Thomas Zemann (* 25. August 1986 in Linz) ist ein ehemaliger österreichischer Fußballspieler auf der Position eines Stürmers. In der Saison 2007/08 absolvierte er seine einzigen Einsätze im österreichischen Profifußball.

Karriere Karrierebeginn bei LASK und Union St. Florian Thomas Zemann wurde am 25. August 1986 in Linz geboren und begann seine Vereinskarriere als Fußballspieler im Mai 1993 beim LASK. Der damals Sechsjährige durchlief in weiterer Folge sämtliche Nachwuchsspielklassen und schloss sich im Juni 2001 der Jugend der Union St. Florian an. Als 16-Jähriger schaffte er den Durchbruch in die Herrenmannschaft,DER OBERÖSTERREICHISCHE ROONEY…, abgerufen am 6. Juni 2021 die seit dem Jahr 2000 in der Regionalliga Mitte aktiv war. Anfangs trat er vor allem noch für die zweite Mannschaft des Klubs aus St. Florian in Erscheinung und zeigte sich bereits in jungen Jahren als äußerst torgefährlich. Am 11. März 2003 debütierte er bei einem 1:0-Heimerfolg über den FC Gratkorn, als er in Minute 65 für Florian Huemer auf den Rasen kam. Noch in derselben Saison erzielte er am 30. April 2003 bei einem 3:0-Auswärtssieg über den FC St. Veit, seinen ersten Regionalligatreffer, nachdem er in Minute 87 auf den Platz gekommen war und zwei Minuten später zum 3:0-Endstand einschoss.

Bereits als 18-Jähriger war Zemann ein Stammspieler im Regionalligakader. Am 26. August 2003, einen Tag nach seinem 17. Geburtstag, war Zemann von seinem Trainer Herbert Panholzer im Erstrundenspiel des ÖFB-Cups 2003/04 gegen die SV Ried für einen Kurzeinsatz aufs Spielfeld geschickt worden und feierte dadurch sein ÖFB-Cup-Debüt. Nachdem die Mannschaft in dieser Saison in der Liga nur auf den zwölften Platz in der Regionalliga Mitte gekommen war – Zemann hatte es zu acht Einsätzen gebracht –, rangierte St. Florian im Endklassement der Spielzeit 2004/05 bereits auf dem sechsten Platz und damit nur einen Punkt vom dritten Platz entfernt. Mit 25 Einsätzen und zehn Treffern war Zemann einer der Stammspieler von St. Florian in der Saison 2004/05. In dieser Zeit schaffte er es auch zu Einsätzen für die österreichische U-19-Auswahl, mit der er unter anderem die Qualifikation zur U-19-Europameisterschaft 2005 bestritt. Auch in den nachfolgenden Spielzeiten – mit Ausnahme der Saison 2004/05 – nahm er mit den St. Florianern am österreichischen Fußballpokal teil, schied mit der Mannschaft jedoch immer frühzeitig aus dem Wettbewerb aus. Nach einem abermaligen sechsten Platz 2005/06 erreichte Zemann, der es in dieser Spielzeit auf 14 Tore bei 23 Spielen gebracht hatte, mit seiner Mannschaft am Saisonende 2006/07 Rang 10, war dabei jedoch in der teilweise recht dicht gestaffelten Tabellen nur zwei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt. Mit zwölf Toren in 27 Ligapartien konnte er sich erneut als Goalgetter beweisen.

