2034: A Novel of the Next World War ist ein im März 2021 auf Englisch erschienener dystopischer Roman, der einen fiktiven Dritten Weltkrieg im Jahre 2034 zum Gegenstand hat. Autoren sind der US-Schriftsteller und ehemalige Soldat des US-Marine Corps Elliot Ackerman und der Admiral i. R. der US Navy James G. Stavridis. Aufmerksamkeit erregte das Werk wegen seiner Bezüge zur wachsenden geopolitischen Rivalität zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China. Anlass für den Ausbruch des Krieges ist im Roman der Konflikt um den Hoheitsanspruch Chinas im südchinesischen Meer. Der Roman ist im Herbst 2023 auch in zahlreiche andere Sprachen übersetzt (z. B. in Französisch, Spanisch, Niederländisch), jedoch noch nicht ins Deutsche.

Inhalt Handlung Um ihren Herrschaftsanspruch über das Südchinesische Meer durchzusetzen, stellt die chinesische Marine einer dort patrouillierenden US-Zerstörer-Flottille eine Falle und vernichtet sie, was dadurch gelingt, dass sie deren Sensoren blockiert und die Waffensysteme deaktiviert. Gleichzeitig wird im iranischen Luftraum die Kontrolle über eine F-35 E Lightning der US-Luftwaffe, die dort eine aktive Stealth-Technologie (beschrieben als ) testen soll, übernommen und die Maschine zur Landung in Bandar Abbas gezwungen. Obwohl die chinesische Seite so eindrucksvoll ihre technische Macht demonstriert (wobei sie sogar die Computer im Weißen Haus sperren kann), drängen viele amerikanische Medien und Falken der Regierung zu Vergeltungsmaßnahmen. Um Flagge zu zeigen, schickt die US-Regierung zwei Flottenverbände um die Flugzeugträger Gerald Ford und Doris Miller ins Südchinesische Meer. Diese werden vernichtet. Nun erweitern sich die Kriegsziele der Volksrepublik China. Es fällt der Beschluss zur Annexion Taiwans. Die dortige Regierung wird zur Angliederung an die Volksrepublik aufgerufen, verweigert diese aber. Die US-Präsidentin droht mit taktischen Atomschlägen. Einer Bitte Chinas Folge leistend sprengt die russische Marine daraufhin in die USA führende Unterseekabel in der Barentssee und verlangsamt so das Internet in den USA erheblich. Chaos macht sich in den USA breit, da viele Dienste nicht mehr richtig funktionieren oder ausfallen. Daraufhin befiehlt die US-Regierung die Zerstörung des chinesischen Flottenstützpunkts und der Stadt Zhanjiang mit Atomwaffen. Sofort, nachdem dies um den Preis von Millionen von Todesopfern erfolgt ist, führt die Volksbefreiungsarmee die Invasion und gewaltsame Annexion Taiwans durch. Die russische Regierung nutzt die Gunst der Stunde und lässt ihre Armee Polen angreifen. Sie erobert eine Landbrücke von Kaliningrad nach Belarus und isoliert die baltischen Staaten von den anderen NATO-Ländern. Auch die iranische Revolutionsgarde will Vorteile für den Iran herausschlagen. Um Irans Herrschaft über die Meerenge von Hormus zu etablieren, kapern sie einen indischen Öltanker. Die iranische Regierung will jedoch eine Ausweitung des Krieges verhindern und verhandelt heimlich mit der indischen Regierung, die zu erkennen gibt, dass sie die Eskalation dieses kleinen Konflikts vermeiden und die des großen beenden will. Weiterhin setzt die indische Seite den Iran über Pläne Russlands, zwei Inseln in der Meerenge von Hormus zu erobern, in Kenntnis. Russland will so die Meerenge für Erdöltransporte aus den Golfstaaten sperren, um den Preis für russisches Erdöl in die Höhe zu treiben. Der russische Angriff scheitert. Inzwischen führen die chinesischen Streitkräfte nukleare Angriffe gegen Galveston, Texas, und San Diego, Kalifornien, durch und zerstören beide Städte. Daraufhin planen die USA einen Vergeltungsschlag gegen Xiamen, Fuzhou und Shanghai. Dann greift Indien in den Konflikt ein, um ihn zu beenden. Die indischen Streitkräfte zerstören zunächst einen chinesischen Flugzeugträger und schießen dann bis auf eines die zur Vernichtung chinesischer Städte gestarteten US-amerikanischen Kampfflugzeuge ab. Das eine Flugzeug, das durchkommt, zerstört Shanghai. Unter dem Eindruck der Übermacht Indiens kommt es zum Frieden von Neu-Delhi.

