|}Die Schmalspurbahn Reșița–Secu () war eine 12,3 km lange Schmalspurbahn zwischen Reșița und Secu und diente vornehmlich als Anschluss- und Werksbahn der Stahlwerke in Reschitza. Sie wurde von der Österreichisch-Ungarischen Staats-Eisenbahn-Gesellschaft erbaut und betrieben.Alfred Horn: Eisenbahn Bilderalbum 16 – Die k.k. privilegierte österreichisch-ungarische Staats-Eisenbahn-Gesellschaft.Bohmann Verlag, Wien 2012, S. 259 f.
Streckenverlauf Die Hauptrecke von Reșița nach Secu war 12.278 Meter lang. Einschließlich Nebenstrecken war das Gleisnetz 16,594 Kilometer lang mit einer maximalen Steigung von 48,8 Promille.Fußwege entlang der ehemaligen Strecke.
Die Bahn hatte die ungewöhnliche Spurweite von 948 mm (drei Wiener Fuß), mit der 1868–1871 bereits eine Pferdebahn betrieben wurde. 1873 wurde mit der gleichen Spurweite die Schmalspurbahn Reșița–Bocsa–Ocna de Fier in Betrieb genommen.
In Sekul hatte die Bahn ab den 1920er Jahren Anschluss an die Waldbahn Reșița.
Geschichte Erbaut und betrieben wurde die Bahn von der Österreichisch-Ungarischen Staatseisenbahn-Gesellschaft, welche ausgedehnte Besitzungen im Banat besaß und in Reșița ein großes Stahlwerk betrieb.
Die Verlegung der Gleise gestaltete sich mühsam, da schon während der Bauzeit der Kohletransport mit Karren auf einer durchschnittlich nur 4,75 Meter breiten Werksstraße nicht behindert werden sollte. Um häufiges Überqueren der Straße zu vermeiden, wurde angestrebt, dem Straßenverlauf in vielen engen Bögen zu folgen.Ulrich Anatól: Reschitza-Szekuli keskenyvágányú vasút leirása (Beschreibung der Reschitza-Sekuli-Bahn).
Die Strecke wurde am 26. November 1871 in Betrieb genommen und im Jahre 1936 stillgelegt.
Lokomotiven mini|Dampflokomotive Resicza (vorübergehend umnummeriert als Nr. 1)MLAR Resita.
Die Dampflokomotive Nr. 1 Szekul der Bauart StEG 52 wurde von der Lokomotivfabrik der StEG in Wien gebaut. Ihre erste Probefahrt fand am 6. September 1872 statt. Sie wurde daraufhin auf der Donau bis Baziaș verschifft und anschließend mit der Eisenbahn bis Oravița, von wo aus sie auf einem von 18 Ochsenpaaren gezogenen Ochsenkarren bis Reșița gezogen wurde.
Nach diesem Vorbild wurden drei weitere Loks vor Ort in Reșița aus in Wien vorgefertigten Teilen gebaut: Resicza, Bogsa und Hungaria. Eine davon wurde ab dem 11. April 1873 auf der Weltausstellung in Wien präsentiert. Der Direktor der StEG-Lokomotivfabrik, John Haswell (1812–1897), der bereits die Lokomotive Resicza konstruiert hatte, baute später noch vier weitere Dampflokomotiven der Bauart StEG 54 Orient und zwei der Bauart StEG 123 für Werksbahnen.
Die Lokomotive Resicza stellt heute die älteste im heutigen Rumänien gebaute Lokomotive dar. Sie wurde nach ihrer Stilllegung der Strecke bei Câmpia Turzii als Dampfgenerator verwendet und gelangte 1972 ins Freilicht-Dampflokomotiven-Museum Reșița, wo sie heute noch auf einem Sockel ausgestellt ist.Wilhelm Scherz: Die Dampflokomotiven von Reschitza (Das Lokomotivmuseum in Resita).
Siehe auch Schmalspurbahn Reșița–Bocsa–Ocna de Fier Waldbahn Reșița (760 mm Spurweite)
Weblinks
Einzelnachweise
Resita Kategorie:Reșița Kategorie:Verkehr (Kreis Caraș-Severin) Kategorie:Bauwerk im Kreis Caraș-Severin