Wechsel in den Profifußball Nachdem er bis dahin noch regelmäßig für die Mannschaft zum Einsatz gekommen war, trat der damals 20-jährige Offensivakteur im Sommer 2007 einen Wechsel ins rund 60 Kilometer entfernte Schwanenstadt an. Beim zu dieser Zeit bereits finanziell schwer angeschlagenen SC Schwanenstadt wurde er sowohl für die erste, als auch die zweite Mannschaft berücksichtigt. Bereits im ersten Saisonspiel gab der Rechtsfuß sein Debüt für die in der zweitklassigen Ersten Liga spielende Profimannschaft der Schwanenstädter. Beim 1:0-Auswärtssieg über den FC Kärnten am 31. August 2007 wurde Zemann von seinem Trainer, dem ehemaligen österreichischen Internationalen Andreas Heraf, von Beginn an eingesetzt, erzielte in der 25. Spielminute nach Vorarbeit von Manuel Hartl den Siegestreffer seiner Mannschaft und wurde in der 60. Spielminute durch Alexander Schriebl ersetzt. Danach wurde Zemann in neun der nachfolgenden zehn Meisterschaftsspiele eingesetzt, kam dabei aber nahezu ausschließlich nur als Ersatzspieler wenige Minuten vor Spielende auf den Rasen. Bei seinem einzigen weiteren Einsatz in der Startformation, einem 1:1-Heimremis gegen den DSV Leoben, gelang ihm auch wieder der einzige Treffer seiner Mannschaft. Nachdem er zuletzt Ende September zu minimaler Spielpraxis gekommen war, saß er in den restlichen Meisterschaftsspielen bis zur Winterpause entweder uneingesetzt auf der Ersatzbank oder gehörte gar nicht erst zum erweiterten Kader. Zu seinen ersten Einsätzen war er vor allem gekommen, da verletzungsbedingte Ausfälle von Offensivspielern wie Joachim Parapatits kompensiert werden mussten; nach deren Rückkehr hatte es Zemann nicht mehr leicht sich in die Profimannschaft einzufügen. Am 4. Dezember 2007 brachte er es bei einem 2:1-Heimsieg über den FC Lustenau 07 noch einmal zu einem Kurzeinsatz. Nach internen Unstimmigkeiten verließ er noch in der Winterpause umgehend den Klub und heuerte beim Regionalligisten Waidhofen an der Ybbs an. Kurz nach seinem Wechsel gab der SC Schwanenstadt öffentlich bekannt nach beendeter Saison nach Niederösterreich zu übersiedeln und unter dem neuen Namen FC Magna Wiener Neustadt weiterzuspielen.

Torgarant beim FC Waidhofen/Ybbs Beim Klub aus Waidhofen an der Ybbs schaffte er es in seiner ersten Saison in der Regionalliga Ost auf den elften Tabellenplatz und war damit nur fünf Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt. Mitunter Zemanns Torgefährlichkeit war es zu verdanken, dass die Waidhofner es am Ende der Saison 2008/09 bis auf den fünften Platz der Endtabelle gebracht hatten. Mit 15 Toren bei 27 Einsätzen war Zemann mit Abstand der erfolgreichste Torschütze der Niederösterreicher in dieser Saison. Im Cup 2008/09 schied er mit der Mannschaft nach einem Sieg über den SV Langenrohr in der Vorrunde bereits frühzeitig in Runde 1 gegen den Wiener Sportklub vom laufenden Wettbewerb aus. Ein noch schnelleres Aus ereilte die Waidhofner in der Saison 2009/10, in der sie bereits in der Vorrunde gegen den Fünftligisten 1. Wiener Neudorfer SVg ausschieden. In der Liga brachten es die in dieser Saison von Ivica Vastić trainierten Niederösterreicher allerdings auf den ersten Platz im Endklassement und hätten die Möglichkeit gehabt in der Relegation um den Aufstieg in die zweitklassige Erste Liga zu spielen. Da Waidhofen jedoch keinen Lizenzantrag stellte und die Amateure der Admira als Zweitplatzierte wegen der neuen Klassenreform nicht antraten durften, spielte schlussendlich der SC-ESV Parndorf 1919 als Drittplatzierter gegen den Meister der Regionalliga Mitte, den WAC/St. Andrä, der sich schlussendlich gegen Parndorf durchsetzte. Hinter dem Parndorfer Jailson, der es auf 19 Treffer gebracht hatte, rangierte Zemann in der Torschützenliste der Regionalliga Ost mit 18 Zählern, die er bei 22 Einsätzen erzielt hatte, auf dem zweiten Platz.

Als Knipser machte sich Zemann daraufhin auch in der Spielzeit 2010/11 bemerkbar, als er für mehr als ein Drittel der erzielten Tore seiner Mannschaft in dieser Saison verantwortlich war. Bei 30 möglich gewesenen Ligapartien brachte es der Rechtsfuß auf 26 Einsätze, in denen er 17 Tore beisteuerte. Hinter Serkan Çiftçi von den Rapid-Amateuren (21 Tore) und Christoph Knaller vom 1. SC Sollenau (22 Tore) belegte Zemann in der Torschützenliste den dritten Platz. Im ÖFB-Cup 2010/11 kam Zemann ebenfalls zum Einsatz, blieb allerdings torlos. In der teilweise sehr dicht gestaffelten Endtabelle der Regionalliga Ost hatte er mit seiner Mannschaft den elften Platz belegt und hätte zumindest sportlich den Klassenerhalt geschafft. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten wurde am Saisonende jedoch von der Vereinsführung der freiwillige Abstieg in die Niederösterreichische Landesliga bekanntgegeben, woraufhin die gesamte Herrenmannschaft den kurz vor der Auflösung stehenden Klub verließ. Noch im Sommer 2011 wurde mit dem SC Waidhofen ein neuer Verein gegründet, der zusammen mit dem finanziell angeschlagenen FC Waidhofen eine Spielgemeinschaft einging und fortan als SG Waidhofen/Ybbs am Spielbetrieb des niederösterreichischen Fußballverbandes teilnahm.