Personen Sandeep Chowdhury – Stellvertreter des Nationalen Sicherheitsberaters der Vereinigten Staaten. 44 Jahre alter Sohn indischer Eltern, aufgewachsen in Virginia. Promovierter Absolvent der Fletcher School der Tufts University. Sein Vater, Facharzt für Onkologie, ist an Krebs gestorben. Er lebt geschieden von seiner Frau Samantha, beschrieben als WASP-Texanerin. Tritt für Deeskalation ein und wird daher von seinem Vorgesetzten Wisecarver wiederholt aus dem Weißen Haus entfernt und auf Missionen geschickt. Als sich die iranische Führung bereit erklärt, Major Mitchell, den Piloten der im Iran abgefangenen F-35, an die indische Regierung zu übergeben, ist es die Aufgabe von Chowdhury, diesen in Neu-Delhi in Empfang zu nehmen. Dabei nimmt er Kontakt mit seinem Onkel, dem Vizeadmiral i. R. Anand Patel auf, und erhält von diesem Unterstützung bei dieser Aufgabe. Als er vom geplanten Angriff auf Zhanjiang erfährt, schickt er seine sechsjährige Tochter Ashni und seine Mutter Lakshmi Chowdhury zu ihrem Schutz zu Anand Patel. Nach der Kaperung des indischen Öltankers durch iranische Revolutionsgarden wird er vom Sicherheitsberater nach Neu-Delhi gesandt. Während er sich dort aufhält und mit Patel und Qassem Farshad, dem Repräsentant Irans, verhandelt, erfährt er vom Atombombenangriff auf Galveston, bei dem auch seine geschiedene Frau ihr Leben verloren hat. Später setzt ihn sein Onkel über die Zerstörung des chinesischen Flugzeugträgers Zheng He durch ein indisches U-Boot in Kenntnis. Ebenso werde man auch die US-Schiffe zerstören, die chinesische Schiffe angreifen. Indien werde die Konfliktpartner zum Frieden zwingen. Er bittet seinen Neffen, diese Informationen an die US-Präsidentin weiterzugeben. Der US-Sicherheitsberater, vom indischen Mitiärattaché informiert, hat dies nicht getan. Chowdhury fliegt nach Washington zurück und konfrontiert gemeinsam mit Hendrickson den Sicherheitsberater im Weißen Haus. Dieser will die beiden nicht zur Präsidentin vorlassen. Es kommt zum Kampf, auf den die Präsidentin aufmerksam wird. Chowdhury kann seine Botschaft übermitteln. Als eine Kommunikationsverbindung zur Enterprise hergestellt wird, sind die mit Atombomben bestückten Flugzeuge von dort aus bereits gestartet. Indischen Su-35-Flugzeugen gelingt es, fast alle abzuschießen. Lediglich das Flugzeug des Kommandanten, Major Mitchell, entkommt. Es gelingt nicht, ihn über Funk zurückzurufen. Nach den Friedensverhandlungen, die Chowdhury als Mitglied der US-amerikanischen Delegation begleitet, verlässt er den Staatsdienst und arbeitet als gesuchter Fachmann in der Politik- und Wirtschaftsberatung, unter anderem für den Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen.

