mini|hochkant=1.3|Die zweitplatzierten Inico Bernabei und Tullio Pacini im Ferrari 166 MM mini|hochkant=1.3|Gianni Marzotto im Ferrari 195S Spider mini|hochkant=1.3|Emilio Romano im Cisitalia-Abarth 204 A Spyder Sport. Im baugleichen Wagen bestritt Tazio Nuvolari seine letzte Targa Florio Die 34. Targa Florio, auch XXXIV Targa Florio, war ein Straßenrennen auf Sizilien und fand am 3. April 1950 statt. Gleichzeitig war das Rennen der zehnte Giro di Sicilia, auch 10° Giro di Sicilia.
Das Rennen Die Route Palermo – Trapani – Marsala – Castelvetrano – Sciacca – Agrigento – Caltanissetta – Enna – Gela – Ragusa – Noto – Siracusa – Catania – Messina – Sant’Agata di Militello – Cefalù – Palermo
Teams, Hersteller und Fahrer 1950 sollte der Streckenverlauf der Targa Florio wieder dem originalen Grande circuito delle Madonie entsprechen. Auflagen der örtlichen Behörden verhinderten jedoch eine Durchführung, wodurch die Rückkehr zur angestammten Targa Florio um ein Jahr verschoben wurde. Daher fand das Rennen 1950 zum letzten Mal als Giro di Sicilia statt.
Im Mittelpunkt der teilnehmenden Fahrer stand Tazio Nuvolari. Für den inzwischen 58 Jahre alten Lombarden wurde es das vorletzte Rennen seiner langen Karriere.Tazio Nuvolari bei der Targa Florio 1950 Dass Nuvolari große gesundheitliche Probleme hatte, ließ er sich nicht anmerken, obwohl längst allgemein bekannt war, dass das fortgeschrittene Asthma bronchiale sein Leben bedrohte. Das Fahrzeug, einen Cisitalia-Abarth 204 A Spider Sport, stellte Carlo Abarth zur Verfügung, der Anfang 1950 die Rennfahrzeuge von Cisitalia übernommen hatte.
Drei Fahrzeuge meldete Enzo Ferrari für seine Scuderia. Luigi Villoresi steuerte einen 166 MM und für Alberto Ascari sowie den jungen Werksfahrer Gianni Marzotto wurden zwei neue 195S Spider nach Palermo gebracht. Weitere 166 MM meldeten Giovanni Bracco, erneut mit Umberto Maglioli als Beifahrer, Inico Bernabei sowie die beiden Brüder von Gianni Marzotto, Paolo und Umberto. Luigi Fagioli fuhr seinen Osca MT4 und Felice Bonetto einen Alfa Romeo 412.
Aus dem Vereinigten Königreich kam Lance Macklin mit einem Aston Martin DB2 nach Sizilien. Was für einen britischen Fahrer normal war, das Rennen auf einem englischen Wagen zu bestreiten, war für einen Italiener mehr als ungewöhnlich. Zwei Mitfavoriten vertrauten in diesem Jahr auf Produkte aus Großbritannien. Franco Cortese startete in einem Frazer Nash Le Mans Replica, den Conte Giovanni Lurani für ihn gemeldet hatte. Clemente Biondetti, der Sieger der letzten beiden Jahre, überraschte die Organisatoren um Vincenzo Florio mit der Meldung eines Jaguar XK 120. Erste deutsche Starter nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren Petermax Müller und Fritz Huschke von Hanstein, die mit einem Müller-Eigenbau mit 1,1-Liter-Volkswagen-Motor an den Start gingen.Petermax Müller und sein Volkswagen Speciale Ein zweites deutsches Duo bildeten Helmut Polensky und Walter Schlüter mit ihrem Veritas BMW 750 Sport.
Der Rennverlauf Trotz des ansehnlichen Favoritenkreises endete die Targa Florio 1950 mit einer der größten Überraschungen ihrer Geschichte, nachdem die beiden aus Rom stammenden Bornigia-Brüder, die dort einen Fahrzeughandel betrieben, in ihrem Alfa Romeo 6C 2500 Competizione als Gesamtsieger durchs Ziel gingen. Beim Cisitalia-Abarth von Tazio Nuvolari fiel in der Nacht – wie üblich gingen die ersten Wagen eine Minute nach Mitternacht ins Rennen – das Vorderlicht aus. Eine Zeit lang fuhr er hinter einem anderen Teilnehmer her, ehe ihm dessen Tempo zu langsam war und Nuvolari überholte. Ohne Licht prallte er wenig später gegen ein abgestelltes Fahrzeug und musste aufgeben. Carlo Abarth ließ den nur leicht beschädigten Wagen nach dem Rennen reparieren. Eine Woche nach der Targa Florio startete Nuvolari damit beim Bergrennen Salita al Monte Pellegrino, wo er als Gesamtfünfter ins Ziel kam und seine Rennklasse gewann. Es war das letzte Rennen seiner Fahrerkarriere.
Nach dem Ausfall des führenden Ascari wegen Motorschadens am Ferrari schien für Biondetti wieder alles in Ordnung zu kommen. Aber auch der Jaguar-Motor versagte seinen Dienst. Als dann auch noch Franco Cortese mit einem Leck im Treibstofftank seines Frazer Nash aufgeben musste, war der Weg zum Sieg für die Bornigia-Brüder frei.
Ergebnisse Schlussklassement