 1932 als Tochter Arnold Schönbergs und seiner zweiten Frau Gertrud (geb. Kolisch)Schönberg, Gertrud Bertha. In: Ernst Fischer: Verleger, Buchhändler & Antiquare aus Deutschland und Österreich in der Emigration nach 1933: Ein biographisches Handbuch. 2. Auflage. Berlin : De Gruyter, 2020, S. 471f. geboren, sie hatte die Brüder Ronald (* 1937) und Lawrence (* 1941). Ein Onkel Nuria Schoenbergs war der Geiger Rudolf Kolisch. Die Familie floh im Mai 1933 von Berlin nach Paris, von dort nach New York City und ging 1934 nach Hollywood. 1941 erhielten Nuria und ihre Eltern die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Nuria Schoenberg studierte Biologie an der University of California, Los Angeles (B.Sc. 1953). 1954 lernte sie den Komponisten Luigi Nono kennen, den sie 1955 heiratete. Das Ehepaar hatte zwei Töchter, Silvia (* 1959) und Serena (* 1964).

Bereits während ihrer Studienzeit hatte sie an einer englischen Übersetzung der Gurre-Lieder ihres Vaters gearbeitet. Nach dem Tod ihrer Mutter betreute Nuria mit ihren Brüdern den Nachlass ihrer Eltern. Er wurde 1973 dem Arnold Schoenberg Institute der University of Southern California übergeben und kam 1997 ans neu gegründete Arnold Schönberg Center nach Wien. Nuria Schoenberg ist Präsidentin des Vorstands der das Schönberg Center tragenden Stiftung. Nach dem Tod Luigi Nonos gründete sie 1993 das Archivio Luigi Nono in Venedig, dessen Präsidentin sie bis heute (August 2021) ist. Unter dem Titel Arnold Schönberg 1874–1951: Eine Lebensgeschichte in Begegnungen gab sie 1992 eine erste dokumentarische Biographie über ihren Vater heraus. 2008 kuratierte sie die Multimedia-Ausstellung Arnold Schönberg – Wer ich bin im Wiener Arnold Schönberg Center.

Sie wirkte 1998 in dem Film Aprile ihres Schwiegersohns Nanni Moretti mit und trat (als sie selbst) in vier Dokumentarfilmen auf.

Publikationen Herausgeberin

(2. Auflage 1998). Arnold Schoenberg – Spielkarten, Piatnik, Wien 1981

Mitwirkung

Ehrungen Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold, 2002 Ehrendoktor der Universität Venedig, 2007 Zu ihrem 70. Geburtstag wurde ihr eine von Anna Maria Morazzoni herausgegebene Festschrift mit Beiträgen von u. a. Konrad Oberhuber, Klaus Kropfinger, Claudia Maurer Zenck, Massimo Cacciari und Christian Meyer gewidmet:

Literatur Juana Zimmermann: „Jedenfalls werden wir uns alle dort treffen“ – Frauen bei den Darmstädter Ferienkursen 1946–1961. Wolke, Berlin 2025, ISBN 978-3-95593-604-4.

Quellen

Verlagstext

Weblinks Nuria Nono-Schönberg in der Deutschen Biographie

Einzelnachweise

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