Sarah Hunt – Kapitänin zur See und Kommandantin der aus drei Aegis-Zerstörern der Arleigh-Burke-Klasse (John Paul Jones, Carl M. Levin und Chung-Hoon) bestehenden Flottille, die zu Beginn des Romans bei den Spratly-Inseln von einem chinesischen Flottenverband um den fiktiven Flugzeugträger Zheng He (offenbar dem Typ 004 zugehörig) mit Torpedos und Kampfflugzeugen vom Typ Shenyang J-31 vernichtet wird. Sie wird nach der Zerstörung der Ford und der Miller zum Flottillenadmiral und zur Befehlshaberin eines Flugzeugträgerverbands um das Flaggschiff Enterprise befördert. Dort setzt sie auf die eigentlich veralteten Kampfflugzeuge vom Typ McDonnell Douglas F/A-18 Hornet und lässt so weit wie möglich alle elektronischen Steuer- und Leitsysteme entfernen, um die Flugzeuge gegen elektronische Fremdeinwirkungen unanfällig zu machen (). Mit diesen Flugzeugen wird dann der Atombombenangriff auf das Hauptquartier der chinesischen Südflotte in Zhanjiang geflogen und der Stützpunkt zusammen mit der Stadt von einer Bombe mit einer Sprengkraft von 150 Kilotonnen TNT zerstört. Später starten von ihrem Träger aus die F/A-18 Hornets, die die Städte Xiamen, Fuzhou und Shanghai zerstören sollen. Einzig dem Flugzeug von Major Mitchell gelingt es, ans Ziel zu kommen, seine Bombe über Shanghai zu zünden und die Stadt zu zerstören. Sarah Hunt, von ihren Untergebenen Lion Queen genannt, wird als ehrgeizige Offizierin dargestellt, die der Karriere wegen auf eine Familie verzichtet hat. Sie erleidet nach Kriegsausbruch ständige Albträume, weil sie sich für die Verluste an Menschenleben – denen des eigenen Volkes ebenso wie den chinesischen – verantwortlich fühlt, widersetzt sich aber den Einsatzbefehlen nicht. Sie zieht sich nach dem Friedensschluss von Neu-Delhi auf eine einsame Farm in Neumexiko zurück und bemüht sich, obwohl schon über fünfzigjährig, um die Adoption eines Kindes.

John T. Hendrickson – Konteradmiral, früherer Kommandant eines Atom-U-Boots, promovierter Absolvent der Fletcher School, von wo er Chowdhury kennt. Liaison-Offizier des Pentagon im Weißen Haus, wo er während der Krise eng mit Chowdhury zusammenarbeitet. Er ist mit Sarah Hunt freundschaftlich verbunden. Mit ihr, die sieben Jahre jünger ist als er, hatte er an der United States Naval Academy, wo er als Dozent arbeitete und sie als Fähnrich in der Ausbildung war, eine Liebesbeziehung. Nach dem Angriff auf Zhanjiang wird er zu ihr geschickt, um zu prüfen, ob sie den psychischen Belastungen standhalten kann. Wendet sich mit Chowdhury gegen den Sicherheitsberater, um die US-Präsidentin von der indischen Initiative zur Deeskalation zu informieren.

Trent Wisecarver – Nationaler Sicherheitsberater der US-Präsidentin. Verlor seinen Sohn in der COVID-19-Pandemie. West Point-Absolvent und für die militärische Eskalation eintretender Falke. Als sich nach dem Atomschlag gegen Zhanjiang Angst in der US-Bevölkerung wegen eines drohenden Vergeltungsschlags Chinas breit macht, entfernt er alle Mitarbeiter, die nicht loyal zu ihm sind, einschließlich Chowdhury und Hendrickson. Diese halten sich aber gegenseitig über die ihnen bekannt werdenden Entwicklungen auf dem Laufenden. Wisecarver informiert die US-Präsidentin nicht vom Besuch des indischen Militärattachés, der ihm von den indischen Maßnahmen wie der Zerstörung der Zheng He berichtete. Als sein Verhalten später publik wird, verliert die Regierung die nächste Wahl.

Major Chris Mitchell – Pilot der am Anfang des Romans zur Landung gezwungenen F-35. Wird von Brigadegeneral Farshad verhört und zusammengeschlagen. Nach Rückkehr in die USA und Genesung kämpft er darum, in das Hornet-Geschwader auf dem Flugzeugträger von Admiralin Hunt aufgenommen zu werden, weil er um die Verwundbarkeit der vollelektronisch gesteuerten Kampfflugzeuge weiß und nach alter Art handgesteuert fliegen will. Er wird der Befehlshaber des Geschwaders und führt als solcher den Atombombenangriff auf Shanghai an, den er nicht überlebt. Er ist Kampfpilot in vierter Generation und fühlt sich der militärischen Familientradition verbunden, die sein Denken und Handeln bestimmt.