Otto Oettel (* 8. Juni 1878 in Bürgel; † 8. Januar 1961 in Greiz)Thomas Matuszak (Hrsg.): „--ruhelos und ohne des Schlafes Geschenk“: Katalog der zwischen 1903/04 und 1932 edierten deutschen druckgraphischen Mappenwerke, illustrierten Bücher sowie Zeitschriften mit Originalgraphik im Lindenau-Museum Altenburg. Mitteldeutsche editionen, Leipzig 2000, S. 676. war ein deutscher Bildhauer, Maler und Grafiker.
Leben und Werk Otto (auch Hermann Otto Paul oder Otto Hermann Paul) Oettel machte in Bürgel eine Ausbildung zum Töpfer und besuchte von 1896 bis 1898 die Kunst- und Keramische Fachschule in Teplitz. Anschließend studierte er von 190402816 Otto Oettel, auf matrikel.adbk.de, abgerufen am 21. Juni 2021 bis 1907 Bildhauerei bei Balthasar Schmitt an der Akademie der Bildenden Künste München. 1908 hielt er sich zur künstlerischen Arbeit in Carrara und Florenz auf. Dort entstanden auch viele farbigen Studien und Bildhauer-Zeichnungen.
1912 ließ Oettel sich als freier Künstler in Gera nieder. Er war Mitglied des Künstlerbunds Ostthüringen. In Gera und in weiteren Ostthüringer Gemeinden erhielt er eine Anzahl von Aufträgen für Werke im öffentlichen Raum. Oettel nahm am Ersten Weltkrieg teil und arbeitete danach wieder als Künstler in Gera, wo er sich 1919 in der Mozartstraße ein kleines Häuschen gekauft hatte.
1939 war er auf der Großen Deutschen Kunstausstellung in München mit einer Bronze- „Plakette des Führers“ vertreten.Plakette des Führers — Die Großen Deutsche Kunstausstellungen 1937 – 1944/45 (gdk-research.de) Über Oettel in der Zeit des Zweiten Weltkrieges ist nichts bekannt. Danach arbeitete er wieder in Weimar. 1946 wurde er auf der Ausstellung Geraer Künstler „Die Fähre“ in Gera ausführlich geehrtCharlotte Leven: OTTO OETTEL als Heimatkünstler, in Die Ernte Ausstellung von Geraer Künstlern in der Stadthalle Gera vom 15. September bis 15. Oktober 1948, S. 7, digital.slub-dresden.deRudolf Schimek: Bildhauer OTTO OETTEL und sein Werk, in Die Ernte Ausstellung von Geraer Künstlern in der Stadthalle Gera vom 15. September bis 15. Oktober 1948, S. 12, digital.slub-dresden.de und ausgestellt.Oettel, Otto, Gera, in Die Ernte Ausstellung von Geraer Künstlern in der Stadthalle Gera vom 15. September bis 15. Oktober 1948, S. 18, digital.slub-dresden.de 1953 war er auf der Dritten Deutschen Kunstausstellung in Dresden vertreten.
Ehrungen 1912: Weimarische Staatsmedaille für Kunst und Wissenschaft (für die Plastik des Staatsministers Rothe) In Gera wurde eine Straße nach Oettel benannt.
Darstellung Oettels in der bildenden Kunst
Rudolf Schäfer: Bildhauer Oettel (Tafelbild, Öl; im Bestand des Otto-Dix-Hauses Gera)Bildindex der Kunst & Architektur
Werke
Bildhauerei im öffentlichen Raum (Auswahl) mini|Denkmal „Den Opfern des Faschismus“ in Gera, errichtet 1953, abgebrochen 2005 (Aufnahme von 1989) Kriegerdenkmal „Mutter mit Kind“ (Beton, 1922; Küchengartenallee in Gera; in den 1960er Jahren abgerissen)Manfred Otto Taubert: Plastiken und Skulpturen in Gera. Gera 2014, S. 167. Kriegerdenkmal (Muschelkalk, 1924/1925; am Theater Gera; 1945 abgerissen)Kriegerdenkmal am Theater, auf untermhaus.de Nicolaus de Smit (Fassadenskulptur, Kalkstein, 1928; an der ehemaligen Teppichfabrik Halpert & Co, jetzt Parkhaus der Gera Arcaden, De-Smit-Straße, Gera)Anja Löffler: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland – Kulturdenkmale in Thüringen (Band 3). Stadt Gera. Erfurt 2007, S. 442f.Nicolaus de Smit, auf gera.de Brunnen in Gera-Langenberg Denkmal „Den Opfern des Faschismus“ (mit Carl Kuhn und Annemarie Höhn; Beton, 1953; Küchengarten in Gera; 2005 abgerissen)Manfred Otto Taubert: Plastiken und Skulpturen in Gera. Gera 2014, S. 166.
Plastiken (Auswahl)
Großherzogin Karoline von Sachsen-Weimar (Bronzerelief, 1909)Die christliche Kunst. Monatsschrift für alle Gebiete der christlichen Kunst und Kunstwissenschaft. Gesellschaft für christliche Kunst Kunstverlag, München 1909, S. 168. Alfred Auerbach/Direktor des Städtischen Museums Gera (Büste, 1934) Selbstporträt (Marmor, 1946) Weibliche Figur (Marmor; ausgestellt 1948 auf der Ausstellung „Die Ernte“ in Gera)Weibl. Figur, in "Die Ernte", S. 16 Kunstmaler R.W. (Büste; gebrannter Ton; ausgestellt 1948 auf der Ausstellung „Die Ernte“ in Gera)Porträtbüste Kunstmaler R. W., in "Die Ernte", S. 17 Hanns-Conon von der Gabelentz (Büste, Terrakotta, 1948; im Bestand des Lindenau-Museums, Altenburg/Thüringen) Otto Grotewohl (Büste, Gips, 1952; ausgestellt 1953 auf der Dritten Deutschen Kunstausstellung)Büste des Ministerpräsidenten Otto Grotewohl, auf deutschefotothek.de
Restaurierungs-Arbeiten (Auswahl) Ergänzung von Teilen des Eingangsportals des Schreiberschen Hauses in Gera (1925)Museum für Naturkunde Gera, auf museen-gera.de, abgerufen am 15. Februar 2022 Mitwirkung an der Überarbeitung des beschädigten Simson-Brunnens in Gera (Muschelkalk, 1931/1932)Simsonbrunnen, auf gera.de
Malerei und Grafik (Auswahl) Kaiserliche Armee Horchposten (1917; im Bestand des World War History & Art Museum, Alliance/Ohio)Brushes with war - Paintings and drawings of World War I by the troops, auf wwham.com Staatsminister Dr. Rothe (Radierung, 1920; Bestandteil einer Graphischen Mappe des Künstlerbunds Ostthüringen; u. a. im Bestand des Lindenau-Museums, Altenburg/Thüringen)
Einzelausstellungen 1953: Gera, Museum für Naturkunde (mit Paul Weiser)
Einzelnachweise
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