Die Waldbahn Reșița war eine insgesamt 90 km lange, mit Dampflokomotiven betriebene Waldbahn zwischen Oravița und Reșița im Banat in Rumänien.
Sie war in Bosnischer Spurweite ausgeführt und hatte Anschluss an die Schmalspurbahn Reșița–Secu.
Streckenverlauf
Das in den teilweise unzugänglichen Wäldern geschlagene Buchenholz wurde mit der insgesamt 90 km langen Waldbahn und durch Triftkanäle zu den Sägewerken um Reschitza transportiert.Gerd Ballas: Die alte Bahnstrecke von Sekul (Resita) nach Anina.Private Website über Oraviţa, abgerufen am 30. Dezember 2008 und 5. Juni 2021.
Die äußerst kurvenreich, mit vielen Tunnels und mehreren Spitzkehren trassierte Strecke verlief von Anina ausgehend entlang des Buhui durch dessen Schlucht (Valea Buhuiului) und erreichte Mediureca die Caras, hier steht heute noch eine Eisenbrücke. Von dort aus verlief die Trasse unmittelbar an der Comarnic-Höhle vorbei weiter bis nach Secu (Sekul). Hier bestand Anschluss an die Schmalspurbahn Reșița–Secu.https://www.rumaenienadventskalender.de/rak_06/2006_bahnstrecke/2006_sekul_anina.html
Geschichte mini|hochkant=1.2|Reșițaer Eisenwerke und Domänen AG
Die Reșițaer Eisenwerke und Domänen AG betrieben in der Zwischenkriegszeit eine sehr große Forst- und Landwirtschaft um die Ortschaften Oravita, Anina (Steierdorf) und Reșița (Reschitza).
Das Unternehmen wurden 1920 gegründet, um nach dem Ersten Weltkrieg die Banater Industrien und Domänen der österreichisch-ungarischen Staatseisenbahngesellschaft (StEG) zu übernehmen. Infolge des Vertrags von Trianon mussten zwei Drittel des vormals ungarischen Banats an Rumänien abgetreten werden und die österreichische StEG wurde zur Aufgabe ihrer Hoheitsrechte in Rumänien genötigt. Sie war lediglich Teilhaber des Unternehmens.
Das bis zur Verstaatlichung nach Ende des Zweiten Weltkriegs als Aktiengesellschaft organisierte Unternehmen besaß das Steinkohlenbergwerk in Anina mit sechs Schächten sowie ein Stahlwerk mit mehreren Hochöfen und ein Stahlwerk in Reșița mit Vorblockstrecke, Fassonstrecke, Grobblechstrecke, Mittelblechstrecke, Universaleisen-Walzwerk und Feinstrecke sowie einer Eisen- und Stahlgießerei und Radreifen-Walzwerk.Hanseatisches Sammelkontor für historische Wertpapiere: Reșițaer Eisenwerke und Domänen AG, Ausgabedatum 1. August 1924. Auch als der 37. Auktion Historischer Wertpapiere am 22. Januar 2008 des Auktionshauses Vladimir Gutowski, Kneitlingen abrufbar.
Außerdem betrieb es in Reșița eine Lokomotivfabrik, Maschinen- und Landwirtschaftsmaschinenfabrik, Brückenbau, Radsatzfabrik und Elektromotorenfabrik in Reșița sowie sechs Kraftwerke zur Stromerzeugung. Es entwickelte sich später zu einer der größten Schwerindustriefirmen Rumäniens.
Die Waldbahn diente einerseits zur Förderung von Holz und Kohle, andererseits stellte es eine – wenn auch schmalspurige – Schienenverbindung zwischen den wichtigen Industrieorten Anina und Reșița her.
Der Betrieb der Waldbahn wurde 1965 eingestellt, die Strecke kurz darauf abgebaut.
Lokomotiven mini|links|Principesa Elena Neben etlichen anderen, noch zum Teil von der StEG stammenden Lokomotiven wurden auch zwei in Reșița hergestellte Dampflokomotiven mit vier gekuppelten Achsen eingesetzt, die nach Prinz Karl II. und seiner Gattin Prinzessin Elena des rumänischen Königshauses benannt waren: PRINCIPELE CAROL, Dt-n2, Serien-Nr. 704.401, Betriebs-Nr. 14, Werks-Nr. 1312/1952, L=7,10 m, v=30 km/h, 1970 verschrottetRumänisches Kulturministerium: Fişa standard. 2014. PRINCIPESA ELENA, Dt-n2, Serien-Nr. 704.402, Betriebs-Nr. 15, Werks-Nr. 2/1925, L=6,80 m, G=18 t, v=30 km/h, P=220 PS, im Freilicht-Dampflokomotiven-Museum Reșița erhalten und unter freiem Himmel ausgestellt
Siehe auch Schmalspurbahn Reșița–Bocsa–Ocna de Fier (948 mm Spurweite) Schmalspurbahn Reșița–Secu (948 mm Spurweite)
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Waldbahn in Rumänien Waldbahn Reșița Waldbahn Reșița