mini|Rapsweißlinge bei der Paarung mini|Rapsweißling
Der Rapsweißling (Pieris napi) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Weißlinge (Pieridae). Er wird oft auch als Grünader-Weißling oder Hecken-Weißling bezeichnet.
Merkmale Der Rapsweißling ist ein mittelgroßer Falter mit einer Flügelspannweite von ca. 50 MillimeternElizabeth Balmer: Schmetterlinge: Erkennen und Bestimmen. Parragon Books Ltd., 2007, ISBN 978-1-4075-1203-7, S. 50., der zu den häufigsten Tagfalterarten zählt. Das Haupterkennungsmerkmal sind die grünlich beschuppten Adern auf den gelben Hinterflügelunterseiten. Die Unterseite des Vorderflügels ist weiß und verfärbt sich zur Spitze hin gelblich. Ebenso ist die Oberseite weiß und weist eine leichte graugrüne Äderung auf. Beim Männchen befindet sich hier ein ebenso gefärbter Fleck, beim Weibchen sind es derer zwei. Zu den Flügelspitzen färben sich die Vorderflügel hier dunkelgrau.
Die Raupe ähnelt der des Kleinen Kohlweißlings, besitzt aber keine ausgeprägte gelbe Rückenlinie, sondern ist eher hellgrün mit feinen gelben seitlichen Punkten.
Ähnliche Arten Großer Kohlweißling, Pieris brassicae (, 1758) Kleiner Kohlweißling, Pieris rapae (, 1758) Karstweißling, Pieris mannii (, 1851) Bergweißling, Pieris bryoniae (, 1805)B. Petersen et al. Verhaltensstudien am Rapsweissling und Bergweissling (Pieris napi L. und Pieris bryoniae Ochs.), Zool. Inst. Uppsala, 1952. Pieris ergane (, ) Krüpers Weißling, Pieris krueperi , 1860
Unterarten Pieris napi adalwinda Orsa Finnmark, Schweden Pieris napi meridionalis Pieris napi segonzaci Hoher Atlas Pieris napi maura Glacières de Blida, Algerien Pieris napi atlantis Azrou, Mittlerer Atlas, Marokko Pieris napi flavescens Mödling, Österreich
Synonyme mini|Rapsweißling in Kreuzhorst (Magdeburg)|316x316px Pieris adalwinda , 1909 Pieris arctica , 1911 Pieris canidiaformis , 1910 Pieris dubiosa , 1907 Pieris flavescens , 1903 Pieris meridionalis , 1895
miniatur|Eier abgelegt an Senf
Vorkommen Der Falter ist nahezu im gesamten Europa, von Skandinavien bis zum Mittelmeer, verbreitet. Er fehlt auf den atlantischen Inseln, den Shetlandinseln und Sardinien.
Zum Lebensraum des Rapsweißlings gehören feuchte, grasige Orte mit etwas Schatten, Waldränder, Baumhecken, Fettwiesen und bewaldete Flusstäler. Die späteren Generationen erweitern ihren Einzugsbereich bei der Suche nach alternativen Futterpflanzen in trockenere, aber blütenreiche Lagen. Im Mittelmeergebiet sind Gebüsche an Bergbächen oder -quellen bzw. Überschwemmungsgebiete mit Brunnenkresse (Nasturtium officinale) typisch.
Lebensweise Zu den Futterpflanzen der Raupe gehören Schaumkrautarten (Cardamine), aber auch verschiedene Arten von Kressen wie Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale), Senfe (Sinapis) und Knoblauch (Allium sativum). Es ist fraglich, ob der namensgebende Raps (Brassica napus) als Futterpflanze eine wesentliche Rolle spielt.
Flug- und Raupenzeiten Der Generationsverlauf variiert mit Lokalität, Höhe und Saison. In Nordeuropa werden zwei bis drei Generationen von April bis Anfang September beobachtet. In wärmeren Gebieten und günstigen Jahren entsteht teilweise eine vierte Generation. In Südeuropa treten drei oder mehrere teilweise überlappende Generationen von März bis Oktober auf.
Quellen Einzelnachweise
Literatur
Weblinks
Lepiforum e. V. Taxonomie und Fotos Bund RLP – Tagfalter in Rheinland-Pfalz – Grünader-Weißling www.schmetterling-raupe.de Moths and Butterflies of Europe and North Africa (englisch)
Kategorie:Weißlinge Kategorie:Wanderfalter