Guttenberger Hammer (früher auch Eisenhammer genannt) ist ein Gemeindeteil des Marktes Grafengehaig im oberfränkischen Landkreis Kulmbach in Bayern. Guttenberger Hammer liegt in der Gemarkung Weidmes.
Geografie Der Weiler liegt im tief eingeschnittenen Tal des Großen Rehbachs und des Kleinen Rehbachs, der dort als linker Zufluss mündet. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Kleinrehmühle (0,4 km östlich). Ein Wirtschaftsweg führt zur Hübnersmühle (0,6 km südwestlich).
Geschichte Guttenberger Hammer ist für 1792 belegt.stadtsteinach.de: Der Mühlenweg im Steinachtal - ein grüner Pfad im Frankenwald. Als Eisen- und Zainhammer (Herstellung von Eisenstäben) gehörte der Hammer in Verbindung mit zwei Bergwerken bei Triebenreuth und am Wolfsberg bei Guttenberg zur reichsunmittelbaren Ritterschaft Guttenberg. 1799 erwarb Johann David Krumpholz den Betrieb im Guttenberger Hammer. Seitdem ist die Schmiede im Besitz der Familie Krumpholz.Schild vor Ort
Das Hochgericht übte das Burggericht Guttenberg aus. Es hatte ggf. an das bambergische Centamt Marktschorgast auszuliefern. Die Grundherrschaft oblag dem Burggericht Guttenberg. Mit dem Gemeindeedikt wurde Guttenberger Hammer dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Guttenberg und der Gemeinde Weidmes zugewiesen. Am 1. Januar 1972 wurde Weidmes im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Grafengehaig eingegliedert.
Ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 2: Zweigeschossiges, verputzt massives Halbwalmdachhaus, drei zu fünf Achsen; stichbogige Fenster- und Türrahmungen aus Sandstein, der Haustürsturz ist mit „Georg Krumpholz 1854“ bezeichnet, seitlich befinden sich Zierpilaster.K.-L. Lippert: Landkreis Stadtsteinach, S. 38. Der Denkmalschutz ist mittlerweile aufgehoben, das Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 3: Nebengebäude zu Haus Nr. 2. Eingeschossiges Wohnstallhaus, verputzt massiv, mit Halbwalmdach über profiliertem, hölzernen Traufgesims; stichbogige Fenster- und Türrahmungen, der Sturz der Haustür ist mit „Georg Krumpholz 1815“ bezeichnet. Eisenbergwerk. In der baulich unbedeutenden Hammerhütte, dem letzten in Betrieb befindlichen Eisenhammer des Frankenwaldes, befand sich bis 1947 eine durch ein Wasserrad getriebene, historisch wertvolle alte Hammereinrichtung.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 14 8 12 16 27 26 21 22 12 6HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 2 2 3 3 4 4 3Quelle Dort als Eisenhammer aufgelistet.
Religion Die Protestanten gehören zur Pfarrei Zum Heiligen Geist (Grafengehaig), die Katholiken waren ursprünglich nach Mariä Heimsuchung in Marienweiher gepfarrt und kamen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Pfarrei St. Jakobus der Jüngere (Guttenberg).
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Grafengehaig) Kategorie:Weiler im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ersterwähnung 1792