Rückkehr zur Union St. Florian Nach seinem Abgang von den Waidhofnern trat der 1,75 m große Mittelstürmer die Rückkehr zu seinem ehemaligen Ausbildungsverein, der Union St. Florian, an und ging bei dieser weiter auf Torjagd. Bereits in seiner ersten Saison kam er in 25 von 30 möglichen Spielen zum Einsatz und war mit 15 Treffern der torgefährlichste Spieler seiner Mannschaft. In dieser Zeit wurde Zemann zum Teil von diversen Profiklubs umworben, darunter waren die beiden Linzer Klubs Blau-Weiß Linz und LASK.Begehrenswerte Florianer, abgerufen am 6. Juni 2021 Letzter war bereits in den Jahren zuvor an Zemann interessiert gewesen und hatte auch bereits ein Probetraining bei den Linzern absolviert.LASK holt Krammer, abgerufen am 6. Juni 2021 In der Endtabelle erreichte die Union 2011/12 mit dem achten Platz eine Platzierung im Tabellenmittelfeld. Im ÖFB-Cup 2011/12 zeigte sich Zemann mit den St. Florianern weitestgehend erfolgreich. Nach einem knappen Weiterkommen gegen den FC Wels in der Vorrunde trat St. Florian in der ersten Runde auf den Zweitligisten SCR Altach, den die Union nach zwei Zemann-Treffern mit 2:0 bezwang und danach in das Lokalderby der zweiten Runde gegen den FC Blau-Weiß Linz einzog. Das Spiel gegen die ebenfalls in der Zweitklassigkeit spielenden Linzer verlor St. Florian am Ende mit 0:2 und schied daraufhin aus dem Wettbewerb aus.

Ähnliche Ergebnisse erzielte die Mannschaft auch in der nachfolgenden Saison 2012/13, in der sie es auf den sechsten Platz in der Liga und die zweite Runde im österreichischen Fußballpokal 2012/13 brachte. Nachdem die St. Florianer in Runde 1 Blau-Weiß Linz mit 2:1 bezwungen hatte, scheiterten sie in der zweiten Runde nur knapp im Elfmeterschießen gegen den Bundesligisten SV Ried. Nach einer erfolgreichen Saisonvorbereitung hatte sich der damals 25-Jährige allerdings am 3. August 2012 beim ersten Saisonspiel, einem 0:0-Auswärtsremis gegen den SV Wallern so schwer verletzt, dass er umgehend ins Krankenhaus gefahren wurde, wo er einen Liegegips erhielt.St. Florians Pechvogel: Wollen die Großen ärgern, abgerufen am 6. Juni 2021 Bei der Verletzung handelte es sich um einen Ermüdungsbruch des fünften Mittelfußknochens im rechten Fuß; bereits in der Vergangenheit hatte er sich bereits zweimal einen Bruch des Mittelfußknochens zugezogen. Die anfänglich sechs bis acht prognostizierten Wochen Verletzungspause wurden für Zemann – zumindest was Einsätze in der Regionalliga betrifft – mehrere Monate. In dieser Zeit sprang unter anderem Sebastian Wurmlinger für den Goalgetter ein.St. Florian muss Goalgetter vorgeben, abgerufen am 6. Juni 2021 Noch kurz vor der Winterpause kam der Stürmer in einem Spiel der in der Bezirksliga Ost spielenden zweiten Mannschaft der Union zum Einsatz und musste bei der ersten Mannschaft bis zum Start ins Frühjahr im März 2013 auf einen Einsatz warten. Danach entwickelte er sich wieder zu alter Stärke und kam über die gesamte Saison in 15 Meisterschaftsspielen zum Einsatz, wobei ihm neun Treffer gelangen.

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